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Bildung und Integration

Patenatlas - Aktion zusammen wachsen

Mit der „Aktion zusammen wachsen – Bildungspatenschaften stärken, Integration fördern“ hat die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, sich zum Ziel gesetzt, bereits bestehende Patenschaftsprojekte für junge Menschen mit Zuwanderungshintergrund zu vernetzen und die Gründung weiterer zu unterstützen. Bürgerschaftliches Engagement soll gefördert werden, um die Bildungschancen von Menschen mit Zuwanderungshintergrund zu erhöhen. In diesem Zusammenhang hat INBAS im Juni 2008 den Patenatlas bei der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration für die „Aktion zusammen wachsen“ vorgelegt. Die Aktion ist Teil des nationalen Integrationsplans und wurde im Mai 2008 gestartet.

Im Mittelpunkt des Patenatlas steht die Recherche und Analyse von Projektansätzen, in denen Freiwillige mit und ohne Migrationshintergrund Migrant(inn)en im Bildungs- und Ausbildungsbereich begleiten. Dabei geht es wesentlich auch um eine sinnvolle Verknüpfung und Ergänzung von institutionell vorgehaltenen Integrationsmaßnahmen und bürgerschaftlich erbrachten Angeboten in den Bereichen
- der frühkindlichen Bildung und der Elternbildung
- der schulischen Bildung und der Gestaltung des Übergangs in Ausbildung und Beruf
- der Ausbildung durch Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund.

Quelle:

Patenatlas

Das Institut INBAS-SozialforschungExterner Link im neuen Fenster hat initiiert durch die Deutsche Bank Stiftung die Bildungspatenschafts-Landschaft in Deutschland unter die Lupe genommen. Die Untersuchung fand zwischen Dezember 2007 und Mai 2008 statt. Bundesweit wurden 166 Projekte ermittelt, die sich an Kinder, Jugendliche sowie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Zuwanderungshintergrund richten.  Untersucht wurden unter anderem die regionale Verteilung, die Art des Trägers und der Gründungszeitpunkt. Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Nordrhein-Westfalen weisen die größte Dichte an Initiativen auf. Als Träger treten meist Wohlfahrtsverbände, gemeinnützige Vereine oder Kommunen auf.

Die ersten Bildungspatenschaftsinitiativen entstanden in den 70er Jahren. Doch erst ab 2004 stieg ihre Zahl signifikant an. Die meisten wurden 2006 gegründet.
42 Projekte wurden von INBAS-Sozialforschung näher zu ihrer Tätigkeit befragt. Dabei ging es unter anderem um die Zielgruppe der Patenschaften, die inhaltliche Arbeit, den finanziellen Bedarf sowie die Erfolge.

Die Angaben der Beteiligten belegten, dass ehrenamtliches Engagement die Bildungs- und Berufschancen von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien erhöht. Deutlich wurde jedoch auch, dass der Erfolg von Patenschaftsprojekten stark von der professionellen Unterstützung der Patinnen und Paten sowie von der Vernetzung der Patenschaftsprojekte mit Kindertageseinrichtungen, Schulen und Ausbildungsbetrieben abhängt. Zur PublikationPDF-Dokument im neuen Fenster


Über diese Studie hinaus möchten wir gern mit Ihrer Hilfe den Patenatlas auf dieser Website erweitern. Falls Sie für ein Bildungspatenschaftsprojekt tätig sind oder uns eines empfehlen möchten, können Sie dies gerne hier eintragen.

Weitere Informationen unter:
http://www.aktion-zusammen-wachsen.de/



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