RSS-Feed Jugendmigrationsdienste http://www.jmd-portal.de de_DE Jugendmigrationsdienste Wed, 13 Dec 2017 22:11:51 +0100 Wed, 13 Dec 2017 22:11:51 +0100 Aktuelles news-422 Fri, 01 Dec 2017 10:18:55 +0100 „Wir sind Jugend-Migrations-Dienst. Gemeinsam Schätze heben, jungen Menschen Chancen geben!“ /en/aktuell/detail/wir-sind-jugend-migrations-dienst-gemeinsam-schaetze-heben-jungen-menschen-chancen-geben/ Wenn rund 250 Kolleginnen und Kollegen aus den Jugendmigrationsdiensten (JMD) zusammentreffen, die im Berufsalltag mit ähnlichen Problemen kämpfen, ähnliche Erfolgserlebnisse feiern und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, gibt es viele Erfahrungen auszutauschen. „Wir sind Jugend-Migrations-Dienst.
Gemeinsam Schätze heben, jungen Menschen Chancen geben!“


Unter diesem Motto stand die Konferenz der Jugendmigrationsdienste am 29. und 30. November 2017 in Berlin.

 

Bildnachweis: Markus Hertzsch

Berlin, 30.11.2017  ­­– Wenn rund 250 Kolleginnen und Kollegen aus den Jugendmigrationsdiensten (JMD) zusammentreffen, die im Berufsalltag mit ähnlichen Problemen kämpfen, ähnliche Erfolgserlebnisse feiern und an einem gemeinsamen Ziel arbeiten, gibt es viele Erfahrungen auszutauschen.

Das Programm an den zwei Tagen war so facettenreich wie die JMD-Arbeit selbst. Am Mittwoch ging es vor allem um junge Menschen, am Donnerstag standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JMD im Vordergrund. Impuls-Vorträge, Fachforen und der Parlamentarische Abend: hier stellten sich Abgeordnete des Bundestages den Fragen der JMD-Beraterinnen und Berater.

Organisiert wurde die Konferenz der Jugendmigrationsdienste von den vier Bundestutoren/in Jochen Kramer (IB), Mirjam Olabi (AWO), José Torrejón (BAG KJS) und Walter Weissgärber (BAG EJSA), die sich für diese trägerübergreifende Tagung eingesetzt hatten.

 

Die vielen Facetten der Jugend
Die Bedingungen unter denen die Jugendmigrationsdienste arbeiten, haben sich in den letzten Jahrzehnten und auch in den letzten Jahren immer wieder stark verändert. Eine der letzten großen Veränderungen war die Öffnung der Arbeit für geflüchtete Jugendliche. Und weil die Anforderungen wachsen, soll auch das Budget angepasst werden. Denn letztlich lässt sich eine gute Beratung nur mit den nötigen Mitteln realisieren.

Weniger mit Geld, mehr mit Begrifflichkeiten und Analysen befasste sich Prof. Dr. Benno Hafeneger, emeritierter Professor der Philipps Universität Marburg. Er nahm sich der drei Begriffe an: Jugend-Migrations-Dienst. Er stellte dabei vor allem fest, dass kein Land der Welt sich wissenschaftlich so intensiv mit dem Begriff der Jugend auseinandersetzt, wie Deutschland. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendmigrationsdienste sieht Hafeneger vor allem als Repräsentanten einer Erwachsenengeneration, die ihre eigene Jugend immer ein wenig mitdenken müssen. Die Integrationsleistung der Kolleginnen und Kollegen bestehe also auch in der Integrationsleistung der eigenen Perspektive. Außerdem seien die größten Unterschiede zwischen Jugendlichen nicht die zwischen „zugereist“ und „einheimisch“, sondern die zwischen bestehenden oder nicht bestehenden Teilhabemöglichkeiten an der Gesellschaft. „Adoleszenz und Migration sind eine doppelte Transformationsleistung,“ resümierte Hafeneger. Bei beiden Übergängen nehmen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JMD eine sehr wichtige Rolle ein.

Willkommen im postmigrantischen Zeitalter
Esra Kücük aus der Direktion des Maxim Gorki Theaters untersuchte die „Identitätsentwicklung junger Menschen mit Migrationsgeschichte“. Sie führte eindrucksvoll durch Studien und Statistiken, um am Ende zu zeigen, dass die reine Macht der Zahlen nicht ausreicht, um bestehende Vorbehalte gegenüber Einwandernden zu durchbrechen und Anerkennung zu erreichen. Ziel muss nicht nur die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sein, sondern das Erreichen einer teilhabeorientierten Gesellschaftspolitik. Dazu leisten die JMD einen wichtigen Beitrag. 

Unter Parlamentariern
Um die Arbeit der JMD ging es auch in den Gesprächen beim Parlamentarischen Abend, der von Carmen Marks, Parlamentarische Staatssekretärin BMFSFJ, eröffnet wurde.  Bundestagsabgeordnete von CDU/CSU, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen waren der Einladung gefolgt und stellten sich den Fragen der JMD-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auf die Frage, wie die Politik die JMD-Arbeit unterstützen könne, meinte SPD-Abgeordneter Matthias Stein: „Es sollte mehr investiert werden. Feste Personalschlüssel können hier eine Lösung sein.” Insgesamt erlebt er die JMD-Arbeit als eine großartige Arbeit. „In meinem Wahlkreis treffe ich auf sehr engagierte Beraterinnen und Berater. Ich bin angetan von der Integrationsleistung. Man sollte die Erfolge mehr wahrnehmen und nicht nur den Fokus auf die Probleme legen.”

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Die Jugendmigrationsdienste (JMD)

Bundesweit begleiten die Mitarbeitenden der über 450 Jugendmigrationsdienste (JMD) junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren, bei ihrem Integrationsprozess in Deutschland. Individuelle Unterstützung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine intensive Vernetzung in Schule, Ausbildungsbetriebe und Freizeiteinrichtungen zählen zu den wesentlichen Aufgaben der Jugendmigrationsdienste. 

Das Programm Jugendmigrationsdienste wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). 

Links: 
JMD: www.jugendmigrationsdienste.de
JMD4YOU - Onlineberatung: www.jmd4you.de

Pressekontakt: 

Eva Maria Acir –  Servicebüro Jugendmigrationsdienste, acir@jugendmigrationsdienste.de  

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news-401 Fri, 24 Nov 2017 00:00:00 +0100 Konferenz der Jugendmigrationsdienste /en/aktuell/detail/konferenz-der-jugendmigrationsdienste/ Aktuelles Tagungsprogramm Vom 29. – 30.11.2017 findet im Hotel International Steglitz in Berlin die trägerübergreifende Konferenz der Jugendmigrationsdienste „Wir sind Jugend – Migrations – Dienst: Gemeinsam Schätze heben, jungen Menschen Chancengeben!“ statt. Die Veranstaltung steht allen Kolleginnen und Kollegen aus der täglichen Beratungsarbeit offen und ersetzt in diesem Jahr die Jahrestagungen der einzelnen Trägergruppen. Wir sind Jugend - Migrations – Dienst.
Gemeinsam Schätze heben, jungen Menschen Chancen geben!

Einladung

Programm
Parlamentarischer Abend

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Vom 29. – 30.11.2017 findet im Hotel International Steglitz in Berlin die trägerübergreifende Konferenz der Jugendmigrationsdienste „Wir sind Jugend – Migrations – Dienst: Gemeinsam Schätze heben, jungen Menschen Chancengeben!“ statt. Die Veranstaltung steht allen Kolleginnen und Kollegen aus der täglichen Beratungsarbeit offen und ersetzt in diesem Jahr die Jahrestagungen der einzelnen Trägergruppen.

Mit der trägerübergreifenden Konferenz wollen wir uns gemeinsam aktuellen Herausforderungen in der praktischen Arbeit stellen und das Bundesprogramm der Jugendmigrationsdienste weiterentwickeln. Seit 2015 verändert sich die Zielgruppenzusammensetzung unserer Arbeit in stärkerem Maße und zu Beginn dieses Jahres wurden die Beratungsdienste für alle geflüchteten jungen Menschen geöffnet.

Doch wir wollen unseren Blick auch auf die bisherige Zielgruppe richten. Auf der Konferenz werden wir uns daher insbesondere am ersten Tag gemeinsam der Frage stellen, welche Bedarfe junge Menschen in ihrer Identitätsentwicklung an sich selbst, an uns und an die Politik stellen und wie die Jugendmigrationsdienste sie in ihrer Entwicklung und ihrem Integrationsprozess unterstützen können.

Aufgrund der Veranstaltungsgröße sind die Teilnehmendenplätze begrenzt. Daher empfehlen wir, dass sich nicht mehr als eine Person pro Jugendmigrationsdienst anmeldet. Wenn Sie keine Übernachtungsmöglichkeit benötigen oder sich ein Zimmer teilen wollen, erhöht sich die Chance einer Teilnahme. Diese Angaben können Sie im Rahmen der Anmeldung tätigen.
Wir bitten Sie zur besseren organisatorischen Planung, bereits im Verlauf der Anmeldung eine Auswahl der Foren zu treffen. Eine ausführlichere Beschreibung der Foren finden Sie im Anhang.

Bitte melden Sie sich auf dem Webportal der Jugendmigrationsdienste unter
https://www.jugendmigrationsdienste.de/jmd-konferenz/bis zum 14.08.2017 zur Teilnahme an.

Eine Teilnahmebestätigung/Absage erhalten Sie spätestens Anfang Oktober.
Mit der Teilnahmebestätigung erhalten Sie auch die Bestätigung über die Foren sowie das aktuelle Programm.
Die Teilnahme an der Tagung ist für Sie kostenlos, Reisekosten rechnen Sie bitte über Ihre Einrichtung ab.

Mit der Anmeldung erklären Sie sich mit folgenden Punkten einverstanden:
- Auf der Veranstaltung wird fotografiert. Sie signalisieren selbstständig und frühzeitig, wenn Sie nicht fotografiert werden möchten.
- Bei Absage der Teilnahme der Veranstaltung ab 14 Tage vor Veranstaltungsbeginn werden Ihnen Stornierungskosten in Höhe von 100 € in Rechnung gestellt.

Wir freuen uns über Ihr Interesse und hoffen, Sie im November in Berlin begrüßen zu dürfen.

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news-418 Fri, 17 Nov 2017 12:10:52 +0100 Länderprofil Deutschland /en/aktuell/detail/laenderprofil-deutschland/ Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) gibt regelmäßig Länderprofile zu verschiedenen Themen heraus. Im aktuellen Länderprofil Deutschland werden die jüngsten Entwicklungen in die Migrations- und Asylpolitik der vergangenen Jahrzehnte eingeordnet, aber auch an die Entstehung des bundesdeutschen Asylrechts erinnert. Deutschland ist ein Einwanderungsland. Mehr als 22 Prozent der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Diese Realität anzuerkennen, hat bis in die 2000er Jahre gedauert. Nun ist die politische Debatte seit 2015 aufgrund der Aufnahmen von geflüchteten Menschen wieder in den Fokus getreten – reagiert wurde mit verschärften Gesetze zur Ausweisung und Abschottungspolitik an den EU-Außengrenzen.

Im aktuell erschienenen Länderprofil Deutschland der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) werden die jüngsten Entwicklungen in die Migrations- und Asylpolitik der vergangenen Jahrzehnte eingeordnet, aber auch an die Entstehung des bundesdeutschen Asylrechts erinnert. WissenschaftlerInnen des Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück haben die lesenswerte Analyse erstellt

Zum Länderprofil Deutschland 2017 (PDF)

 

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news-415 Thu, 02 Nov 2017 14:31:39 +0100 Von der Willkommenskultur zur Arbeitsintegration - JMD und Wirtschaftsjunioren gemeinsam in Köln /en/aktuell/detail/von-der-willkommenskultur-zur-arbeitsintegration-jmd-und-wirtschaftsjunioren-gemeinsam-in-koeln/ Anfang September fand im JMD Köln der Jugendagentur Köln gGmbH, gefördert über das Programm JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen, ein Bewerbungstraining mit den Wirtschaftsjunioren statt.

Am 07.09.2017 fand im JMD Köln der Jugendagentur Köln gGmbH, gefördert über JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen, ein Bewerbungstraining für junge Menschen mit Migrationshintergrund statt.

Im zeitlichen Rahmen der Bundeskonferenz der Wirtschaftsjunioren Deutschland vom 7.-9.9-2017 organisierten der Einrichtungsleiter Peter Scholz des JMD Köln und die Wirtschaftsjunioren aus Köln für 40 Jugendliche ein umfangreiches und interessantes Bewerbungstraining.

Frau Sandra Schorn von den Wirtschaftsjunioren Köln begrüßte dabei mit Herrn Scholz 10 weitere Wirtschaftsjunioren aus ganz Deutschland. Gemeinsam in Anwesenheit von Frau Werner vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eröffneten sie die sehr gut besuchte Veranstaltung.

Projektreferentin Stephanie Güntner von JUGEND STÄRKEN:1000 Chancen war schlichtweg begeistert. Mit einem Bewerbungs-Rollenspiel bereitete Sandra Schorn die Teilnehmenden auf die anschließenden Einzelgespräche vor. Dabei wurde von der Gruppe auf verbesserungswürdige Fehler eingegangen. Vor allem die eigene Körpersprache und ein selbstbewusstes Auftreten standen im Fokus.

„Dieses Bewerbungstraining wird den jungen Menschen helfen, einen guten Start ins Arbeitsleben zu finden. Die Bewerberinnen und Bewerber von heute sind die dringend benötigten Fachkräfte von morgen. Ich freue mich besonders, dass vor allem auch viele junge Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund angesprochen werden!“, sagte Elfi Scho-Antwerpes, erste Stellvertreterin der Oberbürgermeisterin Köln.


Direkt vom Profi aufs Papier

Wie beginnt man ein erfolgreiches Bewerbungsanschreiben? Was ist wichtig im Kontakt zum Unternehmen? Tipps, Hilfestellungen und ein Rollenspiel zeigten den Jugendlichen entscheidende Kenntnisse im persönlichen Berwerbungsgespräch. Mit einem sehr motivierten und zufriedenen Lächeln nahmen die Teilnehmenden anschließend auch das Angebot eines Bewerbungsfotoshootings an.

Infos und Tipps zum Bewerbungsverfahren erhalten die Jugendlichen aus dem JMD Köln von den Wirtschaftsjunioren

 

Im weiteren Verlauf setzten die Wirtschaftsjunioren in kleineren Gruppen die Bewerbungsgespräche individuell auf die Berufswünsche der Teilnehmenden fort. Dabei wurde durch die Unterstützung von Führungskräften aus Unternehmen der Wirtschaftsunion den Jugendlichen die Sicht eines Unternehmers verdeutlicht. Verbesserungen des Anschreibens, sowie zahlreiche weitere Tipps rund um die Bewerbung wurden gerne entgegen genommen.

Allen Teilnehmenden wünschen wir erfolgreiche Bewerbungen und gute Berufserfahrungen in Deutschland, um einen wichtigen Schritt für die Integration zu machen!

Diese Aktion fand in dieser großen Anzahl von Teilnehmern zum ersten Mal in Köln statt. Die schon seit Jahren sehr gute Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsjunioren wird auf jeden Fall in 2018 fortgesetzt.

Peter Scholz, Einrichtungsleitung JMD Köln, KJA Köln

 

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news-414 Fri, 20 Oct 2017 09:25:44 +0200 KOFA: Das Flüchtlingsprojekt. Eine Chronik. /en/aktuell/detail/kofa-das-fluechtlingsprojekt-eine-chronik/ Eine Geschichte von ehemaligen Ausbildern, die in die Lehrwerkstatt zurückkehren, um Flüchtlinge in die Metalltechnik einzuführen. Eine Geschichte von Männern aus krisengebeutelten Regionen, die Freundschaften und Träume aufgeben, um die Chance auf eine Ausbildung in Deutschland zu erhalten. Besuchen Sie die multimediale Langzeitdokumentation und erhalten Sie einen realistischen Einblick in ein Flüchtlingsprojekt des Märkischen Arbeitgeberverbandes.

Sie wollen wissen, was Unternehmen im Praktikum mit Flüchtlingen erleben? Sie tragen Personalverantwortung und wollen Praktikumsplätze für Geflüchtete anbieten?

Die KOFA-Langzeitdokumentation gibt realistische Einblicke – und zeigt Ihnen, worauf Sie bei der Integration achten sollten.

 

Mehr als 400.000 Unternehmen haben in den letzten drei Jahren Flüchtlinge beschäftigt. Am häufigsten arbeiteten sie im Rahmen eines Praktikums mit. Welche Erfahrung machen die Unternehmen in diesen Praxisphasen? Wie organisieren sie den Mehraufwand in ihrem Betrieb? Und was erleben Betreuer und Flüchtlinge während ihrer gemeinsamen Zeit? Das KOFA hat die Unternehmen Thyssenkrupp Bilstein und die Altenloh, Brinck & Co Gruppe bei einem Flüchtlingsprojekt des Märkischen Arbeitgeberverbandes begleitet. Erhalten Sie hier einen realistischen Einblick.

https://www.kofa.de/storytelling/fluechtlinge-im-praktikum

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news-413 Fri, 06 Oct 2017 09:05:24 +0200 Ein Tag Azubi am 22. November 2017 /en/aktuell/detail/ein-tag-azubi-am-22-november-2017/ Ein Tag Azubi ist ein bundesweiter Aktionstag der Wirtschaftsjunioren Deutschland, bei dem junge Menschen für einen Tag in Unternehmen eingeladen werden und ein Berufsfeld ausprobieren können.

Ein Tag Azubi ist ein bundesweiter Aktionstag der Wirtschaftsjunioren Deutschland, bei dem junge Menschen für einen Tag in Unternehmen eingeladen werden und ein Berufsfeld ausprobieren können. Der Aktionstag ist Teil des Gemeinschaftsprojekts JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen, das wir mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend umsetzen.

Das Ziel: Berufsperspektiven aufzeigen

Das Projekt richtet sich an junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen im Alter von 12 bis 26 Jahren. Mit Ein Tag Azubi bieten wir ihnen die Chance, Ausbildung hautnah zu erleben. So lernen sie den Arbeitsalltag kennen und entdecken eigene Perspektiven.

Das Motto: Ein Tag, der DIR gehört

Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer stehen bei Ein Tag Azubi im Mittelpunkt. Sie werden von Auszubildenden begleitet, die Fragen beantworten und ihren Aufgabenbereich zeigen. Das ermöglicht direkten Austausch auf Augenhöhe.

Beteiligung vor Ort

Das Projektbüro in der Bundesgeschäftsstelle der Wirtschaftsjunioren stellt die nötige Infrastruktur zur Verfügung und unterstützt die Kooperationspartner vor Ort bei der Umsetzung.  Der Aktionstag Ein Tag Azubi ermöglicht den lokalen Partnern aus Wirtschaft und Jugendsozialarbeit, eigene Ideen einzubringen und die Aktion, abhängig von den vorhandenen Ressourcen, selbstständig zu organisieren. Über das Wirtschaftsjunioren-Netzwerk hinaus sollen auch andere regionale Unternehmen eingebunden werden und jungen Menschen einen Schnuppertag als Azubi ermöglichen. Kooperationen mit weiteren regionalen Institutionen, die junge Menschen am Übergang Schule-Beruf unterstützen, können den Mehrwert für die Jugendlichen zusätzlich steigern.

Kooperationspartner lassen sich über "Kontakt vor Ort" finden.

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news-412 Fri, 29 Sep 2017 09:20:49 +0200 Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter /en/aktuell/detail/laendliche-raeume-als-orte-der-integration-junger-gefluechteter/ Eine Fachtagung für Fachkräfte in den Bereichen Jugend und Bildung, Verantwortliche aus der Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft am 29.11.2017 in Leipzig. Aktuell leben in Deutschland so viele geflüchtete junge Menschen in ländlichen Räumen wie nie zuvor. Die Diskussion um die Zukunft der ländlichen Räume wird daher vermehrt auch mit der Integration geflüchteter Kinder, Jugendlicher und junger Erwachsener verknüpft: Welche Bedingungen bieten die ländlichen Räume ihnen, um anzukommen und teilzuhaben? Wie ist es Landkreisen gelungen, jungen Geflüchteten Perspektiven zu eröffnen und sie zu halten? Bietet ihre Zuwanderung den ländlichen Räumen eine Antwort auf Herausforderungen wie den demografischen Wandel? Und welche kommunalen Veränderungsprozesse sind dazu erforderlich? Wir laden Sie herzlich ein, gemeinsam mit uns zu diskutieren:

4. Transferforum im Programm „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“
Ländliche Räume als Orte der Integration junger Geflüchteter
29. November 2017 in der Kongresshalle am Zoo, Leipzig

Im Zentrum der Veranstaltung stehen fünf Themen: dezentrales und gemeinschaftliches Wohnen, Vereine als Orte der Integration, die Ausübung des Islams, Wege in Ausbildung sowie gute Verwaltung. Zu jedem dieser Themen bieten wir Fachvorträge, stellen gute Beispiele vor und geben Ihnen Raum zum Erfahrungsaustausch.

Eröffnet wird die Veranstaltung mit einer Keynote von Oliver Junk, Oberbürgermeister der Stadt Goslar. Herr Junk sprach sich Ende 2014 für eine verstärkte Aufnahme von Geflüchteten in ländlichen Räumen aus und hob die positiven Auswirkungen für die Integration und die ländliche Demografie hervor. Beim Transferforum berichtet er, wie sich die Situation in Goslar seitdem entwickelt hat.

Das vollständige Programm sowie die Online-Anmeldung finden Sie unter:

https://www.willkommen-bei-freunden.de/aktuelles/termine/termin/laendliche-raeume-als-orte-der-integration-junger-gefluechteter/

Bitte melden Sie sich online bis zum 5. November 2017 an.

Das Transferforum findet im Rahmen von „Willkommen bei Freunden – Bündnisse für junge Flüchtlinge“, dem gemeinsamen Programm der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend statt. Ziel ist es, vor Ort Bündnisse aus engagierten Menschen der Kommunalverwaltung, freien Trägen und der Zivilgesellschaft zu stärken und neue zu etablieren.

Einladung

 

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news-411 Mon, 25 Sep 2017 10:09:06 +0200 Stark im Beruf /en/aktuell/detail/stark-im-beruf/ Mit dem ESF-Programm „Stark im Beruf“ setzt sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für bessere Chancen von Müttern mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt ein  

Das Programm „Stark im Beruf – Mütter mit Migrationshintergrund steigen ein“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zielt darauf ab, den Erwerbseinstieg für Mütter mit Migrationsgeschichte zu erleichtern und den Zugang zu vorhandenen Angeboten zur Arbeitsmarktintegration zu verbessern.

Mütter, die durch mehr als eine Kultur geprägt sind, sind in Deutschland deutlich seltener und in geringerem Stundenumfang erwerbstätig als Mütter ohne Zuwanderungsgeschichte. Die Daten zeigen aber, dass viele von ihnen sehr motiviert sind und über die notwendigen Qualifikationen verfügen, um eine Erwerbstätigkeit aufzunehmen. Bundesweit nehmen rund 80 Projekte an „Stark im Beruf“ teil, um diese Frauen auf ihrem Weg in die Erwerbstätigkeit aktiv zu begleiten und zu unterstützen.

„Stark im Beruf“ richtet sich auch an Mütter mit Fluchterfahrung. Die Heranführung von geflüchteten Frauen an den Arbeitsmarkt dauert meist länger und bindet mehr Ressourcen für individuelle Begleitung, Vermittlung und Unterstützung. 35 Projektstandorte bieten zusätzliche Angebote speziell für geflüchtete Mütter an. Sie erhalten für die Zusatzangebote 25.000 Euro pro Jahr in 2017 und 2018 zusätzlich zur Grundförderung. Insgesamt stehen für „Stark im Beruf – Flucht“ zusätzlich zwei Mio. Euro aus Bundesmitteln und ESF-Mitteln zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es unter http://www.starkimberuf.de/stark-im-beruf/ 

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news-410 Fri, 15 Sep 2017 09:20:17 +0200 Abschlusstagung "jmd2start" - Modellprojekt begleitet und berät junge Flüchtlinge /en/aktuell/detail/abschlusstagung-jmd2start-modellprojekt-begleitet-und-beraet-junge-fluechtlinge/ Für die erfolgreiche Arbeit mit jungen Geflüchteten braucht es besondere Kenntnisse und Netzwerkpartner. Das ist eine zentrale Erkenntnis aus dem Modellprojekt "jmd2start", das noch bis Ende des Jahres läuft.

Bei der Abschlusstagung des Projektes "jmd2start" stellten Projektmitarbeitende zentrale Erkenntnisse aus ihrer Arbeit mit jungen Geflüchteten vor

Am 13. September 2017 haben sich Netzwerkpartner und Fachpublikum zur Abschlusstagung des Modellprojekts "jmd2start - Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst" in Berlin getroffen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Um erfolgreich mir jungen Geflüchteten zu arbeiten, braucht es besondere Kenntnisse und Netzwerkpartner.

In sechs Fachforen diskutierten die Teilnehmenden unterschiedliche Aspekte des Projekts: vom Zugang zu Bildung und Arbeitsmarkt über Angebote für geflüchtete Frauen bis hin zur Begleitung minderjähriger Geflüchteter in der Jugendhilfe. Prof. Dr. Naika Foroutan von der Humboldt Universität erläuterte in ihrem Fachvortrag "Integration in Deutschland vor dem Hintergrund von Fluchtbewegungen und Migration" aktuelle Fragestellungen zur Entwicklung der Integration und der Akzeptanz Geflüchteter in Deutschland. Zudem wurden den fast 200 Tagungsteilnehmenden erfolgreiche Beispiele aus der praktischen Arbeit präsentiert.

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news-409 Wed, 23 Aug 2017 09:36:09 +0200 Neue Informationen zum Asylverfahren für Geflüchtete /en/aktuell/detail/neue-informationen-zum-asylverfahren-fuer-gefluechtete/ Um Schutzsuchende besser über den Ablauf des Asylverfahrens sowie ihre Rechte und Pflichten zu informieren, hat das BAMF in einer Vielzahl von Landessprachen unterschiedliche Informationsangebote entwickelt: Einen Film, eine Begleitbroschüre sowie ein Infoblatt.

Um Schutzsuchende besser über den Ablauf des Asylverfahrens sowie ihre Rechte und Pflichten zu informieren, hat das BAMF in einer Vielzahl von Landessprachen unterschiedliche Informationsangebote entwickelt: Einen Film, eine Begleitbroschüre sowie ein Infoblatt.

Animationsfilm: Rechte und Pflichten im Asylverfahren

Im animierten Film "Informationen zum Asylverfahren. Ihre Rechte und Pflichten" werden die fünf Etappen im Asylverfahren in einer gut verständlichen Bildsprache dargestellt. Bei jeder Etappe, "Ankunft & Registrierung", "Persönliche Antragstellung", "Dublin-Verfahren", "Persönliche Anhörung" und "Ausgang des Asylverfahrens" werden die Verfahrensvorgänge beschrieben und Antragstellenden erklärt, welche Pflichten, aber auch Rechte sie haben. Der Film ist untertitelt und in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch, Farsi und Albanisch verfügbar.

Begleitbroschüre zum Film

Die Broschüre, die bei der Antragstellung verteilt wird, dient als Begleitprodukt zum gleichnamigen Film "Informationen zum Asylverfahren. Ihre Rechte und Pflichten" und enthält zusätzlich eine persönliche "Checkliste" für die Antragstellenden. Aufgeführt sind die fünf zu durchlaufenden Verfahrensschritte, das bietet Geflüchteten jederzeit Übersicht und Orientierung. Die Broschüre ist momentan in den folgenden Sprachen – auch barrierefrei – verfügbar: Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch und Albanisch (Farsi wird gerade erstellt).

Infoblatt: Wichtige Informationen zum Anhörungstermin

Wichtige Informationen zum Anhörungstermin erhalten Antragstellende von nun an als Infoblatt in ihrer jeweiligen Herkunftssprache mit dem offiziellen Ladungsschreiben des BAMF. Das Infoblatt ist verfügbar in den Sprachen Deutsch, Französisch, Englisch, Arabisch, Farsi, Tigrinya, Albanisch, Türkisch und  Kurdisch (Kurmanci).

Alle Informationsmaterialien stehen zum Download zur Verfügung. www.bamf.de/inforefugees

Die Begleitbroschüre zum Film kann auch über den Warenkorb bestellt werden.

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news-408 Mon, 07 Aug 2017 09:15:40 +0200 Jugendmeile zum TdoT in Berlin /en/aktuell/detail/jugendmeile-zum-tdot-in-berlin/ Am letzten Augustwochenende (26./27. August 2017) lädt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Tag der offenen Tür – und ihr könnt dabei sein! An beiden Tagen gibt es zwischen 10 und 18 Uhr viele Aktionen und ein Bühnenprogramm.  

Am letzten Augustwochenende (26./27. August 2017) lädt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend zum Tag der offenen Tür – und ihr könnt dabei sein! An beiden Tagen gibt es zwischen 10 und 18 Uhr viele Aktionen und ein Bühnenprogramm.

Die Berliner Glinkastraße wird zwischen Tauben‐ und Jägerstraße zur JUGENDMEILE – mit Sport, Kultur und Aktionen für Jugendliche und junge Erwachsene.

Auf euch warten eine mobile Kletterwand, AirBrush‐ und Streetart‐ Workshops, Zirkus und Akrobatik, eine Fotoausstellung jugendlicher Flüchtlinge, ein Streetball‐Platz sowie eine mobile Slackline, eine Karaoke‐Maschine und natürlich eine Chill‐Out‐Zone. Außerdem könnt ihr eure Meinung bei Beteiligungsrunden loswerden, euch über die Jugendstrategie des Ministeriums, über Jugendfreiwilligendienste, U18‐Wahlen und den Girls‘‐ bzw. Boys‘ Day informieren sowie an Umfragen und dem einen oder anderen Quiz teilnehmen. Haltet Momente und Gedanken mit einem Foto und Graffiti fest!

Wer macht mit? Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder‐ und Jugendbildung gemeinsam mit CABUWAZI‐ Kinder‐ und Jugendzirkus Berlin ist ebenso dabei wie die Deutsche Sportjugend mit der Gesellschaft für Sport und Jugendsozialarbeit, die Jugendpresse Deutschland, die Koordinierungsstelle für U18 in Berlin, der Bund Deutscher Karnevaljugend, die Projekte „jugend.beteiligen.jetzt“ und „Werkstatt MitWirkung“ sowie „Jugend stärken im Quartier“ und „Street College“, die Koordinierungsstelle „Handeln für eine jugendgerechte Gesellschaft“ und natürlich das Jugendministerium.

Die Jugendmeile ist Teil des Tages der Offenen Tür des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weitere Informationen zur Jugendstrategie findet ihr auf www.jugendgerecht.de und bei Twitter über @jugendgerecht und #jugendgerecht. Informationen zum Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie zum Tag der offenen Tür 2017 gibt es auf www.bmfsfj.de, Facebook, Instagram und bei Twitter über @bmfsfj und #TdoT17.

 

Flyer

 

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news-407 Thu, 13 Jul 2017 16:56:38 +0200 Nach wie vor enormer Beratungsbedarf /en/aktuell/detail/nach-wie-vor-enormer-beratungsbedarf/ Vorintegration durch JMD-Onlineberatung, in Kooperation mit Goethe-Institut, jetzt auf Russisch Die JMD-Onlineberatung wächst: Neben der Beratung auf Deutsch und Türkisch können ab sofort auch junge Menschen aus russischsprachigen Ländern das Angebot nutzen PRESSEINFORMATION


Die Onlineberatung der Jugendmigrationsdienste (JMD) wächst: Neben der Beratung auf Deutsch und Türkisch können sich ab sofort auch junge Menschen aus russischsprachigen Ländern noch vor ihrer Einreise über das Leben in Deutschland informieren.

 


Die Jugendmigrationsdienste unterstützen jährlich über 100.000 jungen Menschen mit Migrationshintergrund. Das Projekt Vorintegration durch Onlineberatung wurde jetzt erweitert: ab sofort können sich junge Menschen auch in russischsprachigen Ländern vorab beraten lassen. Wichtige Infos finden sie unter www.jmd4you.de oder putjwgermaniju.org.
Foto © Servicebüro Jugendmigrationsdienste

 

19.07.2017, Bonn  – Viele Fragen stellen sich, wenn man sein Herkunftsland verlassen und nach Deutschland einreisen möchte. Was muss ich bei der Einreise beachten? Worauf sollte ich mich vorbereiten? An wen kann ich mich wenden, wenn ich Hilfe brauche? Diese Fragen und viele mehr beantwortet die Onlineberatung der Jugendmigrationsdienste (JMD4YOU). Das Besondere: Als erstes und einziges Beratungsangebot im Internet bietet sie schon VOR der Einreise gezielt Antworten für junge Menschen, die nach Deutschland migrieren möchten. Neben der erfolgreichen Onlineberatung der Jugendmigrationsdienste auf Deutsch und Türkisch, wurde das Projekt nun um ein russischsprachiges erweitert. Unter http://putjwgermaniju.org (übersetzt: „Der Weg nach Deutschland“) beantworten Online-Beraterinnen und Online-Berater aus den Jugendmigrationsdiensten Fragen zum Leben in Deutschland.

Die Beratung wendet sich gezielt an junge, russischsprachige Menschen zwischen 17 und 27 Jahren, die nach Deutschland auswandern wollen. Sie erfahren von dem Beratungsangebot durch das Goethe Institut, welches zumeist erste Anlaufstelle für ihre Ausreise dient.
 
„Eine der größten Zuwanderungsgruppen aus Nicht-EU-Staaten sind junge Menschen aus russischsprachigen Ländern. Insbesondere im Bereich des Ehegattennachzugs besteht hier ein erheblicher Beratungsbedarf. Wir bieten Orientierung und frühzeitige Begleitung im Migrationsprozess. Damit erleichtern wir die Integration der jungen Menschen“, erklärt Projektleiter Özcan Ülger.

Die anonyme und kostenfreie Beratung ist für die Neuzuwandernden ein wichtiger Beitrag, um möglichst vorbereitet und mit realistischen Vorstellungen in Deutschland anzukommen. „Falsche Hoffnungen und Idealisierung führen oft zu Krisen und erschweren den Integrationsprozess. Mit der vorintegrativen JMD-Onlineberatung haben wir eine Möglichkeit geschaffen, sich im geschützten Rahmen und im persönlichen Kontakt zu russischsprachigen Online-Beraterinnen und Online-Beratern über ein Leben in Deutschland zu informieren“, erklärt Ülger.

Die virtuelle Beratungsstelle http://putjwgermaniju.org wird gefördert vom europäischen Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).


 

Das aktuelle Logo der russischen Vorintegrations-Onlinberatung

 

 

Die Jugendmigrationsdienste (JMD)

Bundesweit begleiten die Mitarbeitenden der über 450 Jugendmigrationsdienste (JMD) junge Menschen mit Migrationshintergrund zwischen 12 und 27 Jahren, bei ihrem Integrationsprozess in Deutschland. Individuelle Unterstützung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine intensive Vernetzung in Schule, Ausbildungsbetriebe und Freizeiteinrichtungen zählen zu den wesentlichen Aufgaben der Jugendmigrationsdienste. Die Onlineberatung ist ein zusätzliches Angebot der Jugendmigrationsdienste.

Das Programm Jugendmigrationsdienste wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ).

 

Links:

JMD: www.jugendmigrationsdienste.de 

JMD4YOU: www.jmd-onlineberatung.de

 

Pressekontakt:

Eva Maria Acir –  Servicebüro Jugendmigrationsdienste –  acir@jugendmigrationsdienste.de –  0228 95968-24

 

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news-405 Tue, 11 Jul 2017 14:15:31 +0200 Fühlt sich wie sterben an /en/aktuell/detail/fuehlt-sich-wie-sterben-an/ Ein Bericht zum beeindruckenden Musical "Zwischen den Welten – Zerrissen" mit Jugendlichen aus dem JMD Köln (IB). Geflüchtete und Einheimische haben das Stück gemeinsam erarbeitet. Die Premiere war am 10. Juli 2017 in der Kölner Essigfabrik. "Zwischen den Welten – Zerrissen"
Ein Musical mit Jugendlichen aus dem JMD Köln (IB)

Samira war als Kind ein Wirbelwind. Sei wie du bist, betonte ihre Mutter stets.

 
Die kleine Samira will "Kosmonistin" werden, aus purer Neugier und Tatendrang. Im All fliegen, die Welt erkunden und was man sonst noch so als Kosmonistin zu tun hat. „Ich verstehe, dass du dir dann Sorgen machst, das brauchst du nicht, Mama!“ Gemeint hatte die Mutter eigentlich, Samira soll ja keine Kommunistin werden. Immer zu sich stehen, man selbst sein und seinen eigenen Werten treu bleiben. Dabei wäre es manchmal doch einfacher, sich anzupassen, nicht anzuecken und in Frieden zu leben, oder?


Wie viele Jugendliche in ihrem Alter, ist Samira eine energische, wissbegierige und rebellische junge Frau. Musik, Tanzen, Freunde – Spaß haben, das Leben genießen. Auf dem Weg zum Erwachsenwerden hinterfragt sie vieles, was ihr vorgelebt wird. Genervt von Regeln und im regelmäßigen Streit mit ihrer Religionslehrerin, versucht sie ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. „Ich kann da so schlecht aus meiner Haut!“ erklärt sie. In welchem Land Samira lebt, wissen wir nicht. Denn das ist nicht wichtig. Klar ist nur, es gibt Anschläge, Krieg und ihre rebellische Phase bringt sie immer wieder in Gefahr.

Bitte schickt mich nicht weg

Die Mutter, die stets betonte, zu sich selbst zu stehen, ist nun im Zweifel. Sich treu bleiben und Gefahr laufen, verhaftet zu werden oder sich anpassen und nicht mehr man selbst sein? Hätte sie ihrer Tochter mehr von dem einen, weniger von dem anderen beibringen müssen?
Es ist klar, Samira soll in Sicherheit sein. Sie soll sich entfalten können: „Steh zu dir selbst, das kannst du dort viel besser!“ Dort! Dort ist Deutschland. Ohne Krieg. Ohne Sittenwache. Ohne was? Ohne Eltern, Freunde, Heimat. Die Tochter wehrt sich, doch es ist schon zu spät. Ihr soll es mal bessergehen.

„Ich sehe sie noch, ich kann sie noch aufhalten“, weint der Vater. Zerrissen zwischen Liebe und Sorge. Für eine Flucht der ganzen Familie reicht das Geld nicht aus. Also Kind wegschicken oder bleiben lassen? Welche Gefahr ist größer? Sind wir gute Eltern?

Es fühlt sich wie sterben an,
wenn du gehst.
Fühlt sich wie sterben an,
alles zu spät.
Es fühlt sich wie sterben an,
wenn du fehlst.
Bitte bleib hier.

(Glashaus)

 

Im neuen Zuhause hat Samira ein eigenes Zimmer mit Bett und Schreibtisch. „Viel hast du ja nicht mitgebracht“, sagt die Vermieterin zur Begrüßung.

 
Die Straßenschilder sind auf Deutsch. Die Welt steht Kopf. Samira stößt auf neue Regeln, ist zu laut, entspricht nicht den Erwartungen ihrer Gastfamilie. Ist sie nicht ein Opfer des Krieges? Warum benimmt sie sich so und nicht so? Hat sie eigene Vorstellungen vom Leben?

Mit Eintritt in das neue Leben, ohne Eltern, verabschiedet sich die junge Frau von ihrem inneren Kind. Sie wird reifer, vorsichtiger. Dennoch im neuen Zuhause ein Störenfried, bei neuen Freunden die Fremde aus dem Land mit spannenden Geschichten aus einer anderen Welt. „Erzähl doch mal!“ Nein, bricht es aus ihr raus. Ich bin mehr als das! Laut, laut, laut soll die Musik sein. Tanzen, vergessen. Doch es ist nicht leicht, zu feiern, wenn zeitgleich Bomben auf den Straßen in der Heimatstadt explodieren.

Mein Mädchen, es ist alles in Ordnung

Darf ich hier in Sicherheit leben? Bin ich undankbar, wenn ich hier nicht glücklich bin? Bin ich eine schlechte Tochter, dass ich meine Eltern allein lasse? Die Telefonate in die Heimat beginnen mit Lügen und enden mit Lügen. Bitte mach dir keine Sorgen. „Ja, Papa, mir geht es gut.“ „Mein Mädchen, hier ist alles in Ordnung. Du weißt ja, die Medien übertreiben bei den Anschlägen. Es ist alles schon viel ruhiger geworden.“

Das Leben geht weiter. Freunde treffen, rumhängen, quatschen, Spaß machen, Videos gucken. Kurze Momente vom alltäglichen Jung sein. Die erste Liebe, der erste Liebeskummer. Einsamkeit und Trauer, welch Jugendliche kennen das nicht?

Dann die Nachricht: Mama hat es nicht geschafft.
Die nächste Flucht, lauf, lauf, schnell, zurück zu Papa. Ich will nur bei euch sein. Warum hast du es mir nicht früher gesagt?


Und die Welt dreht sich weiter
und dass sie sich weiter dreht
ist für mich nicht zu begreifen,
merkt sie nicht,
dass einer fehlt?
Haltet die Welt an,
es fehlt ein Stück.
Haltet die Welt an,
sie soll stehen.

(Glashaus)


Alles gleich und alles anders. Es passt nicht mehr zu Hause. Mama fehlt, Papa trauert.
Sie ist europäisiert, lästern die anderen. Das kannst du hier nicht machen, fordert die Freundin. Warum bist du zurückgekommen, du hältst dich nicht an die Regeln. Hier läuft es anders als in Deutschland. So bist du keine Unterstützung, schreit der Vater. Ich will doch nur ich sein!

Der Freund aus Kindertagen hat ein Bein verloren. „Du warst im Krieg?“ Ja, ein Mann muss doch für sein Land kämpfen. Nein! Mut ist, wenn man ehrlich zu sich ist. Seine eigenen Werte verteidigt, nicht die irgendeines Regimes. Zu sich selbst steht und für sich eintritt.
Doch..., wer bin ich überhaupt?

Samira ist eine starke junge Frau, die zwischen Krieg, Flucht und Erwachsenwerden hin- und hergerissen ist.

 

„Zwischen den Welten – Zerrissen“ – das beeindruckende Musical von music4everybody e.V. in Kooperation mit dem JMD Köln (IB)

11.07.2017, Köln - Gestern feierte ein erstaunliches Schauspiel Premiere in der Kölner Veranstaltungshalle Essigfabrik. Jugendliche Geflüchtete und gleichaltrige Einheimische standen gemeinsam auf der Bühne. Sie sangen (u.a. Stücke von Glashaus), tanzten, schauspielerten und zeigten dem Publikum ein selbst erarbeitetes Stück. Mit lautem Beifall starteten die insgesamt 35 jungen Künstlerinnen und Künstler ein bewegendes Musical mit autobiographischen Zügen. Hier haben uns junge, mutige Menschen auf eine emotionale Reise mitgenommen. Der Titel „Zerrissen“ passt dabei auf vielen Ebenen. Nicht nur die junge Samira fühlt sich hin- und hergerissen. Auch die Eltern entscheiden stets auf einer wackeligen Basis. Schnell kann der Boden unter den Füßen wegreißen. Und selbst das Publikum ist „zerrissen“ zwischen Trauer, Mitleid, Freude und Erstaunen. Man will mittanzen, mitsingen, die Energie der Jugendlichen zieht einen an. Doch die Leichtigkeit ist nur für einen Moment, unbeschwert ist niemand da oben in der Geschichte auf der Bühne. Man wünscht sich ein fröhliches Ende und weiß doch, dass das kaum mehr möglich ist.

Mit einem großen Einfühlungsvermögen haben die Jugendlichen und mit Ihnen die Dozenten, Projektleiter und Kooperationspartner ein unvergleichliches Musical dargeboten. Standing Ovations und ein Publikum, dass mitgelacht, mitgeweint und mitgehofft hat, bleibt nachdenklich zurück, zerrissen zwischen Respekt vor dem Mut und der Trauer über diesen.

Kooperationspartner von music4everybody e.V. und  dem JMD Köln/JMD2Start (IB ) sind:

  • die Jugendlichen und Werkanleiter der Jugendwerkstatt Köln Nippes, die zusammen mit den Projektteilnehmer*innen  das grandiose Bühnenbild gebaut haben
  • das Jugendzentrum der Jugendzentrums gGmbH JugZ  in Köln Gremberg, wo geprobt wurde
  • die Bonner Entertainment GmbH Out4Fame, die das Projekt filmisch begleitet
  • die Kölner moStar Promotion GmbH mit ihrer Kultur-und Kreativwirtschaft, die die Aufführungshalle in Köln zur Verfügung stellte

Weitere Informationen zum Projekt. Der nächste Auftritt findet am 13. Juli im Schauspielhaus Düsseldorf statt.

Weitere Informationen zum JMD Köln (IB)

 

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news-403 Mon, 10 Jul 2017 11:35:00 +0200 „Mit Sicherheit gut ankommen“ – Eine Schiffsausstellung zu Flucht und Migration /en/aktuell/detail/mit-sicherheit-gut-ankommen-eine-schiffsausstellung-zu-flucht-und-migration/ Das sozial-kulturelle Schiffsprojekt von „OUTLAW.die Stiftung“ zeigt ab Ende Juli eine Ausstellung des Künstlers Jens Galschiøt, um auf die Situation von Flüchtenden vor, während und nach der Flucht aufmerksam zu machen. Das Schiff reist entlang der Nordseeküste und über verschiedene Flüsse und Kanäle in Deutschland. Termine der Ausstellung auf dem Schiff:

Knapp drei Monate lang werden zwei Schiffe an der Nordseeküste entlang und über verschiedene Flüsse und Kanäle, Hafenstädte in Deutschland anfahren, um auf die Situation von Flüchtenden vor, während und nach der Flucht aufmerksam zu machen.

An den Stationen können sich lokale Organisationen und Einrichtungen bei Aktionstagen präsentieren und gemeinsam mit Besucherinnen und Besuchern das Thema Flucht und Migration diskutieren. Das Projekt wurde initiiert von der Stiftung „OUTLAW.die Stiftung“, die das Thema Kinderrechte in den Fokus nimmt.

Die Reise startet Mitte Juli mit der M/S Anton in Dänemark, von wo aus es über fünf Stationen an der deutschen Nordseeküste entlang bis nach Papenburg gehen soll. Mit an Bord 70 Skulpturen des dänischen Künstlers Jens Galschiøt, die auf dem Schiff als Gesamtkunstwerk installiert sind. Die Kupferfiguren zeigen Männer und Frauen, junge und alte Menschen, Kinder und Familien. Insgesamt vier Ethnien spiegeln sich in den Skulpturen wider und zeigen auf, dass Flucht nicht nur ein territorial begrenztes Thema ist. In Papenburg wechseln die Kupferfiguren auf die kleinere und daher binnenschifffahrtstaugliche Al-hadj Djumaa über, mit der dann die weiteren Stationen angefahren werden.

An den Stationen erwartet die Besucherinnen und Besucher ein vielfältiges Rahmenprogramm. Auf dem Schiff können die Skulpturen betrachtet und Informationen über sie und den Künstler Jens Galschiøt sowie über Flucht und Fluchtrouten eingeholt werden. In einer Jurte am Ufer wird eine Wanderausstellung zum Thema Migration präsentiert. Lokale Einrichtungen greifen zusätzlich an eigenen Ständen das Thema auf. Das Programm wird abgerundet durch künstlerische Darstellungen und kurze Ansprachen, die auf einer kleinen Bühne in der Jurte stattfinden.

„OUTLAW.die Stiftung“ fördert und unterstützt Kinder, Jugendliche und Familien in ihren Rechten auf Entwicklung, Bildung und Teilhab.

Weitere Informationen zum Schiffsprojekt finden Sie hier.

Den Blog gibt es unter msgan.de

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news-400 Mon, 03 Jul 2017 09:50:25 +0200 Integration und Prävention /en/aktuell/detail/integration-und-praevention/ … unter diesem Titel des 22. Deutschen Präventionstags präsentierten sich die Jugendmigrationsdienste (JMD) vergangene Woche mit ihren Angeboten in Hannover.  … unter diesem Titel des 22. Deutschen Präventionstags präsentierten sich die Jugendmigrationsdienste (JMD) vergangene Woche mit ihren Angeboten in Hannover.

 

Auf dem Foto (v.l.n.r.): Herbert Neumann (JMD Rotenburg), Carsten Schlüter (JMD Walsrode), Tabea Böttger (JMD Hannover), Jürgen Hermann (Servicebüro JMD Bonn) und Christian Remark (Landeskoordination KJS) am Stand der Jugendmigrationsdienste

 

Auf dem größten europäischen Kongress zum Thema Prävention waren Organisationen aus verschiedenen Fachrichtungen vertreten. Und so fanden sich die Expertinnen und Experten der Jugendmigrationsdienste zwischen dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) und der Polizei-Beratung verortet. Ein aktuelles Spannungsfeld zwischen Jugend-, Integrations- und Präventionsarbeit.

Diskutiert wurde insbesondere, wie präventive Maßnahmen die Integration erleichtern können. Jugendliche rechtzeitig zu erreichen und mit Ihnen gemeinsam ein Teil ihres Lebensweges zu gestalten, ist alltägliche JMD-Arbeit. Hier beginnt die Prävention schon im Kleinen, wenn Fragen beantwortet und Unterstützungsmöglichkeiten gefunden werden.

Neben der Vorstellung der JMD-Beratungsarbeit wurde auch die Wanderausstellung „anders? – cool!“ gezeigt. Besucherinnen und Besucher konnten hier einen Einblick in die Lebenswelt junger Menschen mit Migrationshintergrund gewinnen. Gezeigt wurden außerdem Filme aus den Projekten „JMD2START – Beratung für Flüchtlinge“ und „JMD4YOU – Onlineberatung der Jugendmigrationsdienste“.

 

 Die Ausstellung der Jugendmigrationsdienste zeigte Filme und Portraits von jungen Menschen mit Migrationshintergrund.

 

Insgesamt war es ein erfolgreicher Messebesuch der Jugendmigrationsdienste und auch für die JMD-Beraterinnen und –Berater ist es immer wieder interessant und wie Herbert Neumann, JMD Rotenburg betont: „beeindruckend, was es an verwirklichten Ideen, an Projekten, an Hilfen so alles gibt.“



 

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news-399 Tue, 27 Jun 2017 10:53:40 +0200 Mein NRW - politisch /en/aktuell/detail/mein-nrw-politisch/ Einblicke in die Politik Deutschlands mit dem JMD Gelsenkirchen und jungen Geflüchteten. Das Projekt "Mein NRW - politisch" ermöglichte jungen Menschen eine intensive Auseinandersetzung mit Themen wie Förderalismus, Demokratie und Sozialstruktur. Zum erfolgreichen Abschluss konnte der Landtag in Düsseldorf besucht werden. Pressemitteilung

 

 

Der JMD Gelsenkirchen mit einer Gruppe von jungen Geflüchteten zu Besuch im Landtag Düsseldorf

 

Gelsenkirchen, 27.06.2017 Der Jugendmigrationsdienst (JMD) Gelsenkirchen, eine Einrichtung der Jugendhilfe des Diakoniewerks Gelsenkirchen und Wattenscheid e.V., berät seit über 19 Jahren junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren in allen Fragen der sprachlichen, schulischen, beruflichen und gesellschaftlichen Integration. Neben diesen Aufgaben ist der JMD bemüht Gruppenangebote ins Leben zu rufen, um die soziale und gesellschaftliche Teilhalbe zu fördern.

So startete das JMD-Team im April 2017 mit einer Gruppe von 7 jungen geflüchteten Menschen das Projekt "Mein NRW- politisch". Vor dem Hintergrund der baldigen Landtagswahlen am 14.05.2017, war dies die beste Gelegenheit den jungen Menschen einen Einblick in das politische System Deutschlands zu verschaffen. Hierfür trafen sich die Jugendlichen einmal wöchentlich in den Räumlichkeiten des Jugendmigrationsdienstes in der Pastoratstraße 6. Begleitet wurde das Projekt von Grazyna Proft, Meryem Üstebay, Anna Dschaak und Tugba Adanur. Dort bildeten sich Gruppen, die zu verschiedenen Themen wie Föderalismus, Parteien, Parlamentarismus, die Verfassung, der Bundestag, Land NRW Demografie und Sozialstruktur eigenständige Recherche betrieben und die Ergebnisse am Ende im Rahmen einer Präsentation vorstellten. Darüber hinaus informierten sich die jungen Menschen über den Landtagsabgeordneten Herrn Markus Töns.

Am 27.04.2017 krönte ein Besuch des Landtags in Düsseldorf das anstehende Projektende. Der SPD Landtagsabgeordnete Herr Töns empfing die Gruppe in den Räumlichkeiten des Landtags. Mit seiner sehr offenen, einladenden, sympathischen und kommunikativen Art und Weise lockerte Markus Töns das Gespräch schon zu Beginn auf. Dadurch war die Nervosität schnell verstrichen und die Jugendlichen konnten in einen regen Austausch einsteigen und die Chance nutzen, Fragen an den Politiker zu stellen. Das Interesse der Teilnehmer war sehr groß. Am Ende des Gesprächs bekam die Gruppe eine Führung durch den Landtag von Herrn Hertz, dem Mitarbeiter des Herrn Töns. Von den Eindrücken im Plenarsaal und dem Pressekonferenzraum waren die jungen Menschen sehr positiv beeindruckt.

 

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news-397 Wed, 14 Jun 2017 11:16:16 +0200 Der JMD im Kreis Soest gewinnt den Integrationspreis 2017 mit seinem Projekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ /en/aktuell/detail/der-jmd-im-kreis-soest-gewinnt-den-integrationspreis-2017-mit-seinem-projekt-fluechtlingen-ein-gesic/ Die Gruppe „Migranten mischen mit“ (MMM) vom Jugendmigrationsdienst AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest hat das Projekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ initiiert. Integrationspreis 2017 vergeben

AWO-Projekt  „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ gewinnt

Berlin/Hamburg, 14. Juni 2017. Unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zeichnet der „Integrationspreis 2017" hervorragende Projekte aus, die dazu beitragen, in Wohnquartieren lebendige Nachbarschaften zu erhalten, Ausgrenzung zu vermeiden und Integration zu unterstützen. Das Bundesbauministerium (BMUB) unterstützt den Wettbewerb. Der parlamentarische Staatssekretär im BMUB Florian Pronold zeichnete gemeinsam mit den auslobenden Verbänden die Preisträgerinnen und Preisträger für ihr umfassendes Engagement aus. „Wir ehren heute herausragende Projekte, die den Gedanken der Integration in den Wohnquartieren und Nachbarschaften beispielhaft umgesetzt haben. Ihr Engagement in ihren Nachbarschaften für die Gesellschaft ist vorbildlich. Wir gratulieren Ihnen ganz herzlich und wünschen Ihnen alles Gute für ihre weitere Arbeit", erklärte Pronold anlässlich der Preisverleihung.

Brigitte Döcker, Vorstandsmitglied des AWO Bundesverbandes und Vertreterin von einem der fünf auslobenden Verbände, ergänzt diese Einschätzung: „Die vielfältigen Herausforderungen erfordern mehr denn je engagierte und lebendige Quartiere. In einer Nachbarschaft geht es nicht darum, woher man kommt, sondern wofür und wie man sich einsetzt. Jeder kann und soll sich einbringen – das bedeutet erfolgreiche Integration für die AWO. Die preisgekrönten Projekte des Integrationspreises 2017  zeigen beispielhaft wie es aktiv, lebendig und kooperativ gelingen kann, zugewanderte Menschen und ihre Familien mitzunehmen und einzubinden. Und das macht eine gute Quartiersarbeit aus“.

Das AWO-Projekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ gewinnt den Preis in der Kategorie „Nachbarschaften“. Die Gruppe „Migranten mischen mit“ (MMM) vom Jugendmigrationsdienst AWO Unterbezirk Hochsauerland/Soest  hat  das Projekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ initiiert. In dem Projekt wurden 23 seit September 2015 angekommene junge Geflüchtete von einheimischen Jugendlichen in Interviews zu ihren Erlebnissen und Eindrücken rund um ihre Flucht und ihr Ankommen in Deutschland befragt. So lernten sich die Jugendlichen kennen.

Eine 11-köpfige Fachjury hat unter dem Vorsitz des ZDF-Fernsehmoderators Mitri Sirin aus dem großen Feld der qualitätsvollen Bewerbungen die besten Projekte ausgewählt. Zwei von ihnen wurden am 13. Juni in Hamburg mit dem Integrationspreis in den Kategorien "Nachbarschaften" und "Netzwerke" prämiert. Insgesamt hatten es 12 Projekte auf die Nominierungsliste geschafft.

Der Preis in der Kategorie „Nachbarschaften“ ging an das Projekt „Flüchtlingen ein Gesicht geben“ des Jugendmigrationsdienstes Lippe des AWO Unterbezirks Hochsauerland/ Soest. Der Preis in der Kategorie „Netzwerke“ ging an die Rheinsberger Wohnungsgesellschaft mbH mit ihrem Projekt „Zusammenleben mit neuen Nachbarn in Rheinsberg“.

Der Wettbewerb ist eine Gemeinschaftsinitiative des Bundesverbandes der Arbeiterwohlfahrt (AWO), des Deutschen Städtetages, des GdW Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, des Deutschen Mieterbundes und des vhw –Bundesverbandes für Wohnen und Stadtentwicklung. Er wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) unterstützt.

 

Weitere Infos auch zum AWO-Gewinnerprojekt.

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news-394 Mon, 22 May 2017 11:33:20 +0200 "Alle Kids sind VIPs" - Jugendintegrationswettbewerb /en/aktuell/detail/alle-kids-sind-vips-jugendintegrationswettbewerb/ Ein weiteres Mal ist die Bertelsmann Stiftung auf der Suche nach Integrationsprojekten, die sich für ein faires Miteinander in kultureller Vielfalt einsetzen.

 

 

Ein weiteres Mal ist die Bertelsmann Stiftung auf der Suche nach Integrationsprojekten, die maßgeblich von Jugendlichen im Alter von 11 bis 21 Jahren initiiert worden sind und sich für ein faires Miteinander in kultureller Vielfalt einsetzen. Das Engagement der Teilnehmer wird mit einer Auszeichnung der innovativsten Jugendprojekte gewürdigt, die den sozialen und interkulturellen Zusammenhalt stärken. Stars wie Gerald Asamoah, Culcha Candela, Bülent Ceylan, FanatiX, Maite Kelly und Rebecca Mir unterstützen den Wettbewerb aktiv als prominente Botschafter.

 

Vom 01. Mai bis 28. September 2017 (23:59 Uhr) ruft Alle Kids sind VIPs daher alle Jugendlichen auf, sich mit ihrem Projekt für ein faires Miteinander in kultureller Vielfalt auf www.allekidssindvips.de/aksv zu bewerben. Neben einem Publikumsliebling, der online via Voting gewählt wird, werden fünf weitere Gewinner von einer unabhängigen Jury ermittelt.

Zu gewinnen gibt es:

  • Die Teilnahme inklusive Fahrt nach Berlin zur PreisverleihungEinen Botschafterbesuch
  • Einen professionellen Workshop
  • Die Teilnahme an der Kids-Jury in der kommenden „Alle Kids sind VIPs“-Runde
  • Früh dabei sein für den Publikumspreis!

Die eingereichten Projekte werden von einer Expertenjury gesichtet. Anschließend wählt die „Kids-Jury“, die aus Teilnehmern der Gewinnerprojekte der letzten Runde besteht, die fünf Gewinner aus. Während der Bewerbungsphase können die Besucher der Website außerdem für die eingereichten Projekte online via Facebook oder E-Mail abstimmen und so einen „Publikumsliebling“ als zusätzliches Gewinnerprojekt auswählen. Je früher Sie sich also anmelden, desto länger stehen Sie zur Wahl.

Weitere Informationen gibt es unter www.allekidsvips.de.

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news-393 Wed, 03 May 2017 08:53:13 +0200 Transfercamp #SogehtVielfalt am 21.6. in Köln /en/aktuell/detail/transfercamp-sogehtvielfalt-am-216-in-koeln/ Lokale Praxisprojekte bauen Brücken zwischen den Lebenswelten junger Menschen im Stadtviertel oder in der Gemeinde. Sie tragen zur Gestaltung von Vielfalt vor Ort bei. Das Programm »Werkstatt Vielfalt« fördert solche Projekte und ermöglicht auch den Transfer bewährter Projektideen an neue Orte. Lokale Praxisprojekte bauen Brücken zwischen den Lebenswelten junger Menschen im Stadtviertel oder in der Gemeinde. Sie tragen zur Gestaltung von Vielfalt vor Ort bei. Das Programm »Werkstatt Vielfalt« fördert solche Projekte und ermöglicht auch den Transfer bewährter Projektideen an neue Orte.

Das Transfercamp #SogehtVielfalt am 21. Juni 2017 in Köln bietet Gelegenheit, um über Vielfalt im Stadtteil und den Transfer guter Projektideen ins Gespräch zu kommen.

Das Transfercamp steht allen Interessierten offen, die ein eigenes Projekt vorstellen oder sich über  Projektideen und stadtteilorientierte Projektarbeit austauschen möchten. Folgende Vielfalt-Themen stehen im Mittelpunkt: #Jung&Alt, #Inklusion, #SozialeMilieus, #Religionen, #Kulturen, #Flucht, #Gender, #SexuelleVielfalt

Unter dem Motto #SogehtVielfalt stellen sich im Barcamp-Format besonders gelungene Projekte aus dem Förderprogramm »Werkstatt Vielfalt« vor und erläutern Konzept und Methoden. Gemeinsam mit den Teilnehmenden werden Möglichkeiten für einen Transfer dieser Projektideen ausgelotet.

Vertreter des Förderprogramms »Werkstatt Vielfalt« beantworten außerdem vor Ort Fragen rund um eine Förderung und den Transfer von Projektideen.

Wann & wo?
Mittwoch, 21. Juni 2017, 10:00 - 16:00 Uhr
Bürgerzentrum Alte Feuerwache
Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Anmeldungen sind ab sofort möglich unter: http://www.mitarbeit.de/sogehtvielfalt.html
Die Teilnahme ist kostenfrei.

Die »Werkstatt Vielfalt« ist ein Förderprogramm der Robert Bosch Stiftung, das von der  Stiftung Mitarbeit durchgeführt wird. In der laufenden Ausschreibungsrunde können sich neue Projektträger erstmals auch mit bereits im Programm geförderten Projektideen für eine Transferförderung bewerben. Aktuelle Informationen zum Programm unter http://www.mitarbeit.de/werkstatt_vielfalt.html

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news-392 Fri, 28 Apr 2017 08:34:07 +0200 Girls’Day und Boys‘Day 2017 – So viele Veranstaltungen wie noch nie! /en/aktuell/detail/girlsday-und-boysday-2017-so-viele-veranstaltungen-wie-noch-nie/ In diesem Jahr ist das Angebot so groß wie noch nie: Beim Girls’Day wird mit mehr als 10.000 Veranstaltungen zum ersten Mal seit dem Start im Jahr 2001 eine fünfstellige Zahl erreicht. Insgesamt 6.500 Veranstaltungen beim Boys’Day sind ebenfalls Rekord. Insgesamt werden heute an den Aktionstagen rund 100.000 Mädchen und über 30.000 Jungen teilnehmen. Girls’Day und Boys‘Day 2017 – So viele Veranstaltungen wie noch nie!

 

Gegen Rollenbilder und Geschlechterklischees: Am heutigen Girls’Day und Boys’Day bekommen wieder zehntausende Jungen und Mädchen die Chance, in vermeintlich typische Berufe des jeweils anderen Geschlechts hinein zu schnuppern. In diesem Jahr ist das Angebot so groß wie noch nie: Beim Girls’Day wird mit mehr als 10.000 Veranstaltungen zum ersten Mal seit dem Start im Jahr 2001 eine fünfstellige Zahl erreicht. Insgesamt 6.500 Veranstaltungen beim Boys’Day sind ebenfalls Rekord. Insgesamt werden heute an den Aktionstagen rund 100.000 Mädchen und über 30.000 Jungen teilnehmen.

 

Am Girls’Day informieren sich Mädchen über Ausbildungsberufe und Studien-gänge in den Bereichen Handwerk, Technik, Naturwissenschaften und IT, in denen Frauen selten vertreten sind. Manche bekommen aber auch die Gelegenheit weibliche Vorbilder in Führungspositionen aus Wirtschaft oder Politik kennenzulernen – so wie Hanna (9) und Yola-Marie (12). Sie durften anlässlich des Girls’Day bereits gestern Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig auf Schritt und Tritt begleiten: Zusammen mit der Ministerin fuhren sie zu einem Termin im Rahmen des W20-Treffens wo über die Gleichstellung von Frauen und Männern diskutiert wurde. Für beide Schülerinnen waren dies aufregende Stunden, in denen sie die große Politik hautnah miterleben und viele Fragen stellen konnten.

 

„Es ist gut, wenn Mädchen und Jungen ihren Horizont erweitern und wir ihnen helfen, Rollenbilder aufzubrechen“, erklärte Manuela Schwesig: „Junge Menschen träumen davon, den Beruf zu finden, der zu ihnen passt. Das große Interesse am Girls’Day und Boys’Day zeigt, dass bei den Jugendlichen ein Umdenken erfolgt. Die Zeiten der ‚Frauen- bzw. Männerberufe‘ sind längst vorbei. Sie entsprechen nicht mehr den Wünschen und Potenzialen der jungen Menschen, und auch nicht den Realitäten des Arbeitsmarktes. Die gesamte Breite an Berufen muss für alle offen stehen“, so Manuela Schwesig weiter.

 

Heute (Donnerstag) hat der Staatssekretär im BMFSFJ, Dr. Ralf Kleindiek, die Betriebsschule U-Bahn der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) besucht. Dort wurde im Rahmen des Girls’Day teilnehmenden Mädchen gezeigt, wie man eine U-Bahn fährt. Anschließend betonte Dr. Kleindiek: „Es ist eine wichtige Aufgabe, Jungen und Mädchen das ganze Spektrum an Berufen zu verdeutlichen, damit sich ihre Berufswahl an ihren Interessen und Fähigkeiten orientiert und nicht daran, welchen Beruf ‚ein Junge‘ oder ‚ein Mädchen‘ gewöhnlicher Weise ausübt. Geschlechterklischees schränken die Berufswahl ein. Motivierte und ihren Interessen und Fähigkeiten nach eingesetzte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind aber nicht nur für diese selbst sondern ebenso für das Unternehmen und seinen Erfolg ein Zugewinn“.

 

Girls’Day und Boys’Day eröffnen Jugendlichen jedes Jahr neue Horizonte jenseits der traditionellen Berufswahl. Der Boys‘Day hatte seit dem Start 2011 über 190.000 Teilnehmer. Beim Girls’Day haben im Zeitraum von 2001 bis 2016 insgesamt 1,7 Millionen Mädchen neue Berufe kennengelernt. 21 Prozent der teilnehmenden Unternehmen haben bereits junge Frauen eingestellt, die sie über den Girls’Day kennen und schätzen gelernt haben.

 

Sowohl Girls’Day als auch der jüngere Boys’Day zeigen messbare Auswirkungen auf das Berufswahlverhalten junger Frauen und Männer. Dazu zwei Beispiele:

 

Seit Beginn des Girls’Day ist der Frauenanteil bei den auszubildenden Fahrzeuglackiererinnen von 5,5 Prozent im Jahr 2000 auf 15 Prozent im Jahr 2015 gestiegen. Der Anteil der Männer in der schulischen Ausbildung zum Erzieher hat sich seit Einführung des Boys’Day von 16,8 Prozent (2012) in nur drei Jahren auf 18,6 Prozent erhöht.

 

Der Girls’Day  – Mädchen-Zukunftstag wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

 

Der Boys’Day – Jungen-Zukunftstag |Neue Wege für Jungs wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

 

Weitere Informationen: www.girls-day.de | www.boys-day.de | www.neue-wege-fuer-jungs.de

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news-377 Tue, 28 Mar 2017 10:18:32 +0200 Besuchen Sie die JMD auf dem Jugendhilfetag /en/aktuell/detail/besuchen-sie-die-jmd-auf-dem-jugendhilfetag/ Der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag findet in diesem Jahr unter dem Motto „22 MIO. JUNGE CHANCEN – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten.“ statt. In Düsseldorf stellen über 250 Organisationen ihre Jugendarbeit vor.

 

Besuchen Sie die JMD auf dem Jugendhilfetag

Der 16. Deutsche Kinder- und Jugendhilfetag findet in diesem Jahr unter dem Motto „22 MIO. JUNGE CHANCEN – gemeinsam. gesellschaft. gerecht. gestalten.“ statt. In Düsseldorf stellen über 250 Organisationen ihre Jugendarbeit vor. Auch die Jugendmigrationsdienste werden wieder vor Ort sein und ihr vielfältiges Angebot präsentieren. Interessierte haben die Chance, mit JMD-Beraterinnen und -Beratern ins direkte Gespräch zu kommen. Besuchen Sie uns am Stand C 95, Halle 3.

https://www.jugendhilfetag.de/aussteller2017/

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news-376 Tue, 14 Mar 2017 09:43:31 +0100 Projekt-Landkarte vom BMFSFJ /en/aktuell/detail/projekt-landkarte-vom-bmfsfj/ Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und seine Partner sind mit zahlreichen Initiativen vor Ort aktiv. Allen gemeinsam ist, dass sie sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Auf der interaktiven Karte kann gezielt nach Projekten in der Nähe gesucht werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und seine Partner sind mit zahlreichen Initiativen vor Ort aktiv. Allen gemeinsam ist, dass sie sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Auf der interaktiven Karte kann gezielt nach Projekten in der Nähe gesucht werden. Über Filteroptionen kann die Auswahl auf bestimmte Regionen, Themenfelder oder Bundesprogramme eingegrenzt werden. Für jedes Projekt sind nähere Kontaktinformationen hinterlegt.

 www.bmfsfj.de/projekt-landkarte

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news-375 Fri, 03 Mar 2017 10:54:47 +0100 Neue IDA-Reader „Rassismuskritik“ sowie „Geflüchtete, Flucht und Asyl“ erschienen /en/aktuell/detail/neue-ida-reader-rassismuskritik-sowie-gefluechtete-flucht-und-asyl-erschienen/ Im Nachgang seines 25. Jubiläums hat das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) Bilanz gezogen und den Reader „Rassismuskritik – Versuch einer Bilanz über Fehlschläge, Weiterentwicklungen, Erfolge und Hoffnungen“ herausgegeben. Im Nachgang seines 25. Jubiläums hat das Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA e. V.) Bilanz gezogen und den Reader „Rassismuskritik – Versuch einer Bilanz über Fehlschläge, Weiterentwicklungen, Erfolge und Hoffnungen“ herausgegeben.

Er stellt gleichzeitig die erweiterte Dokumentation der Fachtagung zum 25-jährigen Jubiläum dar. Auf einen Theorieteil folgt ein Rückblick und Überblick über rassismuskritische Diskurse und Ansätze. Im Anschluss wird Rassismuskritik in Bezug zu Nationalismus, den praktischen Folgen der Extremismustheorie, dem gesellschaftlichen Rechtsruck und dem aktuellen Thema Flucht und Asyl gesetzt. Auf das Kapitel „Rassismuskritik in der Praxis“ folgt ein Blick auf Antiziganismus, antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus.

Auch mit einer zweiten Veröffentlichung greift IDA ein aktuelles Thema auf: Der Reader „Geflüchtete, Flucht und Asyl – Texte zu gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Flucht- und Lebensrealitäten, rassistischen Mobilisierungen, Selbstorganisation, Empowerment und Jugendarbeit“ bietet einen ersten Überblick über die vielfältigen Facetten des kontrovers diskutierten Themas und lässt neben Initiativen, die Geflüchtete unterstützen, auch Selbstorganisationen Geflüchteter zu Wort kommen. Zuvor geht es um eine wissenschaftliche und flüchtlingspolitische Bestandsaufnahme der seit Sommer 2015 deutlich veränderten und sich immer wieder verändernden Situation rund um das Thema Flucht und Asyl in Deutschland. Ein Blick auf die vorhandenen und möglichen Aktivitäten der Jugendverbände in diesem Themenfeld rundet die Broschüre ab.

Die Publikationen können bei IDA gegen eine Versandkostenpauschale von 3,00 Euro zuzüglich der gewichtsabhängigen Portokosten unter http://www.idaev.de/publikationen/reader/ bestellt werden.

Milena Detzner, Ansgar Drücker, Sebastian Seng (Hg.)
im Auftrag des Informations- und Dokumentationszentrums
für Antirassismusarbeit e. V.: Rassismuskritik,
Düsseldorf 2016, 132 Seiten
Ansgar Drücker, Sebastian Seng, Sebastian Töbel
(Hg.) im Auftrag des Informations- und Dokumentationszentrums
für Antirassismusarbeit e. V.: Geflüchtete,
Flucht und Asyl, Düsseldorf 2016, 112 Seiten

 

Quelle:

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news-374 Mon, 06 Feb 2017 09:59:24 +0100 Erklärfilm in vier Sprachen: Erste Schritte für junge unbegleitete Geflüchtete /en/aktuell/detail/erklaerfilm-in-vier-sprachen-erste-schritte-fuer-junge-unbegleitete-gefluechtete/ Was erwartet mich nach meiner Ankunft? Wie gehe ich mit den Fragen des Jugendamts um? Was erzähle ich den Menschen, die über meine Zukunft in Deutschland entscheiden? Der kurze Erklärfilm „Erste Schritte für junge Geflüchtete in Deutschland“ möchte Geflüchteten unter 18 Jahren eine erste Orientierung für die Zeit nach ihrer Ankunft bieten. Was erwartet mich nach meiner Ankunft? Wie gehe ich mit den Fragen des Jugendamts um? Was erzähle ich den Menschen, die über meine Zukunft in Deutschland entscheiden? Der kurze Erklärfilm „Erste Schritte für junge Geflüchtete in Deutschland“ möchte Geflüchteten unter 18 Jahren eine erste Orientierung für die Zeit nach ihrer Ankunft bieten.

Die Informationslage zu Asylverfahren in Deutschland ist für geflüchtete Menschen zumeist undurchsichtig. Insbesondere unbegleitete minderjährige Flüchtlinge können ihre Situation nur schwer einschätzen. Aufgrund negativer Erfahrungen im Herkunftsland sind sie zudem oft misstrauisch gegenüber den verantwortlichen Behörden. Daher möchte der Film geflüchteten Jugendlichen bei Ihrer Ankunft und ihren ersten Wegen unterstützen.

Um die Informationen möglichst vielen geflüchteten Kindern und Jugendlichen zugänglich zu machen, steht der Film auf Deutsch, Englisch, Arabisch und Farsi zur Verfügung. Die drei jungen Geflüchteten Amir aus Afghanistan, Amaar aus Syrien und Ali aus dem Iran erzählen, wie sie die erste Zeit in Deutschland und ihre Gespräche mit dem Jugendamt erlebt haben. Sie machen auch Mut, sich auf den nicht immer ganz geradlinigen Prozess des Ankommens einzulassen: „Es kommt bestimmt alles ein bisschen anders, als ihr es geplant habt, aber es ist machbar, und ihr seid hier nicht alleine“, gibt Ali anderen jungen Geflüchteten mit auf den Weg.

Deutsch: https://youtu.be/XJngYV1XwzQ
Englisch: https://youtu.be/FKAlbMrrWZs
Arabisch: https://youtu.be/Mg90CJfGa4Q
Farsi: https://youtu.be/xsVRjFxptXg

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news-373 Thu, 26 Jan 2017 15:54:44 +0100 Mehr Angebote für junge Flüchtlinge - Künftig begleiten alle Jugendmigrationsdienste junge Flüchtlinge /en/aktuell/detail/mehr-angebote-fuer-junge-fluechtlinge-kuenftig-begleiten-alle-jugendmigrationsdienste-junge-fluechtlin/ Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) baut seine Beratungsangebote für junge Flüchtlinge aus: Künftig sollen an allen Standorten der Jugendmigrationsdienste junge Flüchtlinge, die rechtmäßig oder mit Duldung in Deutschland leben, beraten und begleitet werden.  

Dr. Ralf Kleindiek, Staatssekretär im BMFSFJ, betont: „Die große Nachfrage an Beratung und Begleitung hat uns dazu bewogen, die guten Erfahrungen der 24 Modellstandorte schon jetzt auf alle Einrichtungen zu übertragen und damit bereits vor Ablauf der Modellphase Ende 2017 die Jugendmigrationsdienste für alle jungen Flüchtlinge zu öffnen. Die Bundesregierung leistet damit auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention. Starke und selbstbewusste junge Menschen, die frühzeitig in Deutschland gute Unterstützung bekommen, sind weniger anfällig dafür, Opfer radikaler Gruppierungen zu werden.“

In den bisher 16 Monaten Laufzeit sind an den 24 Modellstandorten über 3.600 junge Menschen betreut worden. Die Hauptherkunftsländer sind Afghanistan, Syrien und Irak. Der Schwerpunkt der Begleitung lag auf der Stabilisierung der persönlichen Situation sowie bei der Unterstützung beim Zugang zu Sprachförderangeboten und der Aufnahme einer Beschäftigung.

Das BMFSFJ fördert bundesweit über 450 Jugendmigrationsdienste (JMD) in Trägerschaft der Bundesarbeitsgemeinschaften Katholische und Evangelische Jugendsozialarbeit, des Internationalen Bundes und der Arbeiterwohlfahrt.

Die JMD beraten und begleiten 12- bis 27-jährige Menschen mit Migrationshintergrund bei ihrer schulischen, beruflichen, sozialen und sprachlichen Integration mit Schwerpunkt am Übergang Schule-Beruf. Sie kooperieren dabei mit verschiedenen Stellen und Personen, die für die Integration relevant sind, darunter vor allem Eltern, Schulen, Sprachkursträgern, Jobcentern und Betrieben. 2016 wurden bundesweit insgesamt 100.000 junge Menschen beraten und begleitet. Das Bundesfamilienministerium stellt für diese Aufgabe über 50 Mio. € pro Jahr zur Verfügung. Ab Januar treten zudem die neuen Förderrichtlinien des Garantiefonds Hochschule in Kraft.

Dr. Ralf Kleindiek erläutert: „Da die Nachfrage an qualifizierten Deutschsprachkursen für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge ungebrochen ist, haben wir die Förderrichtlinien Garantiefonds-Hochschulbereich grundlegend überarbeitet. Die Neugestaltung der Sprachfördermaßnahmen für Flüchtlinge, die ein Studium anstreben, ist eine sinnvolle Ergänzung der Sprachangebote zur Integration von hochqualifizierten Flüchtlingen. Wir stärken damit den Zugang zu den Universitäten, gerade auch für Frauen, die im Rahmen des Familiennachzugs einreisen.“

Die Kurse bauen auf den Integrationskursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge auf und enden – je nach Bedarf – mit einem C1 Zertifikat oder mit einer weiteren Test-Sprachprüfung, die Voraussetzung für die Aufnahme an einer Hochschule ist. Das neue Angebot fokussiert sich stärker als bisher auf den voruniversitären Bereich. Zum förderberechtigen Personenkreis gehören künftig - zu den bisher schon förderfähigen Familienangehörigen von Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedlern - auch die nachreisenden Ehegattinnen und Ehegatten von Asylberechtigen und anerkannten Flüchtlingen. In 2017 werden rund 22 Millionen Euro aus dem Etat des Bundesfamilienministeriums bereitgestellt.

 

Weitere Informationen zum Programm finden sich unter:
www.jmd-portal.de
www.bildungsberatung-gfh.de

 

Pressemitteilung vom 26. Januar 2017 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

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news-372 Fri, 20 Jan 2017 09:15:58 +0100 START-Stipendien für motivierte, neu zugewanderte Jugendliche - Vom 1. Februar bis 15. März 2017 auf www.start-bewerbung.de bewerben! /en/aktuell/detail/start-stipendien-fuer-motivierte-neu-zugewanderte-jugendliche-vom-1-februar-bis-15-maerz-2017-auf/ START vergibt Schülerstipendien an motivierte Jugendliche, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben (bis zu 5 J.) und Interesse an ihrer schulischen und persönlichen Weiterentwicklung haben. Vom 1. Februar bis 15. März 2017 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 auf www.start-bewerbung.de bewerben.  

START vergibt Schülerstipendien an motivierte Jugendliche, die erst seit wenigen Jahren in Deutschland leben (bis zu 5 J.) und Interesse an ihrer schulischen und persönlichen Weiterentwicklung haben. Vom 1. Februar bis 15. März 2017 können sich interessierte Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 auf www.start-bewerbung.de bewerben. Zudem müssen sie noch mind. zwei weitere Jahre eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen. Für das Schuljahr 2017/18 stellt die START-Stiftung gGmbH gemeinsam mit über 120 Partnern ca. 220 neue Stipendienplätze in 14 Bundesländern (außer in Bayern und Baden-Württemberg) zur Verfügung. Ausführliche Informationen zur Ausschreibung und zum Stipendienprogramm finden Sie auf www.start-stiftung.de.







Mit START weiterkommen

Das START-Schülerstipendienprogramm widmet sich seit 2002 erfolgreich der Potenzial- und Engagementförderung bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Mit diesen Erfahrungen und einem Netzwerk aus engagierten Jugendlichen mit Zuwanderungsgeschichte konzentriert sich START seit dem Schuljahr 2016/17 auf die Unterstützung neu zugewanderter junger Menschen, die erst seit bis zu fünf Jahren in Deutschland leben. START begleitet sie zwei Jahre lang mit materieller und ideeller Förderung auf ihrem Bildungsweg – unabhängig von ihrer aktuellen Schulform und dem angestrebten Schulabschluss. Das Stipendium unterstützt die Jugendlichen dabei, ihre Potenziale zu entfalten, Bildungsziele aktiv anzugehen und den eigenen Weg zu finden.

 

Wie fördert START?

Finanzielle Unterstützung, vielfältige Bildungsangebote, eine persönliche Betreuung und ein starkes Netzwerk aus Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die ihren Weg bereits erfolgreich gegangen sind - START bietet den neu zugewanderten Jugendlichen die Chance, schneller in Deutschland anzukommen, sich weiterzuentwickeln und einen Bildungsabschluss zu erreichen, der ihren Fähigkeiten entspricht. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten erhalten bei der Aufnahme einen Laptop und einen Drucker und werden zwei Jahre lang mit 1.000 EUR Bildungsgeld pro Schuljahr sowie einem umfangreichen Bildungsprogramm aus Seminaren, Workshops, Exkursionen, Beratungsangeboten etc. auf ihrem Bildungsweg begleitet. Während ihrer Förderung werden sie von erfahrenen Pädagoginnen und Pädagogen bei schulischen und persönlichen Fragen betreut und profitieren von einem aktiven Netzwerk aus rund 700 Geförderten und etwa 1700 Ehemaligen.

 

Wie bewirbt man sich bei START?

Bei START können sich motivierte Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse bewerben, die seit max. 5 Jahren in Deutschland leben, Interesse an ihrer schulischen und persönlichen Weiterentwicklung haben und hohe soziale Kompetenzen aufweisen. Die Jugendlichen müssen noch mindestens zwei weitere Schuljahre auf einer allgemein- oder berufsbildenden Schule verbringen und sie sollten bereits gut Deutsch gelernt haben (GER A2/B1). Da wir mit dem Stipendium Schülerinnen und Schüler aus Familien mit geringem Einkommen unterstützen möchten, spielt bei der Auswahl der finanzielle Hintergrund eine Rolle.

Die Förderung wird für zwei Schuljahre gewährt und beginnt im Herbst 2017.

Interessierte Jugendliche können ihre Bewerbung vom 1. Februar bis 15. März 2017 auf http://www.start-bewerbung.de/ abgeben. Weiterführende Infos zum Stipendienprogramm, dem Bewerbungsverfahren und alle Kontaktpersonen finden Sie auf www.start-stiftung.de.

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news-371 Thu, 12 Jan 2017 11:30:12 +0100 Ab 2017 begleiten alle Jugendmigrationsdienste junge Flüchtlinge /en/aktuell/detail/ab-2017-begleiten-alle-jugendmigrationsdienste-junge-fluechtlinge/ Bereits vor Ende der Laufzeit des Modellvorhabens „jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge“ werden junge Flüchtlinge, die rechtmäßig in Deutschland leben, künftig an allen Standorten der Jugendmigrationsdienste (JMD) beraten und begleitet. Bereits vor Ende der Laufzeit des Modellvorhabens  „jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge“ werden junge Flüchtlinge, die rechtmäßig in Deutschland leben, künftig an allen Standorten der Jugendmigrationsdienste (JMD) beraten und begleitet.

Die große Nachfrage an Beratung und Begleitung hat das Bundesfamilienministerium dazu bewogen, die guten Erfahrungen der 24 Modellstandorte schon jetzt auf alle JMD-Standorte zu übertragen und damit bereits vor Ablauf der Modellphase Ende 2017 die Jugendmigrationsdienste für junge Flüchtlinge zu öffnen.

In den bisher 16 Monaten Laufzeit sind an den 24 Modellstandorten über 3600 junge Menschen betreut worden. Die Hauptherkunftsländer sind Afghanistan, Syrien und Irak. Der Schwerpunkt der Begleitung lag auf der Stabilisierung der persönlichen Situation sowie bei der Unterstützung beim Zugang zu Sprachförderangeboten und der Aufnahme einer Beschäftigung.

Das BMFSFJ fördert bundesweit über 450 Jugendmigrationsdienste in Trägerschaft der Bundesarbeitsgemeinschaften der Katholischen und Evangelischen Jugendsozialarbeit, der Arbeiterwohlfahrt sowie der Freien Trägergruppe( IB, DRK und der Paritätische).

Die JMD beraten und begleiten 12- bis 27-jährige Menschen mit Migrationshintergrund bei ihrer schulischen, beruflichen, sozialen und sprachlichen Integration mit Schwerpunkt am Übergang Schule-Beruf. Sie kooperieren dabei mit verschiedenen Stellen und Personen, die für die Integration relevant sind, darunter vor allem mit Eltern, Schulen, Sprachkursträgern, Jobcentern und Betrieben. 2016 wurden bundesweit über 100.000 junge Menschen beraten und begleitet.


Grundsätze



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news-370 Tue, 20 Dec 2016 09:27:11 +0100 Zwischenbilanz! /en/aktuell/detail/zwischenbilanz/ Interview mit Hanna Zängerling, Projektkoordinatorin des Modellprojekts: jmd2start - Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst. Für Menschen, die nie ihre Heimat und ihre Lieben verlassen mussten, ist es wohl unvorstellbar, was „Flucht“ wirklich bedeutet. Gefahren, seelische Not, Einsamkeit und eine ungewisse Zukunft sind nur einige Stichwörter zu Situationen, mit denen ein geflüchteter Mensch klar kommen muss. Es ist daher gut und wichtig, dass es Anlaufstellen gibt, die im neuen Umfeld Beratung und Hilfe bieten.

Hanna Zängerling, Projektkoordinatorin von
jmd2start im Bonner Büro.

Für Menschen, die nie ihre Heimat und ihre Lieben verlassen mussten, ist es wohl unvorstellbar, was „Flucht“ wirklich bedeutet. Gefahren, seelische Not, Einsamkeit und eine ungewisse Zukunft sind nur einige Stichwörter zu Situationen, mit denen ein geflüchteter Mensch klar kommen muss. Es ist daher gut und wichtig, dass es Anlaufstellen gibt, die im neuen Umfeld Beratung und Hilfe bieten. Das Modellprojekt „jmd2start – Begleitung für junge Flüchtlinge im Jugendmigrationsdienst“ ermöglicht diese persönliche, lebensnahe und kompetente Unterstützung und stärkt damit den Zugang der jungen Menschen zu Bildung, Arbeit und gesellschaftlicher Teilhabe. An bundesweit 24 Modellstandorten beraten und begleiten die Jugendmigrationsdienste (JMD) Flüchtlinge zwischen 12 und 27 Jahren. Bei Projektkoordinatorin Hanna Zängerling laufen die Fäden der Arbeit zusammen. Wir haben sie in ihrem Bonner Büro getroffen. 


Frau Zängerling, wie viele Flüchtlinge betreut das Projekt jmd
2start im Moment? Und wieviel Personal steht dafür zur Verfügung?

Seit dem Start vor einem Jahr haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mehr als 3.600 junge Menschen beraten und begleitet. Im Durchschnitt kommen pro Quartal 700 hinzu. An den 24 Standorten im Modellprojekt sind rund 50 Mitarbeitende tätig.
Ziel ist es, die Geflüchteten möglichst früh auf unsere Angebote aufmerksam zu machen. Dabei wollen wir auch neue Zugangswege erproben, z. B. durch die Kooperation mit Gemeinschaftsunterkünften. Je später die Beraterinnen und Berater die jungen Leute kennenlernen, desto eher haben sich schon bestimmte, auch falsche Infos gefestigt oder es sind Fristen versäumt worden.

Wie alt sind die Ratsuchenden, und aus welchen Ländern stammen sie hauptsächlich?

Die meisten jungen Menschen, die in die jmd2start-Beratung kommen, sind zwischen 19 und 27 Jahre alt. Sie stammen überwiegend aus den Ländern Syrien, Afghanistan und Irak.

Wie ist das Projekt in die Jugendmigrationsdienste eingebunden?

Im Auftrag des Bundesjugendministeriums und in enger Zusammenarbeit mit den Trägern der Jugendmigrationsdienste erprobt das Modellprojekt Ansätze und Methoden zur Frage: Wie können die Jugendmigrationsdienste junge Flüchtlinge bestmöglich begleiten?
Wichtig war von Anfang an, dass das Projekt jmd2start an bestehende JMD-Standorte angegliedert ist. Denn die Jugendmigrationsdienste vor Ort sind sehr gut vernetzt! Das Angebot passt also perfekt in die Strukturen. jmd2start setzt quasi „vor“ der klassischen Arbeit der JMD an, denn die Beratung richtet sich bislang vor allem an junge Menschen, die schon eine Aufenthaltserlaubnis haben.
Durch die erweiterte Zielgruppe - mit anderen Aufenthaltstiteln - sind für die Beraterinnen und Berater neue Rechtsvorschriften oder Praxisvorgaben zu beachten. Darf ich mit einer Aufenthaltsgestattung einen Sprachkurs besuchen? Wie erhalte ich eine Beschäftigungserlaubnis? Bekomme ich finanzielle Unterstützung während meiner Ausbildung?
In der Jugendsozialarbeit, nach deren Grundsätzen JMD und jmd2start arbeiten, zählt der „ganze Mensch“ und nicht nur sein Rechtsstatus oder seine Rolle in der Arbeitswelt. Es geht also um die Frage: Wie können wir jetzt helfen, dass sich die jungen Geflüchteten hier ein Leben aufbauen?

Da knüpfen wir gleich an: Was sind die größten Bedarfe, die ein junger Flüchtling hat, wenn er oder sie in den Jugendmigrationsdienst kommt?

Viele Anfragen sind ähnlich, die Stationen auf dem Weg zum Ziel können aber sehr verschieden sein: Viele junge Menschen sind auf der Suche nach Sprach- und Integrationskursen. Viele möchten die Schule besuchen – was oft schwierig ist, wenn sie älter als 18 Jahre sind. Und dann ist natürlich der Wunsch sehr groß, Geld zu verdienen. All das baut auf dem grundlegendstem Bedürfnis auf: Sicherheit! Die zentrale Frage ist: Kann ich hier in Deutschland bleiben? Denn so verschieden junge Flüchtlinge auch sind, was sie eint ist: Ihre Flucht war keine freiwillige Entscheidung und der Weg zurück ist kein Weg.

Man hört ja oft, dass Wunsch und Wirklichkeit weit auseinander klaffen, wenn ihre Flucht junge Menschen nach Deutschland führt. Ist das tatsächlich so? Und wie gehen die Beraterinnen und Berater vor Ort damit um?

Natürlich haben unterschiedliche Menschen auch ganz unterschiedliche Erwartungen an das Leben in Deutschland. Für viele ist der Druck aus ihrer Heimat und das Bestreben sehr groß, Geld dorthin zu schicken. Der Wunsch nach einem Rückzugsraum und finanzieller Unabhängigkeit ist ganz deutlich! Und wenn man dann sieht, wie der Alltag aussieht, dann klafft zwischen Wunsch und Wirklichkeit schon ein großes Loch. Die Unterbringung ist häufig sehr bescheiden, viele jungen Menschen müssen sich lange gedulden bis der Aufenthaltstitel da ist, und dann ist der Weg in Arbeit oft lang und schwierig. Das fällt natürlich gerade jungen Menschen schwer.
Die Beraterinnen und Berater müssen dafür viel Energie und Kreativität mitbringen. Standard-Lösungen sind selten. Stattdessen heißt es, gemeinsam mit dem jungen Menschen den individuellen Weg zu finden. Sie können Angebote machen und sich vor allem Zeit nehmen.
Wichtig ist, dass die Geflüchteten die Chance haben, selbst aktiv zu werden und schöne Momente zu erleben. Gerade Angebote, die nicht so sehr auf Sprache und Lernen basieren, sind unerlässlich – auch wenn sie auf den ersten Blick trivial klingen: gemeinsame Ausflüge, Tanz- und Theaterworkshops oder Sportangebote. Und die Mitarbeitenden achten darauf, dass die jungen Flüchtlinge gesundheitlich in der Lage sind, die Angebote zu nutzen. Wenn sie den Eindruck haben, dass das nicht so ist, versuchen sie über Netzwerkpartner weiterzuhelfen.

Wie ist das Prozedere, das ein junger Flüchtling durchlaufen muss, damit er hier in Deutschland wirklich Fuß fassen kann?

Registrierung, Asylantrag stellen, dann die Anhörung beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge - und das Warten auf den Bescheid. Geflüchtete aus den Herkunftsländern mit hoher Anerkennungsquote können bereits im Asylverfahren einen Sprachkurs besuchen, wenn es Plätze gibt. Geflüchtete aus anderen Herkunftsländern müssen oft bis zum Aufenthaltstitel warten, das kann mitunter auch ein Jahr oder länger dauern. Einige Kommunen sind aktiv geworden und bieten für diese Gruppe Deutschkurse an.
Wenn die Geflüchteten jünger und noch schulpflichtig sind, dann geht vieles leichter. Durch den Schulbesuch sind sie automatisch in ein ganz anderes soziales Umfeld eingebunden. Denn Fuß fassen heißt für mich auch: Kontakt zu deutschen Jugendlichen knüpfen – und dafür braucht es noch mehr Angebote. 

Wie klappt die Zusammenarbeit mit den anderen lokalen und überregionalen Einrichtungen?

Im letzten Jahr ist viel Bewegung in die Flüchtlingshilfe gekommen. Es gibt eine kaum noch zu überblickende Anzahl an verschiedenen Programmen und Maßnahmen, die wir erst einmal kennen müssen. 
Die Unterkünfte sind wichtige Partner geworden, die Agenturen für Arbeit und Jobcenter sowieso und auch die Flüchtlingsräte und Flüchtlingssozialberatungen. Die JMD sitzen in den lokalen Fachgremien am Tisch und sind dabei, wenn sich neue gründen. Gleichzeitig werden die JMD aber auch als Fachdienste mit Expertise wahrgenommen, wenn z. B. Kolleginnen und Kollegen vom Jugendamt oder der Schulsozialarbeit anfragen.

Was sind die wichtigsten Zwischenergebnisse nach einem Jahr?

Zwei Bereiche möchte ich hervorheben: Junge geflüchtete Menschen sind oft besonderen Anforderungen ausgesetzt – geprägt durch den unsicheren Aufenthalt, Fluchterfahrung, Trennung von Familie und Freunden, Wohnsituation, hohe eigene und familiäre Erwartungen und die Identitätsfindung als junger Mensch. Die JMD können den jungen Menschen Raum geben: für den Austausch untereinander, für persönliche Wahrnehmungen und um sich Ängsten, Zielen, Unsicherheiten bewusst zu werden.
Das gelingt besonders gut mit niedrigschwelligen Angeboten, z. B. aufsuchender Sozialarbeit, Begegnungscafés, Sportangeboten. Das ist eine alte Erkenntnis der Jugendmigrationsdienste, die nun wieder zum Einsatz kommt!
Zum anderen sehe ich den Schlüssel zum Ankommen in der Selbstbestimmung, gerade weil unter den Geflüchteten die Erwartungen und die Unsicherheiten hoch sind. Für sie ist wichtig: Ich kann für mich eintreten, wenn ich meine Rechte und Pflichten kenne und verstanden habe, wie gewisse Systeme funktionieren, z. B. das Ausbildungssystem. Dies zu vermitteln und die jungen geflüchteten Menschen zu unterstützen, dass sie ihre Rechte wahren können und ihre Bedürfnisse gehört werden, ist und bleibt Aufgabe von jmd2start und den JMD.

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news-369 Mon, 12 Dec 2016 10:29:54 +0100 Handlungsempfehlungen für die Zusammenarbeit von JMD und MBE /en/aktuell/detail/handlungsempfehlungen-fuer-die-zusammenarbeit-von-jmd-und-mbe/ Die Firma INTERVAL und INBAS wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beauftragt, für das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Nutzung und Bewertung dieser Handlungsempfehlungen bei den Einrichtungen sowie den aktuellen Stand der Zusammenarbeit von MBE und JMD zu untersuchen. Nun liegt der Abschlussbericht vor.

Durch die Neuausrichtung der vom Bund geförderten Integrationsangebote, die mit dem Zuwanderungsgesetz im Jahr 2005 einher ging, erhielten die MBE und JMD unter anderem die Aufgabe, die soziale und berufliche Integration von Zugewanderten komplementär zu den sprachbezogenen Integrationskursen zu begleiten. Auch wenn die beiden Beratungsdienste weitgehend unterschiedliche Zielgruppen haben – im JMD junge Zugewanderte bis 27 Jahren, im MBE erwachsene Zugewanderte ab 27 Jahren – gibt es insbesondere bei der Arbeit mit Familien Überschneidungen. Um ihre Zusammenarbeit zu fördern, wurden im Jahr 2013 „Handlungsempfehlungen der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) und der Jugendmigrationsdienste (JMD) für die gemeinsame Arbeit mit Familien" entwickelt und den Diensten für ihre weitere Arbeit als Anregung zur Verfügung gestellt.


Die INTERVAL GmbH und das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS GmbH), wurden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) beauftragt, für das Bundesministerium des Innern (BMI) und das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) die Nutzung und Bewertung dieser Handlungsempfehlungen bei den Einrichtungen sowie den aktuellen Stand der Zusammenarbeit von MBE und JMD zu untersuchen. Der Zeitraum für die Evaluierung umfasste Oktober 2015 bis September 2016. Nun liegt der Abschlussbericht vor.

Handlungsempfehlungen

Abschlussbericht

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news-368 Tue, 29 Nov 2016 09:29:23 +0100 „Kultur öffnet Welten” geht weiter: Sonderpreis für kooperative kulturelle Projekte ausgelobt /en/aktuell/detail/kultur-oeffnet-welten-geht-weiter-sonderpreis-fuer-kooperative-kulturelle-projekte-ausgelobt/ Es ist offiziell: Die Initiative „Kultur öffnet Welten” wird auch im Jahr 2017 fortgesetzt. TeilnehmerInnen und UnterstützerInnen können nun ganzjährig ihre Veranstaltungen auf der Plattform eintragen und bewerben.

Es ist offiziell: Die Initiative „Kultur öffnet Welten” wird auch im Jahr 2017 fortgesetzt. TeilnehmerInnen und UnterstützerInnen können nun ganzjährig ihre Veranstaltungen auf der Plattform eintragen und bewerben. Über 430 TeilnehmerInnen präsentieren bereits ein abwechslungsreiches Programm kultureller Vielfalt. Die Initiative freut sich auf weitere AkteurInnen in den kommenden Monaten!

Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, hat darüber hinaus den Sonderpreis „Kultur öffnet Welten“ für das Jahr 2017 ausgelobt. Gewürdigt werden diesmal neue Formen der Zusammenarbeit kultureller AkteurInnen mit PartnerInnen aus anderen zivilgesellschaftlichen Bereichen. Der Sonderpreis wurde am 21. Mai 2016 erstmals vergeben. Damals hatte er kulturelle Projekte mit geflüchteten Menschen gewürdigt.

Auch die Workshop-Reihe von „Kultur öffnet Welten“ wird fortgesetzt. Im Rahmen der Initiative finden bundesweit 16 Tagesworkshops statt, die die Koordinierungsstelle der Initiative netzwerk junge ohren organisiert. Ziel der Workshops ist es, spartenübergreifend eine möglichst breite Debatte vor Ort anzustoßen und regionale AkteurInnen weiter zu vernetzen. Weitere Informationen zu den Workshops finden Sie hier.

Alle weiteren Infos finden Sie auf http://www.kultur-oeffnet-welten.de

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