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473 Jugendmigrationsdienste in Deutschland

Andere und sich selbst mit neuen Augen sehen: YOUNIWORTH in Jünkerath

 

Zahlreiche Jugendliche aus der Westeifel haben im Juni die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH entdeckt. Sie haben nicht nur Überraschendes über sich und ihre Mitschüler erfahren, sondern auch überlegt: Wie wollen wir zusammenleben?

Frag mich! Junge Geflüchtete berichten auf Knopfdruck über ihr Leben.

Am Dienstag nach Pfingsten übt das Atrium der Graf Salentin Schule in Jünkerath eine ungewöhnliche Anziehungskraft auf die Schülerinnen und Schüler aus. Immer wieder zieht es sie in den Pausen an eine der pastellfarbenen Mitmach-Stationen, die der Jugendmigrationsdient Westeifel dort aufgestellt hat. Gleich am Eingang erwartet sie ein Koffer, der mit dem Wichtigsten für eine große Reise gepackt werden will. Von Videobildschirmen blicken vier junge Frauen und Männer die Jugendlichen erwartungsvoll an. In den nächsten Tagen werden sie den Schülern auf Knopfdruck von ihren Erfahrungen beim Einwandern nach Deutschland erzählen und deren Fragen beantworten.

Es handelt sich um Stationen der mobilen JMD-Ausstellung YOUNIWORTH, die in diesem Monat in Jünkerath gastiert. Sie lädt junge Menschen ein, sich mit der Einwanderungsgesellschaft auseinanderzusetzen und gemeinsam zu überlegen: Wie wollen wir zusammenleben? „Niemals unfair handeln“, „Gleichberechtigung“, „nicht ausländerfeindlich sein“ sind Antworten, die die Jugendlichen beim Ausstellungsbesuch auf Kärtchen notiert und an die Wand gepinnt haben. „Die Ausstellung öffnet die Augen für eine andere Welt, andere Probleme und Lebenslagen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU), Schirmherr der Ausstellung in Jünkerath. Sie regt aber auch zum Austausch über eigene Erfahrungen an, wenn einige Siebt- und Achtklässler zum Beispiel erzählen, wohin und warum sie selbst schon umgezogen sind – von Russland oder Albanien nach Deutschland oder von der Stadt aufs Land. Schnell wird klar: Die Einwanderungsgesellschaft, das sind wir alle zusammen.

Woher kommen eigentlich die Wörter, die wir benutzen? Die Antworten erstaunen viele.

Am Ende der Ausstellungszeit werden zahlreiche Jugendliche, aber auch junge Erwachsene aus Schulen und Berufseinstiegprogrammen der Umgebung an geführten Rundgängen teilgenommen haben. Pädagogisch betreut von den Mitarbeitenden des JMD Westeifel, haben viele von ihnen Neues gelernt: über ihre Mitschüler und sich selbst, über die eigenen Grundrechte und darüber, was es bedeutet, in einem Land neu anzukommen. YOUNIWORTH hat seine Mission erfüllt und zieht weiter: Die nächste Station der mobilen JMD-Ausstellung ist im ostbayerischen Amberg (JMD Sulzbach-Rosenberg).

 

Patrick Schnieder (MdB) im Gespräch mit einer JMD-Mitarbeiterin, die durch die Ausstellung führt.

Sieben interaktive Stationen locken die Jungen und Mädchen auch in den Pausen an.

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Text und Bilder: Servicebüro Jugendmigrationsdienste