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492 Jugendmigrationsdienste in Deutschland

Ausstellung YOUNIWORTH bringt Abwechslung in Corona-Schulalltag

Die Corona-Pandemie wirbelt den Schulalltag gehörig durcheinander: Viele Aktivitäten, die sonst Abwechslung in den Unterricht bringen, sind allenfalls eingeschränkt möglich. Umso schöner, wenn es dann mal ein ganz besonderes Highlight gibt wie die mobile Ausstellung YOUNIWORTH der Jugendmigrationsdienste. Wie zuletzt an einer Schule in Limburg.

Doralisa Hlongwane erkundet mit einer Schulklasse die Ausstellung.

„Die Planung war wegen Corona schon eine Herausforderung“, erzählt Doralisa Hlongwane. Sie arbeitet im Bundesprogramm Respekt Coaches der Jugendmigrationsdienste (JMD) am Standort Limburg. Wegen der dynamischen Infektionslage habe es auch Vorbehalte gegeben, ob eine Ausstellung zu diesem Zeitpunkt eine gute Idee sei. Die Eröffnungsfeier wurde kurzfristig abgesagt. Aber als dann die erste Klasse durch die Ausstellung ging, lief alles wie am Schnürchen. „Wir haben permanent gelüftet und immer wieder desinfiziert“, erzählt Doralisa Hlongwane. Die Schülerinnen und Schüler einer Klasse seien in der Ausstellung wie im Klassenraum unter sich geblieben.

Gelohnt habe sich der größere Aufwand auf jeden Fall, bilanziert Doralisa Hlongwane. Die Ausstellung stieß auf sehr starke Resonanz an der Peter-Paul-Cahensly-Schule in Limburg. Statt wie geplant gut ein Dutzend führte die JMD-Mitarbeiterin letztlich sogar 20 Klassen durch die interaktive Schau. „Es hat sich an der Schule schnell herumgesprochen, dass die Ausstellung sehenswert ist“, erzählt sie.

Die Ausstellung YOUNIWORTH der Jugendmigrationsdienste beleuchtet auf spannende und sehr abwechslungsreiche Weise das Thema Jugend und Migration. Die Ausstellung bietet sieben interaktive Stationen, die dabei helfen, Vorurteile zu hinterfragen und die für die diversen Aspekte des Zusammenlebens sensibilisieren. YOUNIWORTH macht jeweils zwei Wochen zum Beispiel an einer Schule Station und bietet eine gute Grundlage, um das Thema Migration auch im Unterricht weiter zu vertiefen. Getreu dem Motto der Ausstellung: „Verstehen – Begegnen – Zusammenleben“.

Positives Feedback zur Ausstellung

Das Feedback von den Schülerinnen und Schülern in Limburg, die sich die Ausstellung angeschaut haben, sei sehr gut gewesen, berichtet Doralisa Hlongwane. „Für die Jugendlichen war das ein absolutes Highlight.“ Und auch von den Lehrerinnen und Lehrern habe sie sehr positive Rückmeldungen bekommen, berichtet die JMD-Mitarbeiterin. Immer wieder habe sie sinngemäß gehört: „Ich bin so froh, dass endlich wieder ein Projekt stattfindet, weil so viel abgesagt wurde.“

Und auch für Doralisa Hlongwane selbst, die das Programm JMD Respekt Coaches beim Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg in der Trägerschaft der Caritas koordiniert, war YOUNIWORTH eine wertvolle Bereicherung ihrer Arbeit. „Für mich hat sich die Ausstellung auf jeden Fall gelohnt, auch wenn der Planungsaufwand durch Corona sicher etwas größer war.“


Die Video-Interviews junger Menschen sind zentraler Bestandteil der Ausstellung.

YOUNIWORTH schlägt Bogen zum Respekt-Coaches-Programm

Für Doralisa Hlongwane passt das Thema der Ausstellung auch perfekt in ihre tägliche Arbeit im Programm JMD Respekt Coaches. „Die Ausstellung wirbt für einen respektvollen Umgang miteinander. Und das ist ja auch eine ganz zentrale Aufgabe des Programms.“ Dazu komme, dass die Beschäftigung mit YOUNIWORTH davor schützen könne, andere Menschen auszugrenzen. „Diskriminierung und das Ausschließen von Menschen kann zu einer Radikalisierung führen“, weiß die JMD-Mitarbeiterin. Und jeglichem Extremismus vorzubeugen sei auch ein ganz wesentliches Ziel des Programms JMD Respekt Coaches.

Mit der Peter-Paul-Cahensly-Schule, einer selbstständigen beruflichen Schule mit kaufmännischem Schwerpunkt, war eine Einrichtung Gastgeber für die Ausstellung, die sich auch sonst intensiv mit Themen wie Rassismus und Diskriminierung auseinandersetzt. So wurde die Schule als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und als „Grenzenlos-Schule“ für mit Freude gelebte Vielfalt und Internationalität ausgezeichnet.

Die Ausstellung YOUNIWORTH ist interaktiv aufgebaut und soll dazu anregen, miteinander über das Thema Migration ins Gespräch zu kommen. Oder wie es Doralisa Hlongwane zusammenfasst: „Das Ziel ist es, das Thema positiv in den Fokus zu rücken, die Menschen bekommen hier ein Gesicht und eine Stimme. Migration betrifft uns alle.“ Ganz konkret gibt es zum Beispiel ein Ratespiel, das die Herkunft vieler Alltagswörter enthüllt. Oder eine Selfie-Station, die dazu anregt, über das Miteinander nachzudenken. Auf Bildschirmen erzählen junge Menschen mit Migrationsgeschichte von sich und ihren Erfahrungen. Beim virtuellen Kofferpacken wird deutlich gemacht, vor welch schwierigen Entscheidungen Menschen stehen, wenn sie ihr Heimatland verlassen. Weitere Stationen machen die Ausstellung zu einem Erlebnis mit Aha-Effekt.

Auch 2022 wird die Ausstellung in zahlreichen Schulen und anderen Einrichtungen in ganz Deutschland zu sehen sein.

Mehr zur Ausstellung YOUNIWORTH

Mehr über den Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg (Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V.)

Text und Bilder: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

 

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