RSS-Feed Jugendmigrationsdienste http://www.jmd-portal.de de_DE Jugendmigrationsdienste Thu, 21 Nov 2019 07:42:00 +0100 Thu, 21 Nov 2019 07:42:00 +0100 Aktuelles news-502 Thu, 14 Nov 2019 12:33:00 +0100 Lernen auf Augenhöhe: Jugendliche „Peer Guides“ führen durch die JMD-Ausstellung YOUNIWORTH https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/lernen-auf-augenhoehe-jugendliche-peer-guides-fuehren-durch-die-jmd-ausstellung-youniworth/ Zwei Wochen lang lud die interaktive JMD-Ausstellung Schulklassen in Osnabrück ein, sich über Themen rund um Migration und Jugend auszutauschen. Das Besondere: Die Jugendlichen wurden von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern durch die Ausstellung geführt. Die Peer Guides bringen die Ausstellung noch näher an ihr Publikum und regen Diskussionen auf Augenhöhe an. Zwei Wochen lang lud die interaktive JMD-Ausstellung Schulklassen in Osnabrück ein, sich über Themen rund um Migration und Jugend auszutauschen. Das Besondere: Die Jugendlichen wurden von ihren Mitschülerinnen und Mitschülern durch die Ausstellung geführt. Die Peer Guides bringen die Ausstellung noch näher an ihr Publikum und regen Diskussionen auf Augenhöhe an.

Zwei angehende Fachabiturientinnen mit Schwerpunkt Sozialpädagogik führen durch die Ausstellung.


Seit 2018 wandert die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste durch Deutschland. Die Ausbildung zum Peer Guide ist neu. In Workshops lernen interessierte Jugendliche, die Themen der Ausstellung in der Gruppe zu vermitteln. Zudem werden sie darauf vorbereitet, eigenständig durch die Ausstellung zu führen und Diskussionen anzuregen. Angelique hat sich zusammen mit ihrer Mitschülerin Leila für die Peer-Guide-Ausbildung entschieden. Beide machen demnächst das Fachabitur im Bereich Gesundheit und Soziales mit Schwerpunkt Sozialpädagogik. „Uns macht es am meisten Spaß, mit den anderen zu interagieren“, sagt Angelique. „Zu fragen, was deren Meinung ist, finden wir ganz wichtig.“

Ein Highlight der Ausstellung waren die Videointerviews mit vier jungen zugewanderten Menschen.


Angeleitet werden die angehenden Peer Guides von geschulten Kolleginnen und Kollegen aus den Jugendmigrationsdiensten. Künftig werden auch an anderen Standorten Peer Guides ausgebildet. JMD-Mitarbeiterin Ramona Hillmann freut sich, dass in Osnabrück 14 Schülerinnen und Schüler an dem Workshop teilgenommen haben. Sie hat YOUNIWORTH im Rahmen des Präventionsprogramms JMD Respekt Coaches ans Berufsschulzentrum Westerberg in Osnabrück gebracht. „Die Peer Guides sind näher an den Jugendlichen dran“, sagt Hillmann. „Sie sprechen dieselbe Sprache, dementsprechend können die Themen einfacher als durch einen Erwachsenen vermittelt werden. Damit werden wir dem Ausstellungsziel, jungen Menschen eine Stimme zu geben, noch besser gerecht.“

Mehr Informationen zur JMD-Ausstellung YOUNIWORTH  

Mehr über den JMD Osnabrück

Text und Bilder: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

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news-500 Tue, 29 Oct 2019 10:21:33 +0100 Gespräche mit den Haushaltsberichterstatter*innen zur JMD-Finanzierung 2020 https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/gespraeche-mit-den-haushaltsberichterstatterinnen-zur-jmd-finanzierung-2020/ Am 18.10. haben sich die Bundestutor*innen für das JMD-Programm im Bundestag mit den Haushaltsberichterstatter*innen des BMFSFJ getroffen, um ihre Forderung nach einer auskömmlichen Finanzierung der JMD-Arbeit zu untermauern.

Gemeinsame Gespräche im Bundestag: Die Bundestutor*innen Dr. Talibe Süzen (AWO), Walter Weissgärber (BAG EJSA), José Torrejón (BAG KJS) und Jochen Kramer (IB / Freie Trägergruppe) mit MdB Alois Rainer (2.v.r.).

Am 18.10. haben sich die Bundestutor*innen für das JMD-Programm im Bundestag mit den Haushaltsberichterstatter*innen des BMFSFJ getroffen, um ihre Forderung nach einer auskömmlichen Finanzierung der JMD-Arbeit zu untermauern.

Svenja Stadler (SPD) und Alois Rainer (CSU) haben beide ihre Unterstützung zugesagt, konnten aber keine konkreten Versprechen machen, denn bis zur Haushaltsbereinigungssitzung am 15. November werden noch viele Organisationen ihre Forderungen vortragen.

Die Argumentationslinie der Bundestutor*innen basierte auf dem JMD-Forderungspapier und dem Fact Sheet, die bereits im Rahmen des JMD-Aktionstages im September genutzt wurden. In beiden wird eine Aufstockung von mindestens 8 Millionen Euro des Haushalts für das KJP-Bundesprogramm Jugendmigrationsdienste gefordert.

In den Gesprächen wurden strukturelle, finanzielle und inhaltliche Argumente vorgebracht. Als eher strukturell gelten:

(1) JMD und Trägergruppen sind verlässliche Partner bei der Umsetzung der Programmziele,

(2) neue Programmbereiche und inhaltliche Schwerpunkte werden schnell umgesetzt,

(3) die Strukturen sind etabliert und haben sich bewährt.

Als finanzielles Argument wurde aufgeführt, dass die begründete Berechnung der geforderten 8 Millionen lediglich auf die auskömmliche Finanzierung der Personal- und Sachkosten abzielt und den Status Quo sichert. Die Gruppenangebote und dringenden Investitionen sind dabei noch nicht mitgerechnet.

Als inhaltliche Argumente wurden die (1) Beratungsarbeit, (2) Gruppenarbeit, (3) Netzwerkarbeit und (4) die gesellschaftspolitische Dimension, also unter anderem die interkulturelle Öffnung und diskriminierungskritische Arbeit der JMD vorgetragen.

 

Auch mit Haushaltsberichterstatterin Svenja Stadler MdB (2.v.r.) trafen sich die JMD-Bundestutor*innen zum Gespräch.

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news-499 Tue, 22 Oct 2019 15:07:00 +0200 JUGEND STÄRKEN im neuen LOOK! https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/jugend-staerken-im-neuen-look/ Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN bündelt das Bundesjugendministerium Programme, die junge Menschen bei der Integration in Schule, Beruf und Gesellschaft individuell und niedrigschwellig unterstützen. Einen Einblick in die Programme und aktuelle Entwicklungen erhalten Sie ab sofort auf dem runderneuerten Internetauftritt der Initiative!

Mit der Initiative JUGEND STÄRKEN bündelt das Bundesjugendministerium Programme, die junge Menschen bei der Integration in Schule, Beruf und Gesellschaft individuell und niedrigschwellig unterstützen. Einen Einblick in die Programme und aktuelle Entwicklungen erhalten Sie ab sofort auf dem runderneuerten Internetauftritt der Initiative!

 

 

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news-497 Tue, 10 Sep 2019 10:32:09 +0200 JMD-Ausstellung YOUNIWORTH: Jetzt für 2020 bewerben https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/jmd-ausstellung-youniworth-jetzt-fuer-2020-bewerben/ Ein erfolgreiches Jahr ist vergangen, seitdem die neue Ausstellung der Jugendmigrationsdienste ihre Premiere feierte. Sie wurde bisher an insgesamt 21 Orten bundesweit präsentiert und begeisterte rund 8.000 Besucherinnen und Besucher. Auch 2020 tourt YOUNIWORTH wieder durch Deutschland. Seien Sie mit Ihrem Standort dabei und bewerben Sie sich jetzt!

Ein erfolgreiches Jahr ist vergangen, seitdem die neue Ausstellung der Jugendmigrationsdienste ihre Premiere feierte. Sie wurde bisher an insgesamt 21 Orten bundesweit präsentiert und begeisterte rund 8.000 Besucherinnen und Besucher. Auch 2020 tourt YOUNIWORTH wieder durch Deutschland. Seien Sie mit Ihrem Standort dabei und bewerben Sie sich jetzt!

YOUNIWORTH richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ziel der Ausstellung ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen. Getreu dem Ausstellungsmotto „Verstehen – Begegnen – Zusammenleben“ bietet die Ausstellung jungen Menschen und Fachkräften, aber auch Politik und der interessierten Öffentlichkeit viele Anlässe zu Begegnung und Austausch. Dazu laden sieben multimediale Stationen ein: mit Kurzfilmen, Spielen zum Mitmachen und einer Selfie-Aktion.

Die mobile Ausstellung ist ein Angebot für Jugendmigrationsdienste und ihre Netzwerkpartner. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte spiegeln die Arbeit der Jugendmigrationsdienste wider. Zugleich informiert sie über die Angebote der Jugendmigrationsdienste. YOUNIWORTH eröffnet neue Räume für einen fachlichen und persönlichen Austausch und unterstützt Sie bei Ihrer Netzwerk- und Öffentlichkeitsarbeit.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kostenfreie Ausleihe für 2 Wochen (inkl. Versicherung, Transport, Auf- und Abbau)
  • Unterstützung mit didaktischem Begleitmaterial und Materialien zur Öffentlichkeitsarbeit
  • NEU: Workshop zur Vorbereitung von Ausstellungsführungen
  • Ihr Beitrag: Für eine erfolgreiche Präsentation organisieren Sie eine Eröffnungsfeier und ergänzen die Ausstellung mit einem Begleitprogramm. Sie laden Schulklassen oder andere Gruppen zu Führungen durch die Ausstellung ein. Wir beraten Sie gerne bei Fragen zur Präsentation von YOUNIWORTH!

Eine Zusammenfassung der Ausschreibung finden Sie im beigefügten Informationsblatt. Besuchen Sie auch unsere neue Website www.youniworth.de! Hier erhalten Sie weitere Eindrücke und erfahren, wo die Ausstellung in Zukunft in Ihrer Nähe präsentiert wird.

Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Ansprechperson:
Julia Bühler, Projektleiterin JMD-Ausstellung YOUNIWORTH
Tel: 0228- 95968-25, youniworth@jugendmigrationsdienste.de

Ausschreibung

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news-494 Fri, 06 Sep 2019 08:42:18 +0200 Dr. Franziska Giffey besucht Jugendmigrationsdienst in Thüringen https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/dr-franziska-giffey-besucht-jugendmigrationsdienst-in-thueringen/ Am 4. September hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey den Jugendmigrationsdienst im thüringischen Suhl besucht und mit pädagogischen Fachkräften und Jugendlichen darüber diskutiert, wie ein respektvolles, vorurteilsfreies Klima an Schulen gelingt. Mit dem Programm "Respekt Coaches", das die Jugendmigrationsdienste an bundesweit 300 Schulen umsetzen, fördert das Bundesjugendministerium das Demokratieverständnis junger Menschen und will sie so vor religiösem Extremismus schützen. Am 4. September hat Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey den Jugendmigrationsdienst im thüringischen Suhl besucht und mit pädagogischen Fachkräften und Jugendlichen darüber diskutiert, wie ein respektvolles, vorurteilsfreies Klima an Schulen gelingt. Mit dem Programm "Respekt Coaches", das die Jugendmigrationsdienste an bundesweit 300 Schulen umsetzen, fördert das Bundesjugendministerium das Demokratieverständnis junger Menschen und will sie so vor religiösem Extremismus schützen.


Dr. Franziska Giffey zu Besuch beim Jugendmigrationsdienst in Suhl © www.frankphoto.de

Schlaglicht vom 05.09.2019, BMFSFJ

Weitere Informationen finden Sie hier

 

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news-493 Thu, 05 Sep 2019 11:07:06 +0200 Die neue Website zur JMD-Ausstellung YOUNIWORTH ist online https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/die-neue-website-zur-jmd-ausstellung-youniworth-ist-online/ Interessierte können sich ab sofort auf www.youniworth.de umfassend über die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste (JMD) informieren und neue Eindrücke gewinnen. Interessierte können sich ab sofort auf www.youniworth.de umfassend über die mobile Ausstellung der Jugendmigrationsdienste (JMD) informieren und neue Eindrücke gewinnen.

Bleiben Sie informiert: Auf der Webseite erfahren Sie, wann die Ausstellung in Ihrer Nähe ist.

YOUNIWORTH richtet den Blick auf das Zusammenleben junger Menschen in Deutschland. Ziel der Ausstellung ist es, für die Themen Jugend und Migration zu sensibilisieren, Vorurteile zu hinterfragen und einander besser kennenzulernen. Dazu laden sieben multimediale Stationen ein: mit Kurzfilmen, Spielen zum Mitmachen und einer Selfie-Aktion.

Ein Highlight der Ausstellung: Vier junge zugewanderte Erwachsene erzählen ihre Geschichte. 

Ein erfolgreiches Jahr ist vergangen, seitdem die neue Ausstellung der Jugendmigrationsdienste ihre Premiere feierte. Sie wurde an insgesamt 21 Orten bundesweit präsentiert und in die Programmaktivitäten der örtlichen JMD und ihrer Netzwerkpartner eingebunden. Das interaktive Konzept begeisterte rund 8.000 Besuchende und bot jungen Menschen, aber auch Fachkräften, Politikerinnen und Politikern sowie der interessierten Öffentlichkeit viele Anlässe zu Begegnung und Austausch. Über 300 Schulklassen und andere junge Besuchergruppen wurden durch die Ausstellung geführt. Getreu dem Ausstellungsmotto Verstehen – Begegnen – Zusammenleben tauschten sie sich über ihre Wünsche und Vorstellungen eines gemeinsamen Zusammenlebens aus.

Bis Jahresende wird YOUNIWORTH an acht weiteren JMD-Standorten haltmachen. Alle Stationen unter:
www.youniworth.de

 

Text und Bild: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

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news-492 Wed, 28 Aug 2019 10:12:19 +0200 Junge geflüchtete Menschen brauchen Perspektiven! https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/junge-gefluechtete-menschen-brauchen-perspektiven/ Das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz hat gemeinsam mit der LIGA der Spitzenverbände der Freien Wohlfahrtspflege ein Positionspapier zur Situation von minderjährigen und jungen volljährigen Geflüchteten veröffentlicht.

 

Jugendliche und Mitarbeitende des Jugendmigrationsdienstes, Diakoniewerk Simeon gGmbH mit Forderungen des Positionspapiers (© Diakoniewerk Simeon)

“Die Unterbringung junger Volljähriger zwischen 18 und 21 in Gemeinschaftsunterkűnften ohne besonderen Schutz und zusätzliche Betreuung gefährdet nicht nur die psychische Stabilisierung der Jugendlichen sondern auch den Schulabschluss oder die Ausbildung”, so Melanie Lucas, Mitarbeiterin des Jugendmigrationsdienstes des DW Simeon.

Minderjährige und junge volljährige Geflüchtete sind junge Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Unsere diakonischen Beratungsstellen und Einrichtungen der Jugendhilfe verfügen über die fachliche Expertise die unterschiedlichen Problemlagen im Rahmen von Unterbringung, Familiennachzug und Ausbildung zu erkennen und gemeinsam mit den jungen Menschen 
Lösungsansätze zu entwickeln. Die gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre, beispielsweise beim Familiennachzug, der Ausbildungsduldung und das dieser Tage verabschiedete „Geordnete-Rückkehr-Gesetz“ verunsichern die jungen Zugewanderten


Die LIGA der Spitzenverbände fordert:

  • Die Sensibilisierung für die Notlagen der jungen Geflüchteten
  • Die bestmögliche Unterstützung durch adäquate Unterstützung, Beratung und Begleitung
  • die Stärkung der Jugendämter und Jugendhilfeträger

Die Wohlfahrtsverbände fordern dazu konkrete Maßnahmen wie beispielsweise:

  • die Einrichtung einer unabhängigen Beschwerdestelle zur Altersfeststellung
  • erleichterten Zugang zur Ausbildungsduldung
  • Jugendgerechte Unterbringung auch von jungen volljährigen Geflüchteten

Die Wohlfahrtsverbände in Berlin möchten mit dem Positionspapier und den darin enthaltenen Forderungen in den Dialog mit  den zuständigen Berliner Senatsverwaltungen gehen um eine Verbesserung der Situation für die Jugendlichen zu ermöglichen.

“Soziale Teilhabe und Integration sind nur möglich, wenn junge Schutzsuchende die Möglichkeit bekommen, sich jenseits von Rassismus, Abschiebung und drohender institutioneller Hürden eine Perspektive aufzubauen”, so Barbara Eschen, Direktorin des DWBO.

Mehr Informationen zum Positionspapier und die darin enthaltenen Forderungen finden Sie hier:  
www.ligaberlin.de/Positionspapier-Situation-minderjaehriger-und-junger-volljaehriger-Gefluechteter-in-Berlin-997043.html

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news-491 Tue, 13 Aug 2019 11:36:42 +0200 Gemeinsam das Leben in Deutschland meistern: Die Jugendmigrationsdienste auf der Jugendmeile in Berlin https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/gemeinsam-das-leben-in-deutschland-meistern-die-jugendmigrationsdienste-auf-der-jugendmeile-in-ber/ Die Jugendmigrationsdienste (JMD) bieten Beratung und Begleitung für junge Menschen mit Migrationshintergrund. Und sie unterstützen Jugendliche dabei, ihre Persönlichkeit zu entfalten. Ein Beispiel sind die Tanz- und Musikprojekte, die sich auf der Jugendmeile präsentieren. Mit dem Präventionsprogramm Respekt Coaches fördern die JMD zudem die Demokratiebildung an Schulen.

Ein Jahr lang haben Jugendliche des JMD Soest, die meisten von ihnen Geflüchtete, Interviews zum Thema Flucht und Heimat geführt. Heraus kam ein preisgekröntes Bühnenstück mit Streetdance und Rap, das zwei junge Syrer in Auszügen aufführen. Dem Zusammenhalt im Quartier widmet sich das Chorprojekt des JMD Neubrandenburg, der mit seinen Sängerinnen und Sängern die Bühne der Jugendmeile rockt.

Streetdance, Chor und Quiz: Mit den JMD mehr über Vielfalt in Deutschland erfahren
In welchem Land regnet es Hunde und Katzen? Was ist eine Bat Mizwa? Und an wen richtet sich die Allgemeine Menschenrechtserklärung? An ihrem Stand laden die Jugendmigrationsdienste zum interkulturellen Quiz ein. Denn ein Ziel der JMD-Arbeit ist es, mehr über einander zu erfahren und sich für die unterschiedlichen Lebenswelten in unserer Gesellschaft zu öffnen. Angeleitet wird das Quiz von Jugendlichen und Mitarbeitenden aus Berliner JMD.

JMD Respekt Coaches: Demokratiebildung an Schulen Unterschiedliche Meinungen akzeptieren, Position beziehen, argumentieren – das Präventionsprogramm Respekt Coaches macht demokratische Werte für junge Menschen erlebbar und stärkt sie in ihrer Persönlichkeit. Gemeinsam mit Schulen, Trägern der politischen Bildung und der Radikalisierungsprävention setzen die Jugendmigrationsdienste das Programm an bundesweit 189 Standorten um. Mehr Infos gibt es am JMD-Stand und unter www.lass-uns-reden.com.

JMD heißt beraten, begleiten und bilden – bundesweitDie rund 470 JMD in Deutschland beraten und begleiten junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren. Sie unterstützen die Jugendlichen am Übergang Schule/Ausbildung/Beruf und bieten vielfältige Gruppenangebote – ob Orientierung im Bildungssystem, Bewerbungs- und Kommunikationstrainings, Medienkompetenz oder freiwilliges Engagement. Jahrzehntelange Erfahrung, Vernetzung und Fremdsprachenkompetenz zeichnen die JMD aus. Trägerorganisationen der JMD sind die Arbeiterwohlfahrt, der Internationale Bund, die BAG Ev. Jugendsozialarbeit e.V. und BAG Kath. Jugendsozialarbeit e.V.  

Mehr zum Tag der offenen Tür des BMFSFJ

Text und Bild: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

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news-489 Mon, 15 Jul 2019 08:52:31 +0200 Abkommen zur Gründung des Deutsch-Griechischen Jugendwerkes unterzeichnet https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/abkommen-zur-gruendung-des-deutsch-griechischen-jugendwerkes-unterzeichnet/ Deutschland und Griechenland haben die rechtliche Grundlage zur Gründung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks geschaffen: Das entsprechende Abkommen unterzeichneten heute die beiden Staatssekretärinnen Juliane Seifert (BMFSFJ) und Antje Leendertse (Auswärtiges Amt) und der griechische Generalsekretär für Jugend, Pafsanias Papageorgiou bei einem Treffen im Bundesfamilienministerium.

Deutschland und Griechenland haben die rechtliche Grundlage zur Gründung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks geschaffen: Das entsprechende Abkommen unterzeichneten heute die beiden Staatssekretärinnen Juliane Seifert (BMFSFJ) und Antje Leendertse (Auswärtiges Amt) und der griechische Generalsekretär für Jugend, Pafsanias Papageorgiou bei einem Treffen im Bundesfamilienministerium.

Die Grundzüge des Abkommens hatte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey im Oktober vergangenen Jahres mit der griechischen Seite in Athen vereinbart. Sie begrüßte die heutige Unterzeichnung als Meilenstein: „Wir setzen damit ein wichtiges Signal für ganz Europa, das sich in schwierigen Zeiten befindet, und untermauern zugleich die enge Verbindung zwischen Deutschland und Griechenland.

Das Deutsch-Griechische Jugendwerk wird dazu beitragen, das Verständnis junger Menschen beider Länder füreinander zu verbessern, Vorurteile abzubauen und die Lebensweisen, Traditionen und Mentalitäten im jeweils anderen Land zu verstehen – außerdem ist klar: Die internationale Begegnung ist die beste Präventionsarbeit, um Fremdenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Und wo junge Menschen aufeinander treffen, entstehen oft Freundschaften fürs Leben.“

Bundesaußenminister Heiko Maas erklärte: „Ich freue mich, dass die deutsch-griechische Freundschaft mit dem Jugendwerk eine ganz praktische Komponente bekommt. Das war mir ein großes Anliegen und meine Motivation, mich persönlich für die Schaffung des deutsch-griechischen Jugendwerks einzusetzen. Eine gemeinsame europäische Jugend ist die Zukunft Europas. Besonders freut mich auch, dass wir die Entscheidung für Leipzig als Sitz des deutsch-griechischen Jugendwerks treffen konnten!“

Nach Abschluss der weiteren Verhandlungen mit Griechenland über die internen Statuten des Jugendwerks wird das deutsche Büro des Deutsch-Griechischen Jugendwerks so schnell wie möglich seine Arbeit in Leipzig und dem noch zu bestimmenden Ort in Griechenland aufnehmen. Errichtet wird das neue Jugendwerk nach den Vorbildern des Deutsch-Französischen und Deutsch-Polnischen Jugendwerks, die 1963 und 1991 gegründet wurden.

Das Ziel, den Jugendaustausch zwischen Deutschland und Griechenland auszubauen, geht auf den Koalitionsvertrag der vergangenen Legislaturperiode zurück. Die Bundesregierung stellt aktuell jährlich drei Millionen Euro für die Finanzierung des Deutsch-Griechischen Jugendwerks zur Verfügung.

In Vorbereitung des Jugendwerkes wurde über das Sonderprogramm des BMFSFJ zur Intensivierung des deutsch-griechischen Jugendaustausches bereits eine Vielzahl von Akteuren in beiden Ländern gewonnen, die mit großem Engagement den Austausch mit Leben erfüllt haben. Im vergangenen Jahr wurden aus dem Sonderprogramm rund 130 deutsch-griechische Begegnungen mit etwa 4.200 Teilnehmenden gefördert. Dieses Engagement soll künftig mit dem Jugendwerk ausgebaut und verstärkt unterstützt werden.

Weitere Informationen finden Sie hier: www.agorayouth.com

Text: BMFSFJ
Bild: Taxiarchos228 / CC BY-SA 3.0

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news-488 Fri, 12 Jul 2019 10:16:26 +0200 Ausschreibung Programmierung und Gestaltung des Onlineberatungsportals der Jugendmigrationsdienste https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/ausschreibung-programmierung-und-gestaltung-des-onlineberatungsportal-der-jugendmigrationsdienste/ Das Servicebüro Jugendmigrationsdienste sucht einen Auftragnehmer, der die Programmierung und Gestaltung der Webseite für das Onlineberatungsportal der Jugendmigrationsdienste übernmmt.  

Das Onlineberatungsportal für junge Migranten/innen in Deutschland www.jmd4you.de gibt es seit dem Jahr 2009. Es dient dazu, das herkömmliche JMD-Beratungsangebot zu ergänzen.

Gegenstand der Ausschreibung ist die Programmierung und Gestaltung der Website für das Onlineberatungsportal der Jugendmigrationsdienste.

Senden Sie Ihr Angebot bis spätestens Dienstag, den 15. August 2019, an Jürgen Hermann (hermann@jugendmigrationsdienste.de).

Ausschreibung als PDF.

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news-487 Fri, 05 Jul 2019 09:26:28 +0200 Tipp: Handbook Germany – Infoplattform für Neuzugewanderte auf 7 Sprachen https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/tipp-handbook-germany-infoplattform-fuer-neuzugewanderte-auf-7-sprachen/ Handbook Germany gibt in Videos und Texten Antworten von A-Z zum Leben in Deutschland und das in sieben Sprachen. Mit wichtigen Tipps zu Asyl, Wohnung, Gesundheit, Arbeit und Ausbildung, sowie zu Kita, Studium und vielem mehr.  

 

Handbook Germany ist ein Projekt der neuen deutschen medienmacher. Auf Deutsch/Arabisch/ Englisch/Farsi/ Französisch/Paschto/Türkisch bereitet die Redaktion Texte und Videos zu alltagsrelevanten Themen wie Asylantrag, Studienfinanzierung, Arbeitserlaubnis, Wohnungssuche, Kita, Krankenversicherung usw. verständlich auf. Ob im Netz oder bei Facebook, kommentierte Links führen zu Informations- und Unterstützungsangeboten anderer Organisationen, sei es von Behörden, Beratungsstellen oder Initiativen.

 

Zur Website: Handbook Germany

Über eigene Social Media-Kanäle (Facebook über 130.000 Followers) steht das mehrsprachige Redaktionsteam aus Journalist*innen mit und ohne Fluchterfahrung im direkten Austausch mit den neuzugewanderten Gruppen. Dabei beantworten sie täglich Fragen und bieten Verweisberatung.

Zur Facebook-Seite: FB Handbook Germany

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news-484 Fri, 28 Jun 2019 10:16:00 +0200 Andere und sich selbst mit neuen Augen sehen: YOUNIWORTH in Jünkerath https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/andere-und-sich-selbst-mit-neuen-augen-sehen-youniworth-in-juenkerath/ Zahlreiche Jugendliche aus der Westeifel haben im Juni die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH entdeckt. Sie haben nicht nur Überraschendes über sich und ihre Mitschüler erfahren, sondern auch überlegt: Wie wollen wir zusammenleben?  

Zahlreiche Jugendliche aus der Westeifel haben im Juni die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH entdeckt. Sie haben nicht nur Überraschendes über sich und ihre Mitschüler erfahren, sondern auch überlegt: Wie wollen wir zusammenleben?

Frag mich! Junge Geflüchtete berichten auf Knopfdruck über ihr Leben.

Am Dienstag nach Pfingsten übt das Atrium der Graf Salentin Schule in Jünkerath eine ungewöhnliche Anziehungskraft auf die Schülerinnen und Schüler aus. Immer wieder zieht es sie in den Pausen an eine der pastellfarbenen Mitmach-Stationen, die der Jugendmigrationsdient Westeifel dort aufgestellt hat. Gleich am Eingang erwartet sie ein Koffer, der mit dem Wichtigsten für eine große Reise gepackt werden will. Von Videobildschirmen blicken vier junge Frauen und Männer die Jugendlichen erwartungsvoll an. In den nächsten Tagen werden sie den Schülern auf Knopfdruck von ihren Erfahrungen beim Einwandern nach Deutschland erzählen und deren Fragen beantworten.

Es handelt sich um Stationen der mobilen JMD-Ausstellung YOUNIWORTH, die in diesem Monat in Jünkerath gastiert. Sie lädt junge Menschen ein, sich mit der Einwanderungsgesellschaft auseinanderzusetzen und gemeinsam zu überlegen: Wie wollen wir zusammenleben? „Niemals unfair handeln“, „Gleichberechtigung“, „nicht ausländerfeindlich sein“ sind Antworten, die die Jugendlichen beim Ausstellungsbesuch auf Kärtchen notiert und an die Wand gepinnt haben. „Die Ausstellung öffnet die Augen für eine andere Welt, andere Probleme und Lebenslagen“, sagt der Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU), Schirmherr der Ausstellung in Jünkerath. Sie regt aber auch zum Austausch über eigene Erfahrungen an, wenn einige Siebt- und Achtklässler zum Beispiel erzählen, wohin und warum sie selbst schon umgezogen sind – von Russland oder Albanien nach Deutschland oder von der Stadt aufs Land. Schnell wird klar: Die Einwanderungsgesellschaft, das sind wir alle zusammen.

Woher kommen eigentlich die Wörter, die wir benutzen? Die Antworten erstaunen viele.

Am Ende der Ausstellungszeit werden zahlreiche Jugendliche, aber auch junge Erwachsene aus Schulen und Berufseinstiegprogrammen der Umgebung an geführten Rundgängen teilgenommen haben. Pädagogisch betreut von den Mitarbeitenden des JMD Westeifel, haben viele von ihnen Neues gelernt: über ihre Mitschüler und sich selbst, über die eigenen Grundrechte und darüber, was es bedeutet, in einem Land neu anzukommen. YOUNIWORTH hat seine Mission erfüllt und zieht weiter: Die nächste Station der mobilen JMD-Ausstellung ist im ostbayerischen Amberg (JMD Sulzbach-Rosenberg).

 

Patrick Schnieder (MdB) im Gespräch mit einer JMD-Mitarbeiterin, die durch die Ausstellung führt.

Sieben interaktive Stationen locken die Jungen und Mädchen auch in den Pausen an.

Mehr über YOUNIWORTH
Zum JMD Westeifel

Text und Bilder: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

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news-482 Wed, 05 Jun 2019 09:11:08 +0200 Bessere Sprachförderung für junge Geflüchtete https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/garantiefonds-hochschule/ Über die Bildungsberatung "Garantiefonds Hochschule" können Geflüchtete und deren Familien qualifizierte Sprachkurse besuchen. Nun sind die Richtlinien überarbeitet worden, um deren Bedarf an hochqualifizierenden Deutschkursen für Asylberechtigte besser gerecht zu werden. Über die Bildungsberatung "Garantiefonds Hochschule" können Geflüchtete und deren Familien qualifizierte Sprachkurse besuchen. Nun sind die Richtlinien überarbeitet worden, um dem Bedarf an hochqualifizierenden Deutschkursen für Asylberechtigte besser gerecht zu werden.

Junge Zuwanderinnen und Zuwanderer auf dem Weg zum Abitur und ins Studium sprachlich zu unterstützen - das ist ein zentrales Ziel des "Bundesprogramms Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule". Damit leistet das Bundesjugendministerium einen Beitrag zu mehr Chancengleichheit und besseren Teilhabemöglichkeiten in Deutschland. Wegen der steigenden Nachfrage an hochqualifizierenden Deutschkursen für Asylberechtigte und anerkannte Flüchtlinge gelten seit dem 1. Juni 2019 neue Regularien bei der Unterstützung.


Junge Migrantinnen und Migranten auf dem Weg ins Studium© BMFSFJ

Neugestaltung der Richtlinien ab Juni 2019

Ab sofort können auch Kinder von Asylberechtigen und anerkannten Flüchtlingen gefördert werden. Das ist ein Gewinn mit Blick auf die Sprachförderung von jungen Menschen, die ihre Schulbildung im Heimatland abgeschlossen haben, selbst aber nicht über den Flüchtlingsstatus verfügen und bisher nicht gefördert werden konnten.

Außerdem sind die Ausnahmeregelungen neu gefasst worden. Sie berücksichtigen neben gesundheitlichen Beeinträchtigungen künftig Kinderbetreuungs- und Pflegeverpflichtungen der Antragstellerinnen und Antragsteller. Im Ausnahmefall können junge Geflüchtete auch nach ihrem 30. Geburtstag einen Förderantrag stellen.

Förderung für junge Flüchtlinge
Förderberechtigt sind junge Zuwanderinnen und Zuwanderer mit einem dauerhaften Bleiberecht, die in Deutschland die Hochschulreife erwerben, ein Hochschulstudium anstreben oder fortsetzen möchten. Sie müssen im Regelfall unter 30 Jahre alt sein. Förderberechtigt sind auch deren Ehegattinnen und Ehegatten.


Stipendien für Sprachkurse und mehr
Es werden Stipendien für folgende Maßnahmen geleistet:

  • Deutschintensivsprachkurse mit dem Abschlussziel C1, bei Studienbewerberinnen und Studienbewerbern die Testabschlüsse Deutsch als Fremdsprache beziehungsweise die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang. Die Kurse bauen auf den Integrationskursen des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge auf und ergänzen die aktuellen Sprachfördermaßnahmen zur Integration von hochqualifizierten Flüchtlingen.
  • Englischintensivkurse für Studienbewerberinnen und Studienbewerber mit Hochschulzugangsberechtigung ohne Englischvorkenntnisse
  • fachspezifische Vorbereitungskurse zum Studienkolleg und Studium
  • Sonderlehrgänge zum Erwerb der Hochschulreife

Förderung bei den Bildungsberatungsstellen beantragen
Förderanträge werden bei den Bildungsberatungsstellen Garantiefonds Hochschule gestellt - entweder persönlich oder online. Sie prüfen die Zulassungsvoraussetzungen und leiten die Anträge mit einer Förderempfehlung an die Otto Benecke Stiftung e.V. weiter. Die Stiftung vergibt die Zuwendungen im Auftrag des Bundesjugendministeriums nach festgelegten Richtlinien an die jungen Flüchtlinge, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler.


Text und Bild: BMFSFJ

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news-480 Mon, 03 Jun 2019 11:21:36 +0200 RESPEKT*ival - Ein Schulfest für ein MEHR an Miteinander & Toleranz in Dresden https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/respektival-ein-schulfest-fuer-ein-mehr-an-miteinander-toleranz-in-dresden/ Schülerinnen und Schüler aus Dresden organisierten gemeinsam mit den Respekt Coaches ihr eigenes Schulfest – das RESPEKT*ival. Neben Musik-, Tanz- und Graffitiworkshops waren auch Diskussionen zum Thema Religion Teil des Programms. Im Mittelpunkt stand dabei immer das Miteinander an der Schule. Am 2. Mai 2019 fand an der 46. Oberschule in Dresden das RESPEKT*ival statt - ein Projekttag initiiert von den Respekt Coaches Sophie Müller und Bianca Kaina des Jugendmigrationsdienstes der Caritas Dresden

Einen ganzen Tag lang drehte sich der Schulalltag der Schülerinnen und Schüler der 7. und 8. Klassenstufen einmal nicht um Mathe oder Deutsch. Stattdessen konnten die Jugendlichen sich  aussuchen, zu welchen der zwölf Workshops sie gehen möchten. Auf dem Programm standen Angebote zum Interreligiösem Dialog  oder Cybermobbing, besser Diskutieren, Musik  sowie ein Graffiti- und HipHopkurs. Der Fokus aller Workshops lag darauf gemeinsam etwas Neues auszuprobieren.


Die Schülerinnen und Schüler der 46. Oberschule Dresden gestalteten die Deko für ihr RESPEKT*ival selbst.


Im Anschluss an die Workshops fand ein großes Schulfest auf dem Pausenhof statt, an dem nicht nur Schülerinnen und Schüler teilnehmen konnten, sondern auch die anderen Klassenstufen, Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Nachbarn.

Schülerinnen und Schüler beteiligen und Räume zum Austausch schaffen

Schon in der Planung waren die Jugendlichen fest eingebunden. Sie suchten nach Sponsoren, hängten Poster für das Schulfest in naheliegenden Geschäften auf und luden die umliegenden Nachbarn in die Schule ein. „Wir möchten den Schülerinnen und Schülern zeigen, dass wenn sie sich an etwas beteiligen, sie auch etwas auf die Beine stellen können“, betonten die beiden Respekt Coaches Sophie Müller und Bianca Kaina.  

In den Workshops am Vormittag fand ein intensiver Austausch zwischen den Jugendlichen der Schule statt. In der Arbeitsgruppe „Meine Religion und die der Anderen“ diskutierten die 13 bis 14-Jährigen mit dem Workshopleiter Ahmed Ali über Identität, Herkunft und Religion. Die jungen Teilnehmenden waren sich darüber einig, dass es nicht so wichtig sei, woher man komme oder welcher Religion man angehöre. Wichtig sei, dass man Andere so akzeptiere, wie man auch selbst akzeptiert werden wolle. „In erster Linie bin ich Mensch“, kommentierte hier eine Schülerin

Für ein interkulturelles und buntes Miteinander

Zur Eröffnung des Schulfestes spielte die Dresdener Band Banda Internationale einige Songs. Viele Besucherinnen und Besucher brachten etwas zu Essen mit, sodass Stück für Stück ein internationales Buffet entstand. Am Ende des Tages waren Bianca Kaina und Sophie Müller zufrieden. „Die Kinder haben echt total gut mitgemacht“, resümierten sie. Die Schülerinnen und Schüler hatten ebenfalls viel Spaß. Schließlich haben sie das Fest ja zusammen mit den beiden Respekt Coaches organisiert. Und das nächste gemeinsame Projekt ist schon in Planung!

Text und Bild: Fachstelle JMD Respekt Coaches

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news-479 Wed, 22 May 2019 16:08:26 +0200 Integration ist Prävention – Die Jugendmigrationsdienste präsentieren sich beim Deutschen Präventionstag in Berlin https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/integration-ist-praevention-die-jugendmigrationsdienste-praesentieren-sich-beim-deutschen-praevention/ Prävention und Demokratieförderung standen im Vordergrund des diesjährigen Deutschen Präventionstags. Die Jugendmigrationsdienste präsentierten sich als wichtige Partner für die Integrations- und Präventionsarbeit. Prominenteste Besucherin am Stand der Jugendmigrationsdienste war Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey. Prävention und Demokratieförderung standen im Vordergrund des diesjährigen Deutschen Präventionstags. Die Jugendmigrationsdienste präsentierten sich als wichtige Partner für die Integrations- und Präventionsarbeit. Prominenteste Besucherin am Stand der Jugendmigrationsdienste war Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey.

 
Franziska Giffey informierte sich beim Team der Jugendmigrationsdienste über dessen Arbeit im Bereich Demokratieförderung. Motto des neuesten JMD-Projekts: Lass uns reden! Reden bringt Respekt

Orientierung geben, das Potenzial des Einzelnen fördern, Zukunftsperspektiven schaffen: Durch Beratung und Bildungsangebote unterstützen die Jugendmigrationsdienste (JMD) junge Zugewanderte insbesondere am Übergang Schule/Ausbildung/Beruf. Sie helfen ihnen, in der neuen Heimat Fuß zu fassen und leisten dadurch auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention. Denn wer die eigenen Handlungsmöglichkeiten kennt und ein selbstbestimmtes Leben führt, ist weniger anfällig für Kriminalität oder Radikalisierung.

Perspektiven aufzeigen, vor Vereinnahmung schützen

Das vermittelten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus JMD-Standorten in ganz Deutschland beim diesjährigen Präventionstag in Berlin. Im Gespräch mit der Schirmherrin des Präventionstags, Bundesjugendministerin Giffey, berichteten die JMD-Fachkräfte über ihre Arbeit. Im Fokus stand unter anderem das neue Projekt „Respekt Coaches“, das an 189 Standorten bundesweit umgesetzt wird. Unter dem Motto „Lass uns reden! Reden bringt Respekt“ arbeiten die Mitarbeitenden mit Schulen zusammen, um Jugendliche als mündige, demokratisch gebildete Bürgerinnen und Bürger zu stärken. Ein Anliegen von Mitarbeitenden wie Adrian De Souza Martins vom JMD Berlin-Neukölln ist es, die Jugendlichen „dazu zu bewegen, ihre Meinung zu artikulieren, auch mal andere Perspektiven einzunehmen und zu akzeptieren, dass nicht alle am Ende einer Diskussion die gleiche Meinung haben müssen.“ Zugleich lernen sie, sich besser gegen Hass und Ausgrenzung zur Wehr zu setzen.


Franziska Giffey und Berlins Innensenator Andreas Geisel im Gespräch mit einer JMD-Mitarbeiterin über Demokratieförderung an Schulen

Zum Schwerpunktthema des Kongresses, der Demokratieförderung, passte auch der Messeauftritt der Jugendmigrationsdienste: An zwei interaktiven Videostationen konnten Besucherinnen und Besucher virtuell mit Menschen aus anderen Kulturen ins Gespräch kommen. Sich über Lebenserfahrungen, Ansichten und Träume auszutauschen, ist ein Ziel der JMD-Wanderausstellung YOUNIWORTH, zu der die Videostationen gehören.

Jugendmigrationsdienste als vielseitige Partner

Das Angebot der Jugendmigrationsdienste zog viele Interessierte an – nicht zuletzt, weil die 470 JMD in Deutschland viel Erfahrung mitbringen und gut vernetzt sind. So sind sie Kooperationspartner für Behörden, Institutionen und Akteure der Präventions- und Jugendsozialarbeit. Weitere Angebote der Jugendmigrationsdienste umfassen die Onlineberatung JMD4YOU und das Modellprojekt „JMD im Quartier“.

Mehr über das JMD-Projekt „Respekt Coaches“: www.lass-uns-reden.com

Hintergrund

Der Deutsche Präventionstag ist der weltweit größte Jahreskongress zur Kriminalprävention und angrenzender Bereiche. Mit dem diesjährigen Schwerpunkthema „Prävention & Demokratieförderung“ standen am 20. und 21. Mai 2019 zivilgesellschaftliches Engagement und politische Bildung im Fokus.

Text und Bilder: Servicebüro Jugendmigrationsdienste


 

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news-477 Mon, 13 May 2019 13:39:51 +0200 Vote for Europe! Neuer Film des JMD Oldenburg https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/vote-for-europe-neuer-film-des-jmd-oldenburg/ Im Vorfeld der Europawahlen 2019 haben Oldenburger Jugendliche, die mehrheitlich muslimisch sind, verschiedenste Europäer*innen interviewt. Alle leben in Oldenburg und geben im Film ihr Statement zu Europa ab.  

Im Vorfeld der Europawahlen 2019 haben Oldenburger Jugendliche, die mehrheitlich muslimisch sind, verschiedenste Europäer*innen interviewt. Alle leben in Oldenburg und geben im Film ihr Statement zu Europa ab.


Der Film entstand aus einer Kooperation von Europe Direct Oldenburg mit dem JMD Oldenburg (CJD), gefördert durch die Robert Bosch Stiftung.

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news-476 Mon, 29 Apr 2019 12:04:54 +0200 Standorttreffen des Modellprojekts Jugendmigrationsdienst im Quartier in Hamburg-Harburg https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/standorttreffen-des-modellprojekts-jugendmigrationsdienst-im-quartier-in-hamburg-harburg/ „Mitgestalten“ – unter dieser Überschrift kamen am 3. und 4. April 2019 Mitarbeitende der 16 Jugendmigrationsdienst (JMD) im Quartier-Standorte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Trägergruppen und der beteiligten Bundesministerien BMI und BMFSFJ in Hamburg-Harburg zusammen. Ziele dieses 3. Standorttreffens waren, sich über umgesetzte Mikroprojekte an den Standorten auszutauschen, aktuelle Themen im Modellprojekt der ressortübergreifenden Strategie zu besprechen und das Quartier Hamburg-Harburg zu erkunden.  

„Mitgestalten“ – unter dieser Überschrift kamen am 3. und 4. April 2019 Mitarbeitende der 16 Jugendmigrationsdienst (JMD) im Quartier-Standorte sowie Vertreterinnen und Vertreter der Trägergruppen und der beteiligten Bundesministerien BMI und BMFSFJ in Hamburg-Harburg zusammen. Ziele dieses 3. Standorttreffens waren, sich über umgesetzte Mikroprojekte an den Standorten auszutauschen, aktuelle Themen im Modellprojekt der ressortübergreifenden Strategie zu besprechen und das Quartier Hamburg-Harburg zu erkunden.

Die Teilnehmenden des JMD-im-Quartier-Standorttreffens

 

Der erste Eindruck zählt

Interessiert verfolgte Thomas Thomsen, Fachamtsleiter für die Jugend- und Familienhilfe des Bezirksamtes Hamburg-Harburg, die digital geschaltete Live-Umfrage „Was ist der erste Eindruck von Hamburg-Harburg?“.  „Multikulturell“, „grau“, „Backstein“ und „Baustellen“, waren nur einige der Eindrücke der Teilnehmenden. In seinem Grußwort hieß Herr Thomsen die Teilnehmenden herzlich willkommen und erläuterte neben einigen Fakten zum Tagungsort auch erste Hintergründe zur Umsetzung des Bundesprogramms „Soziale Stadt“ in Hamburg-Harburg.

Über 170 Mikroprojekte – Beziehungsarbeit mit Jugendlichen als Schlüssel

An den bundesweit 16 Standorten im Modellprojekt wurden seit Ende 2017, wie Projektkoordinator Benjamin Reichpietsch erläuterte, über 170 Mikroprojekte geplant und umgesetzt. Die wichtigsten Handlungsfelder der Mikroprojekte waren hierbei „Kultur“, „Interkulturelle Öffnung“, „Bildung“ sowie die „Unterstützung partizipativer Projekte von jungen Menschen im Quartier“.

In Kleingruppen diskutierten die Teilnehmenden, wie die Mikroprojekte noch effektiver durchgeführt werden können. Dabei wurde schnell klar: Der persönliche Kontakt und die Beziehungsarbeit sind Schlüssel zum Aktivieren junger Menschen und letztendlich zu deren Empowerment.

JMD im Quartier – Türöffner ins Quartier

Diskutiert wurde die Zusammenarbeit zwischen den JMD im Quartier-Standorten und dem Quartiersmanagement. Es wurde klar: Für eine nachhaltige Entwicklung in den Quartieren ist der Austausch mit den koordinierenden Stellen des Quartiersmanagements ein Muss, und der JMD im Quartier ist eine Chance für die gelingende integrierte Quartiersentwicklung. JMD im Quartier ist, auch durch den guten Zugang zur JMD-Zielgruppe (junge Menschen mit Migrationshintergrund von 12-27 Jahren), ein weiterer Türöffner ins Quartier. Das Modellprojekt fördert und stärkt die Möglichkeiten für gelebte Partizipation und damit auch die Perspektive, alle Menschen im Quartier einzubeziehen.

Ebenso eröffnet die Zusammenarbeit mit der lokalen Wirtschaft zusätzliche Angebote für die Menschen im Quartier. Zu Kooperationsmöglichkeiten für die Standorte in diesem Bereich informierte Merle Bargmann vom Projekt „JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen“.

Modellprojekt als Chance im Quartiersmanagement

Ein kreativer und lebendiger Impulsvortrag von Johanna Klatt und Markus Kissling von der „LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V.“ zum Thema „Lust auf integrierte Quartiersentwicklung“ zeigte den Teilnehmenden auf, wie viel ein einzelnes Mikroprojekt bewegen kann. Ausgehend von theoretischen Grundlagen zur „Sozialen Stadt“, wurden die Kernthemen des Quartiersmanagements und gute Mikroprojektbeispiele vorgestellt. Diese funktionieren besonders gut, wenn die Komponente „Eigeninteresse“ bedacht und auch nach dem Motto „Lass uns doch mal was Verrücktes machen!“ agiert wird.

Bunt, ansprechend, vielfältig: Die JMD im Quartier Mikroprojekte stellen sich vor.

 

Der zweite Eindruck bleibt – Quartiersrundgang Hamburg-Harburg

„Lebendig“, „kulturell vielfältig“, „grün“, „kreativ“, „divers“ - also schon deutlich anders als am Anfang lauteten die Aussagen der Teilnehmenden in der zweiten digitalen Abfrage zu ihren Eindrücken vom Quartier Hamburg-Harburg. Vorausgegangen war ein Quartiersrundgang, geleitet von Karla Stierle vom Fachamt Sozialraummanagement und integrierte Stadtteilentwicklung des Bezirksamts Hamburg-Harburg. Auf dem Rundgang wurde durch eindrucksvolle Beispiele deutlich, wie sehr sich der Stadtteil Hamburg-Harburg durch das Programm „Soziale Stadt“ und auch durch Modellprojekte wie JMD im Quartier verändert. Trotz bestehender Herausforderungen entwickelt sich Hamburg-Harburg zu einem attraktiven Wohnort und dynamischen Stadtviertel.

Projektbeispiel: It´s up to you(th) – Empowerment von Jugendlichen für Jugendliche

Zum Abschluss des Standorttreffens wurde mit „It´s up to you(th)“ ein im Jahr 2018 erfolgreich umgesetztes Mikroprojekt des JMD im Quartier-Standortes Hamburg-Harburg vorgestellt. Maike Carstensen von JMD im Quartier und ihre Projektpartnerin Mouniera Thalau von der Lawaetz-Stiftung (Lokale Partnerschaften Harburg und Süderelbe) planten gemeinsam mit jungen Menschen aus Hamburg-Harburg eine Jugendkonferenz. Es wurden gemeinsame Ideen und Wünsche für ein Zusammenleben in Vielfalt im Quartier entwickelt. Kreative Workshops auf der Konferenz förderten nicht nur ein vielfältiges und demokratischen Miteinander der jungen Menschen, sondern regten auch zu Gesprächen zu drängenden Themen wie „Diskriminierungserfahrungen und Rassismus“ an. Eine Fortsetzung des Formates ist in Planung.

Dieses Projektbeispiel, der informative Quartiersrundgang und der rege Austausch während des Standorttreffens sind für die Teilnehmenden hoffentlich wieder Inspiration und Anstoß für neue Mikroprojekte an den JMD im Quartier-Standorten! Das nächste Standorttreffen im Modellprojekt ist vom 26.-28.11.2019 in Stuttgart geplant.

 

Die Teilnehmenden erkunden Hamburg-Harburg.

 

Über das Modellprojekt Jugendmigrationsdienst (JMD) im Quartier

Zur Stärkung von Jugendlichen in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf

Wie kann die Lebenssituation der Bewohnerinnen und Bewohner in Stadtteilen mit besonderem Entwicklungsbedarf verbessert und das soziale Zusammenleben gestärkt werden? Im Modellprojekt JMD im Quartier können junge Menschen in gemeinsamen Aktivitäten ihr Quartier mitgestalten - und verschiedene Möglichkeiten der Beteiligung kennenlernen und ausprobieren. Sie planen z. B. eine Fahrradwerkstatt mit einem Künstlerkollektiv, eine quartiersübergreifende Jugendkonferenz oder Workshops zum interreligiösen Dialog mit verschiedenen Glaubensgemeinschaften im Quartier. Die 16 Modellstandorte befinden sich in aktuellen bzw. ehemaligen Gebieten der "Sozialen Stadt" und sind in bestehenden JMD eingerichtet.

www.jmd-im-quartier.de

Text und Fotos: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

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news-473 Wed, 24 Apr 2019 16:09:01 +0200 Respekt Coaches im Austausch https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/respekt-coaches-im-austausch/ Demokratieverständnis stärken, Ausgrenzung erkennen, Perspektiven aufzeigen: Was ist wichtig, damit Präventionsarbeit an Schulen gelingt? Hierzu tauschten sich im März 190 Mitarbeitende des Programms Respekt Coaches in Berlin und Frankfurt am Main aus. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm deutschlandweit um. Neben Fachvorträgen luden Workshops dazu ein, die eigene Arbeit zu reflektieren und gute Praxis zu teilen. Demokratieverständnis stärken, Ausgrenzung erkennen, Perspektiven aufzeigen: Was ist wichtig, damit Präventionsarbeit an Schulen gelingt? Hierzu tauschten sich im März 190 Mitarbeitende des Programms Respekt Coaches in Berlin und Frankfurt am Main aus. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm deutschlandweit um. Neben Fachvorträgen luden Workshops dazu ein, die eigene Arbeit zu reflektieren und gute Praxis zu teilen.


In kleinen Gruppen sammelten die Respekt-Coaches-Mitarbeitenden ihre Ideen und Erfahrungen zu Prävention an Schulen und Gruppenangeboten für Schülerinnen und Schüler.

Zu Beginn beider Veranstaltungen begrüßten Sabine Schulte Beckhausen, Referatsleiterin, bzw. Gwendolyn Bergmann, Referentin, aus dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Teilnehmenden und standen diesen an beiden Tagen für den weiteren Austausch zur Verfügung.

Der fachliche Input erfolgte unter anderem durch zwei Experten der Organisation „Dialog macht Schule“, die mit Studierenden politische Bildungsarbeit an Schulen anbietet. Hassan Asfour (Geschäftsführer) und Stipo Zeba (Projektleitung Berlin) informierten über ihre Herangehensweise im Projekt und gaben Tipps, wie der Zugang zu den Schülerinnen und Schülern bestmöglich gestaltet werden kann. Sie betonten die Wichtigkeit einer transparenten Kommunikation und klarer Absprachen mit allen Akteurinnen und Akteuren der Schule.

Weitere Vorträge beschäftigten sich mit dem Umgang mit antimuslimischem Rassismus im Kontext der Radikalisierungsprävention. Dazu sprach in Berlin Dr. Götz Nordbruch, Geschäftsführer des Vereins ufuq.de, der sich auf die Themen Islam, Islamfeindlichkeit und Islamismus spezialisiert hat. In Frankfurt referierte Osman Özdemir von der Bildungsstätte Anne Frank. Beide Experten betonten, dass Diskriminierungserfahrungen und antimuslimischer Rassismus zwar nicht ausschlaggebend für eine Radikalisierung seien, sie aber maßgeblich begünstigen können. Daher benötigten Schülerinnen und Schüler einen sicheren Raum, um über ihre Diskriminierungserfahrungen sprechen zu können.

Tipps für ein Präventionskonzept

Wie entwickle ich gemeinsam mit meiner Kooperationsschule ein nachhaltiges Präventionskonzept? Um diese Frage drehte sich der Vortrag des Vereins „Salam Sachsen-Anhalt“. Hans Goldenbaum von Salam stellte das Handwerkszeug für ein tragfähiges Konzept vor. Als erster Schritt sollen zunächst, so Goldenbaum, die Bedarfe der jeweiligen Schule ausgemacht werden, die es im Rahmen der Primärprävention zu bearbeiten gilt. Bei der Bedarfsanalyse sei es unumgänglich, die Vertreterinnen und Vertreter der Schule einzubinden. Das können neben der Schulleitung, Lehrkräften und Schulsozialarbeit auch Schülerinnen und Schüler sein. Eine große Herausforderung sei es, die Bedarfe der Akteure festzustellen, so Hans Goldenbaum. Stehen diese fest, sollen aus ihnen passgenaue Präventionsziele abgeleitet und formuliert werden. Zur Erreichung dieser Ziele sind die Gruppenangebote für die Schülerinnen und Schüler passgenau so zu konzipieren.

Zudem hatten die Mitarbeitenden Zeit, sich in Kleingruppen über ihre bisherigen Erfahrungen im Programm Respekt Coaches auszutauschen. In einer ersten Arbeitsphase entwickelten sie gemeinsam das Profil einer Respekt-Coaches-Fachkraft weiter. Die zweite Arbeitsphase galt dem Präventionskonzept. Die Teilnehmenden stellten bestehende Konzepte vor und berieten sich dazu, was ein Präventionskonzept für Schulen beinhalten sollte. In der dritten und letzten Arbeitsphase diskutierten die Kolleginnen und Kollegen über Formate der Gruppenangebote an Schulen, die sie gemeinsam mit Trägern der politischen Bildung und der Extremismusprävention durchführen.

Über Respekt Coaches

Mit präventiven Angeboten an bundesweit 189 Standorten stärkt das Programm Respekt Coaches junge Menschen als mündige, demokratisch gebildete Bürgerinnen und Bürger und hilft ihnen, sich gegen Hass und Ausgrenzung zur Wehr zu setzen. Auch das Aufzeigen von Lebensperspektiven durch eine sozialpädagogisch geschulte Begleitung am Übergang von der Schule in den Beruf ist ein wichtiger Bestandteil. Bisher wurden 15.000 Schülerinnen und Schüler erreicht. Die Jugendmigrationsdienste setzen das Programm an den Schulen um, das seit 2018 vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert wird.

Mehr dazu unter www.lass-uns-reden.com

Text und Bild: Jugendmigrationsdienste

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news-472 Mon, 08 Apr 2019 08:49:37 +0200 Von subtil bis militant: Wie Islamisten Kinder und Jugendliche in „Social Media“ anwerben https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/pressemitteilung-von-subtil-bis-militant-wie-islamisten-kinder-und-jugendliche-in-social-media-a/ Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat den Lagebericht „Islamismus im Netz 2018“ vorgestellt. Erarbeitet und herausgegeben wird er von „jugendschutz.net“. Der Bericht macht deutlich, wie islamistische Akteure ihre Deutungsmuster an junge Menschen herantragen. Dabei docken sie bewusst am medialen Kommunikationsverhalten vieler Jugendlicher an. Pressemitteilung des BMFSFJ

Lagebericht „Islamismus im Netz 2018“ und Handreichung „Salafismus Online“ vorgelegt

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat den Lagebericht „Islamismus im Netz 2018“ vorgestellt. Erarbeitet und herausgegeben wird er von „jugendschutz.net“. Der Bericht macht deutlich, wie islamistische Akteure ihre Deutungsmuster an junge Menschen herantragen. Dabei docken sie bewusst am medialen Kommunikationsverhalten vieler Jugendlicher an.

Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey: „Jugendliche sind im Visier von Islamisten. Islamistische Gruppen ködern Kinder und Jugendliche mit provokanten Videos, Anleihen aus Comics und Computerspielen oder mit subtilen Hassbotschaften. Sie geben sich harmlos, nutzen gesellschaftliche Debatten als Einfallstor und kaschieren den extremistischen Kontext. Besonders empfänglich sind die Jugendlichen, die selber Diskriminierung erfahren haben, sich ausgegrenzt und benachteiligt fühlen. Politik muss gegensteuern und darf islamistischen Akteuren nicht das Feld überlassen. Jugendliche und junge Erwachsene müssen in ihrem Selbstverständnis als Teil der Gesellschaft gestärkt werden. Dazu gehören Anerkennung, Zugehörigkeit und Identität, aber auch verbesserte Schutzmaßnahmen. Wir werden in diesem Jahr, 2019, einen Gesetzesvorschlag zur Novellierung des Jugendmedienschutzes vorlegen. Ziel ist, die Betreiber stärker in die Pflicht zu nehmen – z.B. durch sichere Voreinstellungen in Online-Chats, niedrigschwellige Melde- und Hilfesysteme oder klare Alterskennzeichnungen. Anbieter von Plattformen und Diensten im Internet müssen sicherstellen, dass Kinder und Jugendliche nicht mit extremistischen Inhalten konfrontiert und radikalisiert werden. Und wir müssen junge Menschen zum eigenverantwortlichen Handeln befähigen. Dazu unterstützen wir Projekte zur Stärkung der Medien-kompetenz junger Menschen. Z.B. fördern wir die Broschüre „Salafismus Online“, die Material für Präventionsarbeit in der Schule und der Jugendarbeit aufbereitet“. 

"Für islamistische Akteure sind Instagram, YouTube und Telegram ein ideales Rekrutierungsfeld", sagt Stefan Glaser, Leiter von jugendschutz.net. Zwar sei ein Rückgang von strafbaren Angeboten festzustellen, das Gefährdungspotenzial für junge Userinnen und User habe sich aber kaum verringert. "Die mobile Nutzung dieser Dienste gehört für Kinder und Jugendliche zum Alltag, so dass sich die Ansprache leicht außerhalb der Einflussräume von Eltern oder Bezugspersonen vollziehen kann." Strategie der Extremisten sei es, über jugendkulturelle Phänomene einen niedrigschwelligen Zugang zur islamistischen Weltanschauung zu schaffen.

Wir müssen islamistische Propaganda im Internet auf mehreren Ebenen bekämpfen", betont Dr. Marc Jan Eumann, Direktor der Medienanstalt Rheinland-Pfalz und stellvertretender Vorsitzender der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM) "Geltendes Recht muss effektiv durchgesetzt, also Verstöße geahndet und Täter belangt werden. Parallel ist es notwendig, junge Menschen zu stärken und Erziehungsverantwortlichen Instrumente für die Medienbildung an die Hand zu geben. Letzteres wollen wir mit unserer heute vorgelegten Handreichung ‚Salafismus Online‘ tun", so Eumann weiter.

Vorgestellt wurde der Bericht in den Räumen von Ufuq e.V. – ein in Berlin Kreuzberg angesiedelter Verein, der durch das Bundesfamilienministerium unterstützt wird und sich gegen islamistische Radikalisierung im Netz engagiert. Dr. Götz Nordbruch, Co-Geschäftsführer des Vereins, betont die Vielfalt der Themen, die von Islamisten angesprochen werden. „Religion steht nicht immer im Vordergrund. Oft geht es auch um Fragen von Identität, Gemeinschaft, Geschlechterrollen oder Gerechtigkeit, auf die Jugendliche hier einfache Schwarz-Weiß-Antworten bekommen. Präventionsarbeit zielt daher darauf, Jugendliche zu empowern, um für sich eigene Antworten auf diese Fragen zu finden.“

Für den Bericht hat jugendschutz.net insgesamt 19.200 Angebote mit islamistischen Inhalten gesichtet. In 649 Beiträge in sozialen Medien wurden insgesamt 872 Verstöße gegen jugendschutzrechtliche Bestimmungen festgestellt und untersucht. Zu 56% bezogen sich die Verstöße auf Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. In 20% der Fälle ging es um Kriegsverherrlichung, zum Beispiel in Form der Glorifizierung des Dschihads. In 14% der Fälle wurde die Menschenwürde verletzt, beispielsweise durch Leidensdarstellung von Kriegsopfern und in 6% der Fälle ging es um Gewaltdarstellungen wie Hinrichtungs- oder Foltervideos. Im Vergleich zu 2017 ging die Zahl der Gewaltdarstellungen von 195 registrierten Verstößen auf 48 im Jahr 2018 zurück. Der Großteil der 2018 gesichteten Fälle islamistischer Propaganda (87%) befand sich auf ausländischen Social-Media-Diensten wie Youtube, Facebook, Instagram oder Telegram. YouTube löschte die Beiträge nach Hinweis in 99% der Fälle, Instagram in 98%, Facebook in 82% und Telegram lediglich in 58% der gemeldeten Verstöße.

Der Bericht 2018: "Islamismus im Netz" steht unter https://www.hass-im-netz.info/bericht2018/ zum Download bereit. Die Broschüre "Salafismus Online" stellt Arbeitsmaterialien für die praktische Arbeit in der Schule bereit und bietet Hintergrundinformationen über Propagandastrategien im Netz. Sie wird von jugendschutz.net und klicksafe in Kooperation mit ufuq.de herausgegeben und kann unter https://www.klicksafe.de/salafismus/ abgerufen werden.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) fördert im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ neben jugendschutz.net und Ufuq e.V. zahlreiche Modellprojekte, die Ansätze entwickeln, wie die Medienkompetenz von Jugendlichen gestärkt werden kann und wie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren im Umgang mit extremistischen Inhalten im Netz geschult werden können.

 Text und Bild: BMFSFJ

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news-471 Fri, 22 Mar 2019 13:20:00 +0100 Videoprojekt "Die Welt ist bunt" https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/die-welt-ist-bunt/ Im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus 2019 und speziell dem dazu gehörigen Tag gegen Rassismus am 21.03.2019 haben der Jugendmigrationsdienst Leer und Emden ein kleines Videoprojekt unter dem Namen „Die Welt ist bunt“ ins Leben gerufen. Im Rahmen der internationalen Woche gegen Rassismus 2019 und speziell dem dazu gehörigen Tag gegen Rassismus am 21.03.2019 haben der Jugendmigrationsdienst Leer und Emden ein kleines Videoprojekt unter dem Namen „Die Welt ist bunt“ ins Leben gerufen.



In diesem schildern Personen aus verschiedenen Teilen der Welt ihre Fluchtgründe und geben damit ein Statement gegen Rassismus ab. Der JMD Leer und Emden dankt allen Beteiligten für die Teilnahme und hofft seine Arbeit durch dieses Video in den Fokus einer breiten Öffentlichkeit rücken zu können.



Zum Video auf Youtube

Mehr zum JMD Emden

Text und Bild: JMD Emden & JMD Leer

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news-470 Fri, 15 Mar 2019 12:16:21 +0100 Filmprojekt von JMD im Quartier in Stuttgart: „Unterwegs im Hallschlag“ https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/filmprojekt-von-jmd-im-quartier-in-stuttgart-unterwegs-im-hallschlag/ Schülerinnen und Schüler aus dem Hallschlag haben gemeinsam mit Martin Mannweiler einen neuen Film über „ihren“ Stadtteil gedreht. Das Filmprojekt entstand im Rahmen von „Jugendmigrationsdienst im Quartier“ der AWO Stuttgart. Schülerinnen und Schüler aus dem Hallschlag haben gemeinsam mit Martin Mannweiler einen neuen Film über „ihren“ Stadtteil gedreht. Das Filmprojekt entstand im Rahmen von „Jugendmigrationsdienst im Quartier“ der AWO Stuttgart.



Der Film lädt ein, den Stadtteil aus der Sicht der Jugendlichen zu entdecken. Mit Kameras und Smartphones zogen sie in Teams los, um ihre ganz persönlichen Orte zu zeigen: Plätze, an denen sie sich mit Freunden treffen, Basketball spielen oder einfach nach der Schule „chillen“. In den Filmsequenzen sprechen sie über wichtige Themen: Freundschaft, Werte und Zusammenhalt in der Clique und zu Hause im Hallschlag, aber auch über Konflikte im Stadtteil.

Im gesamten Filmprojekt waren die Jugendlichen Teil des Filmteams und in Konzeption, Dreh und Schnitt eingebunden. Denn Beteiligung und Teamarbeit der Jugendlichen stehen an vorderster Stelle in der Arbeit des Filmproduzenten und Medienpädagogen Martin Mannweiler, der schon einige Filmprojekte mit Jugendlichen im Hallschlag durchgeführt hat.

Der Stadtteil ist mehr als ein Ort zum Wohnen. Er ist öffentlicher Raum, Ort der Begegnung und Ort zum Aktivwerden. Das Zusammenleben im Stadtteil zu gestalten, steht beim Modellprojekt „Jugendmigrationsdienst im Quartier“ der AWO Stuttgart im Vordergrund. In einer Reihe von kleineren und größeren Projekten werden Jugendliche des Stadtteils beim Deutschlernen, in der Schule, in der Freizeitgestaltung, im Entdecken des Hallschlags und beim sich Einleben unterstützt und begleitet.

Zum Filmteaser

Zum JMD Stuttgart (AWO Mitte 1)


Mehr über das Modellprojekt JMD im Quartier

Text und Bild: Lucie Bieber/Martin Mannweiler

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news-469 Fri, 01 Mar 2019 14:52:02 +0100 Mit dem JMD in die Bundeshauptstadt https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/mit-dem-jmd-in-die-bundeshauptstadt/ Eine Gruppe mit Jugendlichen aus Afghanistan, Armenien und Syrien begab sich im Februar mit dem Jugendmigrationsdienst des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. auf eine Reise nach Berlin. Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte die jungen Leute, alle ehrenamtlich im JMD aktiv, in die Bundeshauptstadt eingeladen. Eine Gruppe mit Jugendlichen aus Afghanistan, Armenien und Syrien begab sich im Februar mit dem Jugendmigrationsdienst des Caritasverbands Rhein-Mosel-Ahr e.V. auf eine Reise nach Berlin. Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) hatte die jungen Leute, alle ehrenamtlich im JMD aktiv, in die Bundeshauptstadt eingeladen.

Die Caritasmitarbeiterinnen Sonja Lauterbach und Ania Sikkes begleiteten die Jugendlichen, alle zwischen 16 und 27 Jahre alt. Sie waren Teil einer großen Reisegruppe von insgesamt 49 Personen, die schnell zusammenwuchs. So gab es bereits auf der Hinfahrt viele gute Gespräche. Beim ersten Zusammentreffen mit Bundespolitikerinnen und -politikern zahlte es sich aus, dass alle gut Deutsch sprechen und an politischen Themen interessiert sind. Ein besonderes Highlight war die Sitzung im Deutschen Bundestag.

 

Zum Mittagessen hatte sich Andrea Nahles Zeit genommen, um Fragen zu beantworten und über persönliche Anliegen ins Gespräch zu kommen. Weiterer Höhepunkt war ein spannender Vortrag beim Bundesnachrichtendienst. Berlin bietet zudem beste Voraussetzungen, sich mit der Geschichte der ehemaligen DDR, der alten Bundesrepublik und dem alliierten Sonderstatus von Berlin auseinanderzusetzen.

Innerhalb der großen Gruppen gab es wertvolle Gespräche, wobei die einheimischen Mitreisenden feststellten, wie interessiert und wissbegierig die jungen Migrantinnen und Migranten sind. Diese nutzten die Fahrt, um Kontakte mit Einheimischen zu knüpfen. Die Chemie in der Gruppe stimmte einfach. Herzlich dankte Ania Sikkes der SPD-Vorsitzenden für die Einladung: „Unsere Jugendlichen erhielten dadurch die Chance, mit Berlin auch Deutschland politisch und kulturell kennenzulernen und besser zu verstehen.“ 

 

Text und Bilder: Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V./Servicebüro Jugendmigrationsdienste

 

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news-468 Fri, 01 Mar 2019 14:25:48 +0100 Parlamentarierin besucht JMD Gelsenkirchen https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/parlamentarierin-besucht-jmd-gelsenkirchen/ Die Bundestagsabgeordnete Dr. Irene Mihalic (Grüne) informierte sich im Februar über die vielfältigen Aufgaben des Jugendmigrationsdienstes. Die Bundestagsabgeordnete Dr. Irene Mihalic (Grüne) informierte sich im Februar über die vielfältigen Aufgaben des Jugendmigrationsdienstes.

Die Parlamentarierin hatte sich angekündigt, um sich eingehend über die Arbeit und Angebote des JMD zu informieren. Sie folgte damit den Bundestagsmitgliedern Markus Töns (SPD) und Oliver Wittke (CDU), die bereits im vergangenen Jahr vor Ort waren. 

Hintergrund der Besuche ist der Koalitionsvertrag vom März 2018, der eine „teilhabeorientierte Gesellschaftspolitik für alle Menschen – mit und ohne Migrationshintergrund“ fordert. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen die Jugendmigrationsdienste sowie Zugangsmöglichkeiten und Beteiligungschancen bei

zivilgesellschaftlichem Engagement auch für Migrationsorganisationen gestärkt werden. Um in den Haushaltsdebatten die Forderungen aus dem Koalitionsvertrag zu stärken, machte Mihalic deutlich, wie wichtig solche Besuche für die Entscheidungsträgerinnen und -träger sind. Sie sind auf Informationen aus den Einrichtungen angewiesen, die die Mittel bekommen werden. Begleitet wurde Mihalic von ihrem Praktikanten Mohamad Akkour, der selbst die Beratung durch den JMD Gelsenkirchen erfahren hat.

 

Zukunftsperspektiven für Jugendliche

Das Team des Jugendmigrationsdienstes in Gelsenkirchen, der zu den Beratungsdiensten des Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid e. V. gehört, hat im vergangenen Jahr insgesamt 579 zugewanderte Jugendliche in ihrem Integrationsprozess begleitet. Die Zahl gibt die Anzahl der Klientinnen und Klienten wieder, die Kontakthäufigkeit mit jedem einzelnen ist natürlich viel höher. Gemeinsam mit den Jugendlichen wird im Rahmen des Case Managements ein individueller Integrationsförderplan mit einer Perspektive für die Zukunft entwickelt, der sich an den vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen orientiert und diese fördert. 

„Eines unserer Hauptanliegen ist es, den Jugendlichen den Zugang zu einer guten Ausbildung zu ermöglichen“, so eine JMD-Mitarbeiterin. „Einige Jugendliche besuchen das Weiterbildungskolleg mit dem Ziel, einen höhen Schulabschluss zu erwerben. Weitere sind bereits in einer Ausbildung oder einem Studium.“ Das Team des JMD unterstützt hier vor allem bei bürokratischen Hürden. „Neben der Bürokratie sind leider immer noch die unzureichenden Nachhilfeangebote – gerade im Hinblick auf die Sprachförderung – ein großes Problem“.

Einladung in den Bundestag

Irene Mihalic wollte sich vor Ort ein Bild der Arbeit machen und auch mit den Jugendlichen ins Gespräch kommen. Sie brachte bereits einen guten Überblick über die Situation mit und zeigte viel Verständnis für die Herausforderungen, denen sich die Mitarbeitenden des JMD jeden Tag im Umgang mit den Klienten, aber auch mit Netzwerkpartnern gegenübersehen. Anhand vieler Praxisbeispiele stellten die Mitarbeiterinnen dar, welche Hürden die jungen Migrantinnen und Migranten haben, z. B. bei der Anerkennung ihrer Schulabschlüsse. Mihalic lobte die engagierte Arbeit der Mitarbeiterinnen und bedankte sich dafür, dass der JMD den jungen Menschen gute Startbedingungen in ihrer neuen Heimat Gelsenkirchen geben kann. Im Mai 2019 werden 14 Jugendliche und zwei Mitarbeiterinnen einer Einladung der Abgeordneten in den Bundestag folgen.

 

Text: Jutta Tappe, Diakoniewerk Gelsenkirchen und Wattenscheid/Servicebüro Jugendmigrationsdienste
Bild: Cornelia Fischer

 

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news-462 Wed, 30 Jan 2019 12:33:00 +0100 Interaktive PDF-Broschüre: Über Geschlechterrollen reden https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/interaktive-pdf-broschuere-ueber-geschlechterrollen-reden/ Mit Interviews, eingebetteten Videos und praktischen Tipps gibt eine neue Broschüre Anstöße für die geschlechterreflektierte Arbeit mit jungen Männern mit Flucht- und Migrationserfahrungen. Sie entstand anlässlich des Modellprojekts „Rollenspielen" unter Beteiligung des Jugendmigrationsdienst Nienburg.  

Mit Interviews, eingebetteten Videos und praktischen Tipps gibt eine neue Broschüre Anstöße für die geschlechterreflektierte Arbeit mit jungen Männern mit Flucht- und Migrationserfahrungen. Sie entstand anlässlich des Modellprojekts „Rollenspielen" unter Beteiligung des Jugendmigrationsdienst Nienburg.

Nicht über junge geflüchtete Männer reden, sondern mit ihnen und miteinander: Das ist das Ziel des Modellprojekts „Rollenspielen – Über Geschlechterrollen gemeinsam reden“ der Bildungs- und Beratungsstelle „G mit Niedersachsen“ und ihrer Partner. Dafür kombinierten sie Tischfußballturniere mit lockeren Diskussionsrunden zu Geschlechterrollen. Sie brachten Geflüchtete, dort wo sie sich wohlfühlen, an die Tische und teilhaberelevante Themen auf den Tisch. Gemeinsam wechselten sie die Perspektiven und tauschten sich zu Rollenvorstellungen in Deutschland aus.

Ihre Erfahrungen und Ideen haben die Beteiligten jetzt in einer interaktiven PDF-Broschüre aufgearbeitet. Mit der Broschüre möchten sie Akteur*innen der Gleichstellungs- und Migrationsarbeit Möglichkeiten für ähnliche Projekte aufzeigen, um die Migrationsgesellschaft geschlechtergerechter zu gestalten.

„Rollenspielen“ wird gefördert durch das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Jugendmigrationsdienst Nienburg und weiteren Partnern.

Broschüre zum Download

Mehr über das Projekt

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news-464 Wed, 30 Jan 2019 09:58:03 +0100 Internationale Jugendarbeit: Positionspapier für Vielfalt und Demokratie https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/internationale-jugendarbeit-positionspapier-fuer-vielfalt-und-demokratie/ „Internationale Jugendarbeit für Vielfalt und Demokratie“: Mit einem neuen Positionspapier beziehen die Mitglieder der Fachstelle IJAB Stellung zu menschenfeindlichen und rassistischen Strömungen. „Internationale Jugendarbeit für Vielfalt und Demokratie“: Mit einem neuen Positionspapier beziehen die Mitglieder der Fachstelle IJAB Stellung zu menschenfeindlichen und rassistischen Strömungen.

Die Mitglieder der Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland (IJAB) beobachten mit Sorge politische Strömungen, die zum Ziel haben, ausschließlich rein nationale Sichtweisen zur Grundlage von politischen Entscheidungen zu machen und menschenfeindliche und extremistische Haltungen zu fördern.
 
Mit solchen Haltungen ist IJAB nicht einverstanden und stellt dem ein gemeinsames Verständnis Internationaler Jugendarbeit und ihrer Ziele entgegen und macht sich das Verständnis von Menschenrechten, wie sie in der Menschenrechtscharta der UN, des Europarats sowie in Verfassungen vieler Länder und dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland niedergelegt sind, zu eigen. Auf diesen Grundlagen versteht sich Internationale Jugendarbeit und jugendpolitische Zusammenarbeit auch als Beitrag zur Entwicklung einer starken Zivilgesellschaft und zur Förderung eines demokratischen Gemeinwesens sowie einer gerechten und solidarischen Welt.

Zum Positionspapier

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news-463 Wed, 30 Jan 2019 09:26:39 +0100 START-Stiftung: Stipendien für Jugendliche https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/start-stiftung-stipendien-fuer-jugendliche/ Die START-Stiftung vergibt auch in diesem Jahr Stipendien an herausragende Jugendliche mit Migrationserfahrung. Bewerbungen nimmt sie vom 01. Februar bis 15. März 2019 entgegen.  

Die START-Stiftung vergibt auch in diesem Jahr Stipendien an herausragende Jugendliche mit Migrationserfahrung. Bewerbungen nimmt sie vom 01. Februar bis 15. März 2019 entgegen.

Was macht START?

START begleitet die Jugendlichen drei Jahre in ihrer persönlichen Entwicklung und bestärkt sie darin, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Durch ein starkes Netzwerk; individuelle Betreuung; finanzielle Unterstützung sowie Veranstaltungen zu Themen wie interkulturelle Kompetenz, MINT und Politik werden ihre Potenziale gefördert. Zugleich werden die Jugendlichen zur Übernahme gesellschaftlichen Engagements ermutigt: Aus Talenten werden Macher!

Wen will die Stiftung erreichen?

Bewerben können sich alle Schüler*innen, die

  • selbst - oder deren Vater oder Mutter - nach Deutschland zugewandert sind,
  • mindestens 14 Jahre alt sind,
  • mindestens noch drei Jahre in einem deutschen Bundesland (außer Baden-Württemberg) auf eine allgemein- oder berufsbildende Schule gehen,
  • im Schuljahr 2019/20 mind. die 9. Klasse besuchen,
  • Deutsch mindestens auf dem Niveau GER-B1 beherrschen,
  • unsere Gesellschaft aktiv mitgestalten und unsere Demokratie stärken wollen,
  • bereit für ein intensives dreijähriges Bildungs- und Engagementprogramm sind.

Zum Ausschreibungsflyer

Zum Ausschreibungsvideo

Bei Fragen kontaktieren Sie bitte das Team der START-Stiftung telefonisch unter 069-300 388 488 (Mo.- Fr., 10:00 – 16:00h) oder per E-Mail an stipendium@start-stiftung.de.

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news-461 Wed, 23 Jan 2019 14:26:00 +0100 Neuer Kurzfilm: TANZEN https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/neuer-kurzfilm-tanzen/ Jetzt anschauen: Der dritte Film unserer Kurzfilm-Trilogie begleitet eine Tanzgruppe des Jugendmigrationsdienst Düsseldorf. Vielfalt, Gemeinschaft, Kreativität: Das ist JMD. Das sind wir! #werwirsind

Der Kurzfilm zeigt erneut die Vielfalt. Vielfalt der Jugendlichen, Vielfalt in der JMD-Arbeit. Denn die JMD sind mehr als Beraten und Begleiten. Mit ihren Gruppenangeboten schaffen sie Vertrauen, Zusammenhalt und Freundschaft. JMD entdecken Talente und bieten jungen Menschen die Chance, sich auszuprobieren und Teil einer Gruppe zu werden. In diesem Fall stellen wir die Tanzgruppe des JMD Düsseldorf vor. Eine Gruppe aus Jugendlichen unterschiedlichen Alters, Herkunft, sozialem Background. Wir zeigen die jungen Menschen selbstbewusst, stark, talentiert und als Gemeinschaft. Freundschaft, sich gegenseitig zu unterstützen und die Vielfalt der anderen anzuerkennen, zeigt die Besonderheit dieser Tanzgruppe und wie wichtig die JMD-Gruppenangebote zur sozialen Integration junger Menschen beitragen.


Wir leben zusammen. Wir machen Zukunft. Wir gestalten gemeinsam. WIR sind JMD!

Zum Video auf Youtube

 

Konzept: Eva Acir // Delia Baum

Kamera/Regie: Delia Baum

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news-459 Fri, 07 Dec 2018 10:47:09 +0100 400 Chancen beim 5. Aktionstag "Ein Tag Azubi" https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/400-chancen-beim-5-aktionstag-ein-tag-azubi/ Am 22. November veranstaltete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Deutschlands zum fünften Mal den Aktionstag „Ein Tag Azubi“. Bundesweit öffneten hunderte Unternehmen aus rund 40 Regionen Deutschlands ihre Türen. Knapp 400 junge Menschen erhielten die Chance, einen Tag lang Azubi zu sein. Die Jugendlichen begleiteten Auszubildende bei ihrer Arbeit und lernten den Berufsalltag aus erster Hand kennen. Am 22. November veranstaltete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit den Wirtschaftsjunioren Deutschlands zum fünften Mal den Aktionstag „Ein Tag Azubi“. Bundesweit öffneten hunderte Unternehmen aus rund 40 Regionen Deutschlands ihre Türen. Knapp 400 junge Menschen erhielten die Chance, einen Tag lang Azubi zu sein. Die Jugendlichen begleiteten Auszubildende bei ihrer Arbeit und lernten den Berufsalltag aus erster Hand kennen.


© WJD/Lars May

"Mit dem Aktionstag ‚Ein Tag Azubi‘ geben wir jungen Menschen die Möglichkeit, ihren Wunschberuf auszuprobieren. Die Jugendlichen können ihre Talente entdecken und kommen direkt mit möglichen Arbeitgebern ins Gespräch“, veranschaulicht Kristine Lütke, Bundesvorsitzende der Wirtschaftsjunioren Deutschland. Bundesweit beteiligten sich verschiedenste Unternehmen – vom Einzelhändler bis zum DAX-Konzern. „Der Aktionstag ist eine wahre Erfolgsgeschichte, sowohl für uns Wirtschaftsjunioren als auch für die Jugendlichen. In den vergangenen Jahren konnten wir zahlreiche Praktika und Lehrstellen vermitteln", fügt Kristine Lütke hinzu. Auch im Jahr 2018 war dies wieder möglich, u.a. in Regensburg oder Freiburg.

Der Aktionstag "Ein Tag Azubi" ist Bestandteil des Projektes "JUGEND STÄRKEN: 1000 Chancen". Das gemeinsame Projekt des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und der Wirtschaftsjunioren Deutschland unterstützt junge Menschen mit schwierigen Ausgangsbedingungen beim Eintritt ins Berufsleben.

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news-458 Tue, 04 Dec 2018 11:55:41 +0100 Auftakt mit Bundesministerin https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/auftakt-mit-bundesministerin/ Mehr als 200 Fachkräfte der Jugendmigrationsdienste (JMD) haben 2018 ihre Arbeit aufgenommen, um im Rahmen des Präventionsprogramms „Respekt Coaches“ Schülerinnen und Schüler als mündige Individuen zu stärken und ihr Demokratieverständnis zu fördern. Am 16.11. gab Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey in Hannover den offiziellen Auftakt zum Programm. Mit dabei waren Jugendliche und JMD-Mitarbeitende aus ganz Deutschland. Mehr als 200 Fachkräfte der Jugendmigrationsdienste (JMD) haben 2018 ihre Arbeit aufgenommen, um im Rahmen des Präventionsprogramms „Respekt Coaches“ Schülerinnen und Schüler als mündige Individuen zu stärken und ihr Demokratieverständnis zu fördern. Am 16.11. gab Bundesjugendministerin Dr. Franziska Giffey in Hannover den offiziellen Auftakt zum Programm. Mit dabei waren Jugendliche und JMD-Mitarbeitende aus ganz Deutschland.

Sich diesen Themen zu stellen ist ein Zeichen von Stärke


„Lass uns reden! Reden bringt Respekt.“ So lautet das Motto des Programms, das Mädchen und Jungen ab 12 Jahren für ein verständnisvolles Miteinander an Schulen fit macht. Dadurch sollen sie auch vor religiösem Extremismus geschützt werden. Denn die eigene Meinung zu äußern, andere Positionen zuzulassen und sich gegen ungewollte Einflüsse zu behaupten ist nicht immer leicht. Die Jugendmigrationsdienste setzen im Rahmen des Programms speziell geschulte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter ein, die gemeinsam mit Schulen und Trägern der politischen Bildung sowie der Radikalisierungsprävention passgenaue Gruppenangebote entwickeln. 110 von ihnen nahmen an der Auftaktveranstaltung in der Gemeinsamen Berufseinstiegsschule Hannover Teil.

Unterstützung für Lehrkräfte, Ansprechpersonen für Jugendliche

Im Podiumsgespräch mit Dr. Franziska Giffey und der niedersächsischen Sozialministerin Dr. Carola Reimann erklärte JMD-Mitarbeiterin Judith Grautstück ihre Herangehensweise im Programm „Respekt Coaches“. Ziel sei es, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter zu unterstützen und ein Zusatzangebot zu schaffen. „Wir wollen außerhalb dessen, was die Lehrkräfte leisten können, Ansprechpartner sein und langsam ein Vertrauensverhältnis aufbauen.“ Dazu würden sie sowie ihre Kolleginnen und Kollegen erst einmal zuschauen, zuhören und herausfinden, was die jeweilige Schule braucht – ein langsamer Prozess, für den Schulsozialarbeitern oft die Zeit fehle, weil sie als „Feuerwehr“ in akute Konflikte eingreifen müssten. „Wir bringen nicht noch mehr Arbeit, sondern nehmen welche ab.“

Empowerment steht im Fokus des Programms, dessen Bedeutung Giffey unterstrich: „Wenn Schüler beschimpft oder gemobbt werden, weil sie anders aussehen, einen anderen Glauben haben oder anderer Herkunft sind, dann ist es höchste Zeit zu handeln.“ Sich diesen Themen als Schule zu stellen, sei ein Zeichen der Stärke. „Respekt Coaches“ schütze Jugendliche auch vor politischer Radikalisierung, betonte Reimann. „Gefühlte oder tatsächliche Ablehnung kann die Tendenz zur Flucht in Abschottung und Radikalisierung verstärken. Wenn Land, Schulen und Jugendmigrationsdienste hier eng zusammenarbeiten, können wir große Kräfte bündeln.“

Im Podium sprachen Pavlos und Sky aus Duisburg über ihre Erfahrungen mit Ausgrenzung an der Schule

Jede Person respektieren, wie sie ist


Dass das Programm schon nach kurzer Zeit Früchte trägt, zeigte der Auftritt von Sky, Pavlos und Can-Maximilian, Schüler der Herbert Grillo Gesamtschule Duisburg-Marxloh. Dort wurde im Rahmen des Präventionsprogramms eine Rap-AG gegründet. In einem selbstgedichteten Rap setzten sich die 14- und 15-Jährigen mit Ausgrenzung und Mobbing auseinander, bewiesen Mut und Reflexionsvermögen. „Jeder soll respektiert werden, so wie er ist“, findet Pavlos. Er und seine Freunde haben Vertrauen zu den JMD-Mitarbeitenden gefasst, wie Sky berichtet: „Die sind wie Kollegen, also wie Kumpels. Mit denen kann man einfach frei reden.“

Gut vernetzt und wissenschaftlich begleitet

Das Angebot umfasst Gruppenangebote und Exkursionen, bei denen Schülerinnen und Schüler lernen, sich im Diskurs mit anderen zu positionieren und unterschiedliche Auffassungen oder religiöse Überzeugungen zuzulassen. Den jeweiligen Unterstützungsbedarf legt der oder die Mitarbeitende des örtlichen Jugendmigrationsdienstes gemeinsam mit der Schule in einem Präventionskonzept fest. Ergänzend bieten die JMD-Fachkräfte sozialpädagogische Begleitung und Beratung beim Übergang von der Schule in den Beruf an.

Umgesetzt wird das Vorhaben von den Jugendmigrationsdiensten in Zusammenarbeit mit Trägern der politischen Jugendbildung und der Extremismusprävention an bundesweit 168 Standorten. Einer dieser Partner ist das Projekt „bildmachen – Politische Bildung und Medienpädagogik zur Prävention religiös-extremistischer Ansprachen in sozialen Medien“, das Koordinatorin Canan Korucu in Hannover vorstellte.

Das JMD-Programm „Respekt Coaches“ wird zudem wissenschaftlich begleitet: Das Institut für Entwicklungsplanung und Strukturforschung (ies) sowie das Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik (INBAS) führen Befragungen und Fallstudien durch, um die Wirkung auf den sozialen Umgang an den Schulen zu testen. „Respekt Coaches“ ist Teil des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. 2018 standen für das Vorhaben 20 Millionen Euro bereit. 2019 sollen die Mittel auf 23 Millionen Euro erhöht werden.

Text: Johanna Böttges, Servicebüro Jugendmigrationsdienste

Fotos: Janto Trappe

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news-456 Fri, 23 Nov 2018 15:36:10 +0100 Zusammenleben gestalten: Austauschtreffen der Standorte im Modellprojekt „JMD im Quartier“ https://www.jugendmigrationsdienste.de/en/aktuell/detail/zusammenleben-gestalten-austauschtreffen-der-standorte-im-modellprojekt-jmd-im-quartier/ Zur Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr im Modellprojekt "Jugendmigrationsdienst im Quartier" trafen sich Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Trägergruppen und der beteiligten Bundesministerien in Frankfurt am Main. Vom 6. bis 7. November 2018 gab es neben Workshops zu Partizipation und Netzwerkarbeit einen Fachvortrag über digitale Medien und Jugendbeteiligung.   Zur Zwischenbilanz nach dem ersten Jahr im Modellprojekt "Jugendmigrationsdienst im Quartier" trafen sich Mitarbeitende sowie Vertreterinnen und Vertreter der Trägergruppen und der beteiligten Bundesministerien in Frankfurt am Main. Vom 6. bis 7. November 2018 gab es neben Workshops zu Partizipation und Netzwerkarbeit einen Fachvortrag über digitale Medien und Jugendbeteiligung.

„Mittendrin“ – das war die große Überschrift des zweiten Standorttreffens. Nicole Graf, Referatsleiterin für den Bereich Soziale Stadt im Bundesinnenministerium, und Sabine Schulte Beckhausen, Referatsleiterin für Integration und Jugendsozialarbeit im Bundesjugendministerium, konnten die 35 Teilnehmenden direkt im Stadtteil Gallus begrüßen. Dort liegt der Frankfurter Standort von „JMD im Quartier“.

Talkrunde mit Vertretenden der Modellprojekt-Standorte

Eine Fahrradflotte, bereitgestellt von jungen Menschen für das Quartier in Wuppertal, Anti-Aggressionstrainings in Peine, ein Stadtteilfest in Völklingen oder eine vielbeachtete Fotoausstellung in Neubrandenburg: In einer Talkrunde berichteten vier Mitarbeitende über ihre Vorgehensweise bei der Umsetzung von Mikroprojekten. Wie erreiche ich einen Austausch im Quartier, wo viele Gruppen eher unter sich bleiben? Wie binde ich junge Menschen frühzeitig in den Mikroprojekten ein? Erfolge und Herausforderungen im Modellprojekt wurden diskutiert und gemeinsam Lösungswege gesucht.

Junge Menschen nutzen digitale Medien. Um sie anzusprechen, muss man die aktuellen Kommunikationskanäle kennen. Jürgen Ertelt vom Projekt jugend.beteiligen.jetzt zeigte in einem interaktiven Vortrag nicht nur, wie man junge Leute über neue Medien erreicht. Er machte auch klar: Onlinetools bieten die Chance, junge Menschen besser bei der Planung von Projekten einzubinden und ihnen somit eine (gewichtigere) Stimme zu geben.

Die Partizipation junger Menschen und die nachhaltige Netzwerkarbeit im Modellprojekt standen in zwei Themenworkshops auf dem Programm. In einem Mix aus Theorie und Praxis berichteten die Mitarbeitenden von ihren Erfahrungen und arbeiteten an der Erstellung von Leitfäden.

In den Workshops werden die Teilnehmenden gemeinsam kreativ

Vielschichtigkeit der Quartiere

Die Vielschichtigkeit eines „JMD im Quartier“-Standortes erlebten die Teilnehmenden am zweiten Tag während des gemeinsamen Quartiersrundgangs im Frankfurter Gallus. Zwischen dem modernen Europaviertel, dem neuesten Teil des Quartiers, und dem „alten“ Arbeiterviertel Gallus liegen Welten. „JMD im Quartier“ will den Austausch der Bewohnerinnen und Bewohner fördern und neue Perspektiven aufzeigen. Die gute Vernetzung im Quartier ist hierbei ein Erfolgsfaktor, wie beim Besuch von „Pax & People – Kirche im Europaviertel“ und des „Quartiersmanagement Gallus“ deutlich wurde.

Mit vielen neuen Eindrücken verabschiedeten schließlich die JMD-Bundestutorinnen und -tutoren der vier JMD-Träger – Arbeiterwohlfahrt, Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit, Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit und Internationaler Bund – die Teilnehmenden und motivierten sie für die anstehenden Aufgaben und Mikroprojekte in ihren Quartieren.

Talibe Süzen (AWO Bundesverband) und Walter Weissgärber (BAG EJSA) verabschieden die Teilnehmenden am Ende des Standorttreffens


Weitere Informationen zum Modellprojekt „JMD im Quartier“

Text: Benjamin Reichpietsch, Projektkoordination „JMD im Quartier“

Fotos: Servicebüro Jugendmigrationsdienste

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