beraten - begleiten - bilden

456 Jugendmigrationsdienste in Deutschland

JMD Ennepe-Ruhr-Kreis

Jugendmigrationsdienst Ennepe-Ruhr-Kreis

AWO UB Ennepe-Ruhr
Jugendmigrationsdienst

Mühlenstr. 5
58285 Gevelsberg

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JMD Ennepe-Ruhr-Kreis

Öffnungszeiten

Offene Sprechstunden:

In Gevelsberg, Mühlenstr. 5: Mi. 9.00 - 11.00 Uhr und Di. 15.00 - 17.00 Uhr;

In Witten, Johannisstraße 6: Do. 9.00 - 11.00 Uhr und 15.00 - 17.00 Uhr; Tel.: 02302 -2027992 oder 0170 3340187

In Hattingen, ZBE-Holschentor, Talstraße 8: Mo. 14.00 - 17.00 Uhr und Mi. 13.00 - 15.00 Uhr; Tel.:02324 - 38093062

In Schwelm, Jugendzentrum, Märkische Str. 16: 1. und 3. Do. im Monat 15.00 - 17.00 Uhr; Tel.: 0151 16162322

andere Termine nach Vereinbarung (auch in den Abendstunden möglich)

Angebot

  • Wir sind ein multikulturelles Team und beraten junge Zuwanderer und Zuwanderinnen im Alter von 12 bis 27 Jahren in allen Fragen zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration im Ennepe-Ruhr-Kreis.

    Insbesondere für Jugendliche in den Übergangsphasen Schule/ Ausbildung/ Arbeit bieten wir eine intensive pädagogische Begleitung durch individuelle Förderplanung und gemeinsame Zielvereinbarungen an.

    Darüber hinaus unterstützen wir die Eltern dieser Jugendlichen, damit sie ihren Erziehungsauftrag auch in dem für sie neuen Gesellschaftssystem wahrnehmen können.

     Zusätzlich zur Beratung halten wir ganzjährig Kurse für Menschen mit Migrationshintergrund (Jugendliche, Eltern, Frauen) vor zur Förderung der Sprachkenntnisse und zur Orientierung in den deutschen Sozial-, Schul-und Ausbildungssystemen.

    Der JMD steht auch den Mitarbeiter/innen von Ämtern, Schulen, Verbänden, Vereinen und anderen Institutionen sowie der Bevölkerung im Lebensumfeld der jungen Migranten und Migrantinnen zur Verfügung und fördert  bürgerschaftliche Engagement.

 

Kooperation

Im Rahmen der Einzelfallhilfe und der sozialen Gruppenarbeit kooperieren wir mit allen Schulen, der Schulsozialarbeit, dem Kommunalen Integrationszentrum, der Arbeitsagentur, dem Jobcenter, Integrationskursträgern, Bildungsträgern, Integrationsräten, Flüchtlingsinitiativen ....

Zum Aufbau struktureller Integrations- und Bildungsangebote nehmen wir regelmäßig und aktiv an folgenden Gremien teil:

emium
 

Akteure / Teilnehmerkreis

Ziele / Inhalt

AK Sprache und Integration,

jeweils im Südkreis, Witten und Hattingen

·   Regionalkoordinator BAMF

·   Integrationskursträger

·   Migrationsfachdienste

·   Kommun. Integrationszentrum

·   Jobcenter

·   Ausländerbehörden

·   Koordination von Sprachförderangeboten

·   Bedarfsbestimmung- und Planung

·   Aufbau von Förderketten

·   Informationsaustausch

AK Flüchtlinge (kreisweit)

 

·   städtischen Sozialämter

·   Volkshochschulen

·   Wohlfahrtverbände, Beratungsstellen

·   Jobcenter

·   Ausländerbehörden

·   Regionalvertreter des BAMFs

·   Kinderschutzbund

·   weitere interessierte Personen

·   aktuelle Informationen aus den Städten zur Situation von Geflüchteten

·   aktuelle Informationen aus den Ausländerbehörden zu rechtlichen Änderungen

·   Berichte zu aktuellen relevanten Förderprogrammen

·   zivilgesellschaftliche Unterstützungsangebote

Runder Tisch Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten

 

·   Bundesagentur für Arbeit,

·   Jobcenter

·   Kammern

·   Volkshochschulen

·   Städte

·   Migrantenselbstorganisationen

·   KI

·   Klärung der rechtlichen Rahmenbedingungen für den Zugang zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt

·   Vorstellung der bestehenden Förderinstrumenten

·   Transparenz über bestehende Netzwerke

·   Erfahrungsaustausch

Fachausschuss Migration im KAoA

·   Agentur Mark

·   Berufskollegs

·   KI

·   Jobcenter

·   Agentur für Arbeit

·   Umsetzung Landesprogramm Kein Abschluss ohne Anschluss

·   Bedarfsanalyse und Angebotsentwicklung für junge Zuwander*innen

AK Migrantinnen und häusliche Gewalt

(kreisweit)

·   Gleichstellungsbeauftragte

·   Frauenberatungsstelle EN

·   Frauenhaus

·   Pro Familia

·   Komm. Integrationsbüros

·   Austausch

·   Bedarfsklärung

·   Angebotsentwicklung

·   Koordination von Angeboten

Runder Tisch Integration in Ennepetal

·   Stadtverwaltung

·   Kinderschutzbund

·   Willkommensinitiativen

·   Beratungsstellen

·   Austausch

·   Bedarfsklärung

·   Angebotsentwicklung- und Koordination

AK Integration in Gevelsberg

 

·   Komm. Integrationsbüro

·   Willkommensinitiativen

·   Kinderschutzbund

·   Beratungsstellen

·   Austausch

·   Bedarfsklärung

·   Angebotsentwicklung- und Koordination

Hattinger Integrationsrat

·   Gewählte Vertreter*innen

·   Migrantenselbstorganisat.

·   Stadtverwaltung

·   Sachkundige Bürger*innen

·   Austausch

·   Bedarfsklärung

·   Angebotsentwicklung- und Koordination

·   Integrationskonzept

Begleitausschuss Demokratie Leben in Gevelsberg und Witten

·   Benannte Vertreter*innen

·   Stadtverwaltung

·   VHS

·   Umsetzung Landesprogramm

·   Projektauswahl und Mittelverteilung

 

Zuständig für

Ennepe-Ruhr-Kreis (Witten, Schwelm, Hattingen, Gevelsberg, Ennepetal, Sprockhövel, Wetter, Herdecke, Breckerfeld)

Träger

Arbeiterwohlfahrt Unterbezirk Ennepe-Ruhr, Neustr. 10, 58285 Gevelsberg
Arbeiterwohlfahrt

Über uns

Jugendliche Teilnehmer*innen im Jugendintegrationskurs

Projekt- und Netzwerkarbeit

Um dem Anstieg der Zuwanderung und dem damit verbundenen erhöhten Bedarf an Integrationsangeboten gerecht zu werden, hat die AWO UB EN in den letzten zwei Jahren die Trägerschaft für zusätzliche Beratungsstellen und Integrationsprojekte übernommen. Sie sind unterbezirksintern mit unserer Einrichtung fachlich und dienstlich vernetzt und bilden eine wichtige und sinnvolle Ergänzung der JMD-Angebote:

Regionale Flüchtlingsberatung EN – Süd

Die bereits im August 2015 eingerichtete Flüchtlingsberatungsstelle für den südlichen EN-Kreis (Landesprogramm  NRW) konnte im 2. Halbjahr 2016 mit einer weiteren 0,5 Personalstelle aufgestockt werden. Mit zwei erfahrenen, pädagogischen Fachkräften aus dem Migrationsbereich besetzt, gelang es in kurzer Zeit, die Zielgruppe von Flüchtlingen während ihres Asylverfahrens zu erreichen.  Die beiden Kolleginnen bieten wöchentliche Sprechzeiten in den Städten Gevelsberg, Ennepetal und Breckerfeld an.

 Gemeinwesen orientiertes Projekt „YOUNG STARS“

Seit September 2014 läuft dieses aus Mitteln des BAMF geförderte Projekt unter der Leitung von Rita Nachtigall in Hattingen und Patrycja Lüders im südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis. Mit einer dreijährigen Laufzeit bis August 2017 bietet der JMD hiermit ein niedrigschwelliges, wohnortnahes Integrationsprojekt. Das Projekt motiviert jugendliche Zuwander*innen zur Übernahme eines freiwilligen Engagements. Mehr als 60 junge Leute haben sich bereits im Projekt engagiert. Sie bilden zum Beispiel Patenschaften zu den Teilnehmer*innen der Jugendintegrationskurse, organisieren gemeinsame Freizeit- und Ferienangebote und begleiten die Neuankömmlinge zu Ämtern und Ärzten. Mit einem besonderen „Heimatkunde“-Angebot für die Bewohner*innen eines Seniorenzentrums wurden sie vom BAMF sogar als „Projekt des Monats“ im Januar 2017 ausgewählt und auf der Webseite des Bundesamtes gewürdigt und vorgestellt.

Netzwerk ZUKUNFT PLUS/ Teilprojekt des JMD

Seit Januar 2016 wird das Trägernetzwerk ZUKUNFT PLUS wieder aus Mitteln der Integrationsrichtlinie BUND/IvAF in Koordination der AWO UB EN gefördert. Zielsetzung ist die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen, bleibeberechtigten wie auch geduldeten Personen im EN-Kreis, Bochum und Herne. Dem JMD zugeordnet bietet ein Teilprojekt an den Standorten Hattingen und Sprockhövel Beratung und Unterstützung an, um Geflüchteten zum Beispiel Praktika und Hospitationen mit der Chance auf spätere Übernahme in ein Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis zu ermöglichen. Mit einer Laufzeit bis Ende 2019 bietet auch dieses Projekt eine sinnvolle Erweiterung des JMD-Angebotes.

 .2.4 Integrationsprojekt: „COME TOGETHER“ – Unterstützung junger Flüchtlinge im ländlichen Raum

Gefördert durch das Deutsche Hilfswerk/Deutsche Fernsehlotterie wollen wir mit diesem Projekt insbesondere in der sehr ländlichen Region des EN-Kreises in Gevelsberg, Ennepetal und Breckerfeld Angebote zur Begegnung „auf Augenhöhe“ zwischen einheimischer Bevölkerung und jungen Geflüchteten entwickeln. Hier soll weniger die „Betreuung oder Beratung“ im Focus stehen, sondern die gemeinsame Freude am Ausprobieren kreativer Ideen und der individuellen Ansätze zur Umsetzung derselben. Geplant sind u.a. Musik- und Theaterworkshops. Mit Beginn im Herbst 2016 befindet sich das Projekt noch im Aufbau. Seine Laufzeit beträgt drei Jahre

Ferienprogramm für junge Zuwander*innen

20 junge Menschen, Teilnehmer*innen der JIK und einige unbegleitete minderjährige Flüchtlinge konnten über Ostern 2016 an einem Ferienprogramm des JMD teilnehmen, das den Besuch von Freizeit- und Sportstätten im EN-Kreis vorsah.

Die Ausflüge wurden über die Stiftung Zukunft der AWO EN finanziert.

 2.2. Bürgerschaftliches Engagement für Flüchtlinge in der AWO

Während sich einheimische Familien im Juli/August auf den langersehnten Sommerurlaub freuen, bedeuten die Ferien für viele geflüchtete Menschen hingegen eine weitere Zeit des Abwartens und Nichtstun. Der Schulunterricht fällt aus, Deutschkurse machen eine Pause.

Die Migrationsdienste der AWO EN organisierten daher für geflüchtete sowie deutsche Familien, die sich ehrenamtlich als Paten engagieren, ein kleines Sommer- und Herbstferienprogramm. Zusammen mit einer Gevelsberger Flüchtlingsinitiative und den beteiligten Flüchtlingen planten die AWO-Mitarbeiterinnen verschiedene Aktionen und Ausflüge in die Umgebung. Das Programm wurde von den teilnehmenden Familien begeistert aufgenommen werden.

So besuchten rund 50 Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit und ohne eigene Fluchtgeschichte den Gasometer in Oberhausen. Hier konnten sie nicht nur einen super Überblick über das Ruhrgebiet erhalten, sondern gemeinsam auch auf der ausgestellten Weltkugel ihre Herkunftsländer und Fluchtwege aus der All-Perspektive entdecken.

In den vorangehenden Wochen wurden das Freilichtmuseum in Hagen, die Henrichshütte in Hattingen und der Zoo in Dortmund besucht.

Bei jedem Termin traf sich eine bunt gemischte Gruppe, bestehend aus Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen. Mit dabei waren über 100 Menschen aus Albanien, Nigeria, Syrien, Afghanistan, Irak, Somalia, Eritrea und aus Deutschland. Es entwickelte sich ein reger, vielsprachiger und generationenübergreifender Austausch.