Azubis unterschiedlicher Herkunftskultur: Wie kommen sie im betrieblichen Alltag miteinander aus?
Erste Ergebnisse einer schriftlichen und mündlichen Befragung von Auszubildenen aus vier Großbetrieben
Das Deutsche Jugendinstitut hat 1.130 weibliche und männliche Auszubildende mit und ohne Migrationshintergrund aus vier industriellen Großbetrieben befragt. Mit der Studie "Azubis unterschiedlicher Herkunftskultur: wie kommen sie im betrieblichen Alltag miteinander aus?" wurden erste Forschungsergebnisse vorgelegt.
Die Ergebnisse zeigen, dass die interkulturelle Zusammenarbeit von Jugendlichen in Betrieben im Großen und Ganzen gut funktioniert. Je größer die alltägliche Nähe und je regelmäßiger der betriebliche Umgang miteinander, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Auszubildenden unterschiedlicher Herkunft gut verstehen.
Es handelt sich zudem um eine Generation von Jugendlichen, von denen die meisten bereits seit ihrer Kindheit interkulturell aufgewachsen sind. Sie können auf gemeinsame Erfahrungen in Kindergarten und Schule zurückblicken und haben sich interkulturelle Kompetenz von Kindesbeinen an im täglichen Miteinander erworben. Probleme ergeben sich beim Gebrauch der Herkunftssprache, wenn sie von den anderen nicht verstanden wird. Dies empfinden die Jugendlichen als unangenehm und ausgrenzend.