beraten - begleiten - bilden

465 Jugendmigrationsdienste in Deutschland

JMD Limburg-Weilburg

Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg

Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V.
Caritas-Integrationszentrum (JMD-Hauptstandort)

Neumarkt 7
65549 Limburg

vCard downloaden

JMD Limburg-Weilburg

Öffnungszeiten

Integrationszentrum Limburg, Neumarkt 7 (seit 1.2.2017)

Termine nach Vereinbarung

 Montag: 14:00 bis 16:30 Uhr

 Dienstag: 9:00 bis 12:00 Uhr / 14:00 bis 16:30 Uhr

 Mittwoch: 14:00 bis 16:30 Uhr

 Donnerstag: 14:00 bis 17:30 Uhr

 Freitag: 9.00 bis 11:00 Uhr

 

Integrationsbüro Weilburg, Kruppstraße 4 (neu seit 1.7.2018):

Termine nach Vereinbarung

Mittwoch: 9:00 bis 12:00 Uhr / 14:00 bis 16:30 Uhr

 

Heinrich-von-Gagern-Schule Weilburg:

Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr

Goetheschule Limburg: 

Termine nach Absprache

Theodor-Heuss-Schule (Deutsch-Intensivklasse für Limburg): 

Termine nach Absprache

 

neu: JMD@school in der Adolf-Reichwein-Schule Limburg (Berufliche Schule):

Beratungszeit für Schüler und Lehrer in Vorbereitung (1mal wöchentlich)

 

 

 

Aktuelles

Aktionen

Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren - neue Chancen für junge Menschen mit Schwierigkeiten im Übergang zu Beruf und Beschäftigung. Mehr Informationen unter www.caritas-limburg.de

Angebot

Unser Team berät, unterstützt und hilft u.a. bei Problemen und Schwierigkeiten

  • in Schule und Ausbildung
  • mit der Familie
  • mit Behörden

Wir beraten im Bereich

 Integrations- und Sprachkurse

 Schule, Arbeit oder Ausbildungs-/Praktikumsplatz

 Aufenthaltsrecht und Asylverfahren

 Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, BAföG, BAB, Kindergeld, Wohngeld etc.

Probleme in der Familie

 Lebensplanung

   

Wir unterstützen bei

 Beantragung/Klärung eines Aufenthaltstitels

 Familiennachzug von Eltern, Ehepartnern, Kindern

■ finanziellen Fragen und Problemen

■ Fragen zur Einbürgerung

■ Suche nach Sportvereinen u. a. Freizeitmöglichkeiten

  

Wir helfen bei

Anerkennung des Schulzeugnisses oder des erlernten Berufes (Ausbildung oder Studium)

Schreiben von Bewerbungen und Lebenslauf

Umgang mit Behörden wie dem Jobcenter, derArbeitsagentur, der Ausländerbehörde etc.

Ausfüllen von Formularen und Anträgen

 

Für Schulklassen und Jugendgruppen beiten wir den Workshop "Achtung und Toleranz" an.

Weitere Infos erhalten Sie unter www.caritaslimburg.de/jmd

 

 

Kooperation

 Wir kooperieren mit Integrations- und Sprachkursträgern, Schulen mit Deutsch-Intensivklassen, Beratungsstellen (z.B. "JobAktiv", Bildungsberatung Garantiefonds Hochschule) , Berufsberatung und Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge der Arbeitsagentur, Wirtschaftsjunioren Limburg-Weilburg-Diez, Institutionen und Behörden.

 

Zuständig für

Landkreis Limburg-Weilburg

Träger

Caritasverband für den Bezirk Limburg e.V.
Katholische Trägergruppe

Über uns

 

Erfolgreiche Deutschkurse

Es gibt eine Gruppe junger Flüchtlinge, die aufgrund ihres Alters, ihres Herkunftslandes oder dem Stand ihres Asylverfahrens keinen Zugang zu offiziell angebotenen Deutsch- oder Integrationskursen haben. Deshalb führte der Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg von Mai bis Juli 2016 in der Adolf-Reichwein-Schule Limburg zwei Deutschkurse für insgesamt 27 Menschen aus diesem Personenkreis durch. Der Bedarf lag zu diesem Zeitpunkt eigentlich um ein Vielfaches höher, jedoch konnten aufgrund personeller und finanzieller Ressourcen nur zwei Kurse realisiert werden. Von den hoch motivierten Teilnehmern erreichten alle Deutsch-Basiskenntnisse, zwölf von ihnen sogar auf A1- oder A2-Niveau. Im Rahmen des Kurses fand auch eine Abschlussfahrt nach Rüdesheim statt, bei der neben einer Stadtführung auch die Seilbahnfahrt zum Niederwalddenkmal, eine Wanderung sowie eine Schifffahrt auf dem Rhein zum Programm gehörte (Bild unten). Ziel war es, den jungen Leuten unser Land und seine Geschichte näher zu bringen. Es gab viele Gespräche, die jungen Leute zeigten sich wissbegierig und von vielen Dingen fasziniert. Nach dem Kurs konnten in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsmarktbüro für Flüchtlinge der Agentur für Arbeit in Limburg alle Teilnehmer ohne größere Zeitverzögerung in Integrationskurse, Maßnahmen oder Sprachkurse der Arbeitsagentur vermittelt werden. Gefördert wurde das Projekt mit 8.000 EUR über Mittel des Bistums Limburg („Partnerschaft für eine Willkommenskultur mit Flüchtlingen im Bistum Limburg 2016“).

Gruppenbild am Rhein

Schaffen wir das?

 

Aufgrund der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Auseinandersetzungen hatten die Migrationsfachdienste des Caritasverbandes im Bezirk Limburg im Rahmen der Interkulturellen Woche 2016 zu einer Podiumsdiskussion geladen. Der vielzitierte Satz „Wir schaffen das“ sollte für unsere Region näher betrachtet werden und an drei beispielhaft ausgewählten Bereichen aufzeigen, welche Aufgaben bisher bewältigt wurden bzw. welche Herausforderungen weiter bestehen. Die Besetzung war hochkarätig: Dr. Matthias Bender und Dr. Maryam Zokai von der Vitos-Klinik Weil-Lahn, Michael Hahn von der Industrie- und Handelskammer sowie Miriam Sehr von der Adolf-Reichwein-Schule. Moderiert wurde die Diskussion von Gerhard Neunzerling-Dernbach (Jugendmigrationsdienst Limburg-Weilburg). Es ging vor allem um Bildung und Ausbildung von Flüchtlingen, zwei zentrale Punkte für deren Integration. Matthias Bender und Maryam Zokai informierten über die psychischen Belastungen, unter denen manche von ihnen durch die Erlebnisse auf ihrer Flucht litten. Insgesamt konnte die Runde eine positive Bilanz ziehen: Die Unternehmen seien sehr offen und in gutem Kontakt mit Schulen, Ämtern und Beratungsstellen, um die jungen Menschen in Ausbildung und Arbeit zu bringen, die Motivation bei den Schülern sehr hoch. Auch wenn es sehr lange dauern werde, sei die Integration der Menschen eine Aufgabe, die die Gesellschaft bewältigen könne, so Neunzerling-Dernbach. 

Netzwerke für wirtschaftliche Integration

Im Rahmen der Netzwerkarbeit fanden Ende September und Anfang Dezember 2016 auf Initiative des Jugendmigrationsdienstes (JMD) Limburg-Weilburg zwei Konferenzen statt, an denen Sozialpädagogen bzw. die Abteilungsleitungen für das Landesprogramm „Integration und Anschluss“ (InteA) und den Bereich „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) an den Beruflichen Schulen des Landkreises Limburg-Weilburg teilnahmen. Bezogen auf die aktuelle Situation der 16 bis 20-Jährigen wurden verschiedene Unterstützungs- und Handlungsbedarfe ermittelt. Als ein wichtiger Handlungsschwerpunkt wurde ein erheblicher Bedarf an zusätzlichen Praktikumsstellen herausgearbeitet: Praktische Erfahrungen in verschiedenen Berufsfeldern ist eine wesentliche Voraussetzung, um den zugewanderten Menschen konkrete Perspektiven auf Ausbildung zu ermöglichen. Für das Jahr 2017 besteht ein Mindestbedarf von 280 zusätzlichen Praktikumsmöglichkeiten alleine für die Schüler der InteA- und DaZ-Klassen der Berufsschulen. IHK und Kreishandwerkerschaft luden daher Ende des Jahres für 2017 verschiedene wichtige regionale Akteure auf dem Feld der Bildung, Ausbildung und Arbeitsmarktintegration für Januar 2017 zu einem Runden Tisch zum Thema „Praktikumsplätze für Flüchtlinge“ ein. Dabei wollten sie ihre Ideen zur Diskussion stellen, mit denen sie dazu beitragen wollen, dass in den regionalen Unternehmen und Betrieben in 2017 in ausreichendem Maße zusätzliche Praktikumsplätze bereitgestellt werden können.

 

Fremd in Weilburg 

Wie ist es, als Jugendlicher in ein fremdes Land zu kommen – dort neue Freunde zu suchen und in die Schule zu gehen, obwohl man die Sprache kaum beherrscht? Mit diesen Fragen beschäftigte sich vom 20. bis 23. Juli 2015 die multimediale Wanderausstellung „anders? - cool!" Sie war im Rahmen einer Schulprojektwoche „Woche der Kulturen" zu Gast in der Heinrich-von-Gagern-Schule in Weilburg. Organisiert und durchgeführt wurde sie vom Jugendmigrationsdienst. Rund 400 Besucher, darunter mehrere Schulklassen sowie Eltern und Lehrer, nutzten die Gelegenheit, sich mit den Themen „Fremd sein" und „Toleranz" auseinander zu setzen. Zusätzlich führte der JMD im Rahmen der Schulprojektwoche einen dreitägigen biografieorientierten Schüler-Workshop zur gleichen Thematik durch und präsentierte die Ergebnisse gemeinsam mit den beteiligten Schülern im Rahmen der Abschlussveranstaltung zur Projektwoche.

 

Berufliche Integration von Flüchtlingen

Junge Flüchtlinge wollen Deutsch lernen, eine Ausbildung beginnen und arbeiten. Der Jugendmigrationsdienst (JMD) hatte Vertreter aus Landespolitik, Wirtschaft, Institutionen, Verbänden, Kirchen, Berufsschulen sowie dem Kultusministerium zu diesem Thema im Februar und im Juli 2015 zu gemeinsamen Gesprächen in die Adolf-Reichwein-Schule eingeladen. Ziel war es, jungen Flüchtlingen einen besseren Zugang zu Sprachförderung, Bildung sowie zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Bislang gibt es für volljährige junge Zuwanderer in Hessen keine Förderprogramme mit intensiver Sprachförderung und beruflicher Orientierungsphase. Dabei bestehe dringender Handlungsbedarf, vor allem mit Blick auf ihre berufliche und soziale Integration. In der Ausbildung junger Flüchtlinge sehen Unternehmen und Handwerk eine Chance, motivierte Nachwuchskräfte zu gewinnen. Die ersten Ausbildungsverträge seien bereits abgeschlossen worden, wobei Potenziale, Talente und die Motivation mehr zählten als fehlende Zeugnisse oder noch rudimentäre Deutschkenntnisse. ,,Lasst sie zeigen, was in ihnen steckt", so das gemeinsame Credo der Kreishandwerkerschaft sowie der lndustrie- und Handelskammer. Handwerkskammer, IHK, Arbeitsagentur, Jobcenter und GAB Limburg nahmen die Empfehlung mit, konkrete Maßnahmen zu ermitteln, die jungen Zuwanderern und Flüchtlingen den Zugang zu Ausbildung und Beschäftigung zu erleichtern.

 

Neue Projekte des JMD in der Kooperation mit den Wirtschaftsjunioren
Initiative „1000 und Deine Chance" - Kooperation des JMD mit den Wirtschaftsjunioren

„Wie lange dauert die Ausbildung und welchen Schulabschluss braucht man dafür?" – das waren die am häufigsten gestellten Fragen junger Flüchtlinge im Alter von 17 bis 25 der Sprachanfängerklasse der Weilburger Wilhelm-Knapp-Schule (WKS) bei der Ausbildungsmesse „Do It!" in Limburg. Mithilfe der Unterstützung des Jugendmigrationsdienstes (JMD) der Caritas des Bezirks Limburg e.V. und der Wirtschaftsjunioren Limburg-Weilburg-Diez konnten diese und noch viele weitere Fragen geklärt werden.

Auf der zum ersten Mal veranstalteten Ausbildungsmesse „Do it!" Mitte März in Limburg standen nicht die Firmen, sondern rund 80 Ausbildungsberufe im Mittelpunkt: Die Auszubildenden selbst stellten ihre Arbeit vor, zeigten den Besuchern ihre praktische Arbeit und erklärten alles Wissenswerte, was ihren zukünftigen Beruf betraf. Das war eine gute Gelegenheit, jungen Flüchtlingen aus der Region zu zeigen, welche Möglichkeiten sie hier in Deutschland haben und welche schulischen Leistungen sie dafür nachweisen müssen.

Überraschte Blicke, Neugierde und viele Fragen waren bei den jungen Zuwanderern zu sehen und zu hören. In Kleingruppen mit einem Betreuer des JMD, der Wirtschaftsjunioren oder der WKS war es möglich, den spezifischen Interessen der Schüler nachzukommen. Im Voraus hatten diese recherchiert, welche konkreten Tätigkeiten hinter den Ausbildungsbezeichnungen stecken und sich überlegt, welche Berufe für sie in Frage kommen könnten.

Neben dem Kennenlernen von Berufen ging es für die Organisatoren des Tagesausfluges auch darum, Kontakte herzustellen und mögliche Praktika zu vermitteln.

Do-It Limburg

Besuch der Ausbildungsmesse "Do-It" mit jungen Flüchtlingen