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469 Jugendmigrationsdienste in Deutschland

Seminar: „Antiziganismus im Netz – Erkennen, Monitoren, Melden“

10.05.2019 - 12.05.2019 Berlin

Thema und Hintergrund

Antiziganistische Hassrede ist in fast allen Online-Formaten und auf vielen Webseiten zu finden. Der Hass gegen Sinti und Roma, der in sozialen Medien, auf Webseiten und in Foren im Internet auftaucht, bedient sich dabei den tief verwurzelten und gesellschaftlich weit akzeptierten antiziganistischen Vorurteilen und Stereotypen.

Doch gegenwärtig gibt es keine angemessenen Monitoring-Strukturen für antiziganistische Hassrede im Netz und bei existierenden zivilgesellschaftlichen Projekten gegen Hass im Netz fehlt oft das Hintergrundwissen zu Antiziganismus, um Gegenstrategien zu entwickeln.

59 Prozent der rechtswidrigen Online-Beiträge stammen nicht aus einem rechtsextremen Umfeld, sondern aus der Mehrheitsgesellschaft – antiziganistische Aussagen sind sozusagen sozial akzeptiert.

Im Sommer 2018 führten jugendschutz.net, der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma und das Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma ein Recherche-Pilotprojekt durch, bei dem gemeinsam antiziganistische Hassinhalte recherchiert und analysiert wurden. Unter den mehreren tausend dokumentierten Inhalten konnte eine Vielzahl an diskriminierenden Stereotypen, Hassinhalten und Gesetzesverstößen identifiziert werden.

Ziele der Veranstaltung
Das Ziel des Seminars ist es, sich besser zu vernetzen und Gegenstrategien zu antiziganistischem Hass im Netz zu entwickeln. Gemeinsam mit Sinti und Roma Netz-Aktivisit*innen und zivilgesellschaftlichen Akteuren im Feld soll es Erfahrungsaustausch geben und Überlegungen zu konkreten Handlungsoptionen.

Für die weitere Planung bitte wir um verbindliche Anmeldung bis zum 24. April 2019 unter berlin@sintiundroma.de
Die Teilnahme ist kostenfrei, Hotel und Reisekosten können erstattet werden.

Weitere Informationen zum Programm finden Sie hier.