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Wie Integration junger Menschen erfolgreich gelingt

Trägergruppenübergreifende Tagung in Kooperation mit BAG Jugendsozialarbeit zieht Bilanz aus dem Umstrukturierungsprozess der Jugendmigrationsdienste

Bonn, 26.09.05 Eine positive Zwischenbilanz der Arbeit der Jugendmigrationsdienste (JMD) zogen die TeilnehmerInnen der Tagung, die in der vergangenen Woche im Evangelischen Johannesstift in Berlin stattgefunden hat.
So wies Dr. Doris Dickel aus dem Arbeitsstab der Integrationsbeauftragten der Bundesregierung darauf hin, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und mittlerweile jeder dritte junge Mensch in Westdeutschland einen Migrationshintergrund hat. Die Jugendmigrationsdienste leisten aus ihrer Sicht einen wesentlichen Beitrag bei der Integration junger Menschen.
Dies unterstrich auch Professorin Maria Karsten von der Universität Lüneburg. Sie betonte, dass die Jugendmigrationsdienste "Garanten für die Lebensqualität“ junger Menschen mit Migrationshintergrund sind und damit einen hohen ökonomischen Wert besitzen. Angelika Heinz, Leiterin des Referates Integration im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ), hob besonders das Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jugendmigrationsdiensten hervor, die motiviert mit dem Umstrukturierungsprozess der JMD begonnen haben. Sie wies zudem darauf hin, dass für das kommende Jahr eine Evaluation der Arbeit der Jugendmigrationsdienste geplant sei.
Die Vertreterinnen und Vertreter der Trägergruppen sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendmigrationsdienste zogen ebenfalls eine positive Bilanz ihrer Arbeit und wiesen darauf hin, dass die Integrationsarbeit immer wieder an aktuelle Erfordernisse angepasst werden müsse.

Anregende Impulse von außen aus Sicht der systemischen Beratung von Organisationen in Veränderungsprozessen gab zudem Rolf Balling. Während der gesamten Veranstaltung wurde das Webportal für die Jugendmigrationsdienste
präsentiert. Unter www.jugendmigrationsdienste.de werden dort die JMD, ihre Aktivitäten, Angebote und Kooperationen einer breiten (Fach-)Öffentlichkeit präsentiert. Außerdem gibt es hier die Möglichkeit, über eine Suchfunktion einzelne Jugendmigrationsdienste zu lokalisieren.
Im Rahmen eines „Abends der Begegnung“, den auch Jugendliche aktiv gestalteten, wurde zudem der langjährige Mitarbeiter im Referat Integration des BMFSFJ, Eckart Hartkop, der demnächst in den Ruhestand geht, für seine engagierte Arbeit gewürdigt.
Die in der BAG Jugendsozialarbeit zusammengeschlossenen Trägergruppen - Arbeiterwohlfahrt (AWO), Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA), Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS), Arbeitsgemeinschaft der Freien Trägergruppe (Internationaler Bund (IB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Parität (DPWV)) - bieten bereits seit mehr als 50 Jahren erfolgreiche Integrationsarbeit für junge Menschen mit Migrationshintergrund an. Im Jahr 2004 wurden in den rund 350 Einrichtungen über 80.000 Jugendliche während ihres Integrationsprozesses begleitet. Die vorrangige Aufgabe der JMD ist die gezielte und bedarfsgerechte individuelle Begleitung von nicht mehr schulpflichtigen jungen Neuzuwanderern und
Neuzuwanderinnen. Seit 1. Januar 2004 gelten für die Jugendmigrationsdienste die neuen Grundsätze des BMFSFJ.
Die Reden von Dr. Dickel und Professorin Karsten werden in Kürze auf dem JMD-Portal unter www.jugendmigrationsdienste.de veröffentlicht.
Die Bundesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit ist der Zusammenschluss der Trägergruppen und Landesarbeitsgemeinschaften der Jugendsozialarbeit freier Träger. Jugendsozialarbeit hat die sprachliche, schulische, berufliche und soziale Integration sozial benachteiligter und individuell beeinträchtigter junger Menschen zum Ziel.
V.i.S.d.P.: Paul Fülbier (Geschäftsführer)
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