Bild mit vier weiblichen Jugendlichen

JMD-Ausstellung YOUNIWORTH zu Gast im Hildesheimer Einkaufszentrum

Im Sommer 2026 war die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH für zwei Wochen in Hildesheim zu Gast. In dem Zeitraum konnten zahlreiche Schulklassen die Ausstellung kennenlernen und über Migration, Vorurteile und demokratische Werte ins Gespräch kommen. Auch viele politische Vertreter*innen und neugierige Besucher*innen machten in dem umgestalteten Ladenlokal Halt.

zwei Schüler sitzen vor dem Bildschirm, und hören sich die Geschichten von jungen Menschen an, die nach Deutschland geflüchtet sind
An der Interview-Station können Besucher*innen jungen Menschen mit Migrationsgeschichte persönliche Fragen stellen.

YOUNIWORTH beschäftigt sich mit dem Zusammenleben junger Menschen in Deutschland und sensibilisiert für die Themen Jugend und Migration. Die interaktive Ausstellung der Jugendmigrationsdienste (JMD) regt dazu an, eigene Perspektiven zu hinterfragen, Vorurteile abzubauen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sieben multimediale Stationen mit Kurzfilmen, Spielen und Mitmach-Aktionen machen die Themen auf unterschiedliche Weise erlebbar. Der JMD Hildesheim (AWO) holte die Ausstellung im Juni 2026 in die Arneken Galerie, ein Einkaufszentrum in der Hildesheimer Innenstadt. Ein darin leerstehendes Ladenlokal wurde zum Ausstellungsort für YOUNIWORTH.

 „Was bedeutet Migration?“ – Mit dieser Frage starteten die Respekt Coaches ihre Führungen durch die Ausstellung. Anschließend wurde gemeinsam darüber gesprochen, aus welchen Gründen Menschen migrieren bzw. ihre Heimat verlassen. Nach einer gemeinsamen Einführung und der Erklärung einzelner Stationen konnten die Schüler*innen die weiteren Stationen der Ausstellung selbständig erkunden.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Schüler sich intrinsisch mit der Ausstellung auseinandersetzen und eine entspannte Kennenlern-Atmosphäre entsteht. Häufig sind daraus interessante Einzelgespräche entstanden, in denen die Schüler ihre eigenen Berührungspunkte mit dem Thema Migration dargelegt haben“, berichtet Elif Alkac vom JMD, die die Ausstellung im Rahmen des JMD-Programms Respekt Coaches zusammen mit ihren Kolleg*innen an den Standort holte. Sie selbst sei „von Tag zu Tag immer sicherer darin geworden, die Stationen anzuleiten und Führungen zu geben.“

An der Koffer-Station begeben Besucher*innen sich in eine fiktive Situation, in der sie migrieren oder flüchten müssen.


Ausstellung erhöht Bekanntheit der Jugendmigrationsdienste 

Die Ausstellung fand parallel zu einer Sozialkonferenz statt, die ebenfalls in der Arneken Galerie durchgeführt wurde. Dadurch bot sich zusätzlich die Möglichkeit, die Ausstellung einem breiten Publikum vorzustellen. Ein besonderes Highlight für den JMD war der Besuch zahlreicher politischer Vertreter*innen. Zu den Gästen gehörten der Landrat Bernd Lynack, der Sozialdezernent der Stadt Hildesheim Malte Spitzer, Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer sowie der Schirmherr der Ausstellung und Ministerpräsident des Landes Niedersachsen, Olaf Lies. 

Durch die Ausstellung konnten zahlreiche Menschen auf die Themen Jugend und Migration, aber auch auf die Arbeit der Jugendmigrationsdienste aufmerksam gemacht werden. Der JMD Hildesheim konnte sich als wichtige Anlaufstelle für junge Menschen vor Ort positionieren. „Wir sind auf viele junge Menschen getroffen und konnten neue Klienten akquirieren.“

Auch für die Zusammenarbeit innerhalb des JMD-Teams der AWO Hildesheim bot die Ausstellung einen besonderen Rahmen. „Dadurch, dass wir als Team gemeinsam zwei Wochen in der Ausstellung gearbeitet haben und uns in einem anderen Setting erlebt haben, konnten wir uns gegenseitig neu kennenlernen.“ 

Neben vielen jungen Menschen freute der JMD sich auch über politischen Besuch.


Große Fragen und ein kleiner Chai 

Ergänzend zur Ausstellung entwickelten die Respekt Coaches das Format „Große Fragen und ein kleiner Chai“. Dabei wurden freiwillige Besucher*innen zu persönlichen Fragen aus ihrem Leben interviewt. Die Gespräche konnten auf Wunsch mit der Kamera begleitet und aufgezeichnet werden. Dazu wurde Chai (Schwarztee) angeboten, wodurch eine besondere und wertschätzende Gesprächsatmosphäre entstand. Das Format ermöglichte persönliche Begegnungen und gab den Teilnehmenden Raum, eigene Geschichten und Erfahrungen zu teilen. 

Für den JMD Hildesheim war YOUNIWORTH ein voller Erfolg. „Wir sind große Fans der Ausstellung und können diese nur weiterempfehlen.“

Mehr über die mobile JMD-Ausstellung YOUNIWORTH 

Text und Bilder: JMD Hildesheim / Servicebüro Jugendmigrationsdienste