beraten - begleiten - bilden

465 Jugendmigrationsdienste in Deutschland

Politik im JMD Rhein-Sieg-Kreis rechtsrheinisch

Siegburg - Vor einigen Tagen fand ein Gespräch mit Frau Winkelmeier-Becker (MdB für den Rhein-Sieg-Kreis I) im Jugendmigrationsdienst (JMD) Rhein-Sieg-Kreis rechtsrheinisch in Siegburg statt. Beteiligte am Austausch waren Kathrin Friedrich von der Katholischen Jugendagentur Bonn gGmbH (Träger) sowie Annette Magiera, Leiterin des Jugendmigrationsdienstes und Michael Jastrzembski, pädagogischer Mitarbeiter vom JMD. Sie informierten Frau Winkelmeier-Becker zunächst über die vielfältigen Aufgaben und das Angebot des JMD. 

 

Abbildung mehrerer Personen

v.l.n.r. Kathrin Friedrich (Katholischen Jugendagentur Bonn gGmbH), Elisabeth Winkelmeier-Becker (MdB), Annette Magiera (Leiterin des JMD), Dr. Hedwig Nosbers (Dozentin BAMF Jugendkurs)  und Michael Jastrzembski (pädagogischer Mitarbeiter im JMD)

Die Jugendmigrationsdienste haben als Angebot der Jugendsozialarbeit in erster Linie die Aufgabe, junge Menschen (12-27 Jahre) mit Migrationshintergrund in ihrer sprachlichen, schulischen, beruflichen und sozialen Integration zu unterstützen.

Intensiv eingegangen wurde im Gespräch auf die herausfordernde Situation der nicht alphabetisierten Migrantinnen und Migranten im Kreis. Die Internationalen Förderklassen bieten keine Plätze für Jugendliche aus dieser Zielgruppe. Der Bedarf an einer Sprachförderung für diese Schülerinnen und Schüler wächst dadurch stetig.

Im Gesamten nimmt der Bedarf am Angebot des JMD deutlich zu. Immer mehr junge Menschen benötigen individuelle Beratungs- und Unterstützungsangebote beim Erlernen der deutschen Sprache sowie der Integration in Ausbildung, Arbeitsmarkt und kulturelles Leben. „Bei gleichbleibender Anzahl der Mitarbeiterstellen von 1,75 Vollzeitstellen für den gesamten rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreis haben wir im letzten Jahr 91 junge Menschen mehr beraten und begleitet, als im Jahr 2014. Durch die ansteigende Anzahl der Beratungsgespräche bleibt weniger Zeit, um die Klienten intensiv mit einem Case-Management Fall zu beraten und begleiten“, so Magiera.

Kathrin Friedrich unterstützt daher die Forderung der Bundestutoren für das JMD Programm, einer bedarfsgerechten Aufstockung für die JMD nachzugehen. Während die Personalstellen seit 2006 nahezu konstant geblieben sind, haben sich die Sprachkurse nahezu verdoppelt. Zudem benötigt die gut ausgebaute Netzwerkarbeit zunehmend Zeitressourcen.

 

Abbildung, die eine Lehrerin und drei Jugendlichen zeigt

Die CDU-Abgeordnete Frau Winkelmeier-Becker im Gespräch mit Teilnehmenden eines Integrationskurses

Im Anschluss an das Gespräch nutzte Frau Winkelmeier-Becker die Möglichkeit, einen jugendspezifischen BAMF Integrationskurs  in der Trägerschaft des Katholischen Bildungswerkes in Räumlichkeiten des JMDs zu besuchen, der in Kooperation mit dem Jugendmigrationsdienst durchgeführt wird. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedenster Nationen waren begeistert, dass sie eine Politikerin so nah erleben dürfen. Im Gespräch mit ihr äußerten die jungen Menschen ihre Berufswünsche: „Ich wünsche mir einen Ausbildungsplatz zum Zahntechniker“, so der 25-jähriger Mustafa Ahmad aus Siegburg, der vor über einem Jahr aus Syrien nach Deutschland geflüchtet ist. Doch nicht alle Wünsche lassen sich voraussichtlich zum Beginn des nächsten Jahres realisieren. Das Problem stellt der fehlende Übergang vom ersten Sprachkurs bis hin in die Ausbildung dar. Die Jugendlichen äußerten ihren Wunsch, über den Sprachkurs hinaus Angebote wahrnehmen zu können, die ihnen Orientierung in der Berufswelt bieten. An dieser Stelle fehlt jedoch das Geld fürs bedarfsgerechte Angebote und Kurse.

Weitere Informationen über den JMD in Siegburg unter:

Annette Magiera, Mobil: 0151-16154833 oder unter Email: annette.magiera@kja.de

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